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Magie zwischen Mensch und Tier

Apassionata Sparkassen-Arena Magie zwischen Mensch und Tier

Europas spektakulärste Familien-Pferdeshow in der Sparkassen-Arena: Tosender Beifall für Apassionata

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Sechs Millionen Zuschauer hat Apassionata mit den Tourneen seit 2001 erreicht. Die Show des Jahres 2016 setzt noch mehr auf Akrobatik.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Als die Spieglerin ruft und die Schwestern Amy und Tracy im Labyrinth verloren gehen, kommt die Zeit der prächtigen Pferde und Paradiesvogel-Tänzer. Elfen- und Feen- und Dämonenartige plus allerlei mystische Wesen erobern die Szenen, die schön geritten und energetisch getanzt, bunt illuminiert und eigens vertont sind: Die Pferdeshow Apassionata gastierte Sonnabend und Sonntag in der Landeshauptstadt.

Es ist Europas größte, spektakulärste und wohl längst beliebteste Familien-Pferdeshow – über Jahre gewachsen, von kreativen Köpfen mit Pferdeverstand und offenbar auch Herz immer weiter- und weiterentwickelt. Die aktuelle Inszenierung piaffiert ein bisschen auf bewährten Pfaden und wagt doch neue Wege – und erzählt dieses Jahr mit „Im Bann des Spiegels“ eine andere und dennoch den anderen vor ihr ähnliche Geschichte, die alles miteinander verbindet und am Ende doch so gar keine Rolle spielt.

Sechs Millionen Zuschauer hat Apassionata nach einem Dutzend Tourneen seit 2001 erreicht, als der Berliner Diplom-Kaufmann Peter Massine etwas aus der Taufe hob, das an allen Erwartungen vorbeigaloppierte und 15 Jahre später längst eigene Marke mit professioneller Maschinerie geworden ist. „Das Besondere an der Beziehung zu Pferden ist das nahezu magische Band zwischen Mensch und Tier. Es ist ein Bedürfnis nach behutsamer, träumerischer Berührung des Herzens, für das wir uns in unserer schnelllebigen Welt immer weniger Zeit nehmen. Bei Apassionata wird es fast greifbar“, skizziert der Show-Initiator seine Idee, die am Wochenende insgesamt 10000 Menschen in die Kieler Sparkassen-Arena lockte – und von den ersten Minuten an mit tosendem Beifall beklatscht wurde.

Um eine Pferdelänge Tanztheater-Appeal und akrobatische Turnkunst ist die Pferdeshow bereichert worden, während das Erzählerische mehr in den Hintergrund tritt. Ein deutlicher Gewinn für die den Kinderschuhen entwachsenen und reitaffinen Zuschauer, während die Kleinsten zum Leidwesen mancher auf eine ausführliche Gute-Nacht-Geschichte verzichten mussten. Neue Elemente, wie die rasant um sich selbst kreiselnde Westernreiterin Nina Lill (Saarland) mit Quarter Horse „Jewel“ sowie die zuckersüßen Welsh-A-Ponies der „Blumenmaid“ Kerstin Brein (Rheinland), paarten sich – in gewohnt opulenten Kostümen und schrillsten Requisiten – mit traditionellen Einspielungen wie den waghalsigen Stuntreitern der Apassionata-Academy. Bei deren halsbrecherischen Überkopf-Aktionen rutschten Herzen nach wie vor zu recht in Hosen, wohingegen die kunstvollen Flechtfrisuren der gewaltigen Shire Horses, die auf tellergroßen Hufen elegante Dressurlektionen zeigten, manch jugendlichem Reitermädel bestimmt die Schuhe auszogen.

Abgestimmt mit mitreißenden Tanz-Choreografien und realisiert mit Reitern auf Pferden, die nach einzelnen Nummern weder schwitzten noch pusteten, auf hellstem Fell keine Sporenspuren aufwiesen und ruhigen Auges donnernden Applaus entgegennahmen, war die aktuelle Apassionata eine ihrer besten und ausgereiftesten Shows bisher. Noch drei Stationen macht sie – in Erfurt, Wien und Düsseldorf – bevor die Crew in die Sommerpause geht und ab Oktober in teils neuer Zusammensetzung in eine neue Tournee startet, die dann heißt: „Cinema of Dreams“.

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