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Eine "runde Sache"

Baltic-Horse-Show 2016 Eine "runde Sache"

Vier internationale S-Springprüfungen und ein nationales Mannschaftsspringen der Reiterbünde der Klasse L standen am Freitag auf dem Turnierplan der Baltic Horse Show in der Kieler Sparkassen-Arena.

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Grand-Prix-Lektionen am Halsring: Alizée Froment beeindruckte das Publikum mit einer anspruchsvollen Show. Am Sonnabend (15.20 Uhr) und am Sonntag (14.30 Uhr) ist die Französin noch mal zu sehen.

Quelle: Stefan Lafrentz

Kiel. Mit einer Drei-Sterne-Aufgabe über 1,40 Meter Höhe ging es im Eröffnungsspringen der Stadt Kiel in ein fulminantes Wochenende aus Sport und Show. Der erste große Sieger des Tages war ein Däne – Mathias Norheden Johansen. Der ritt gleich morgens ein holsteinisch gezogenes Pferd aus einer der bekannten Spring-Linien – den zwölfjährigen Contender-Sohn Contigo. Für seine fehlerfreie Runde in 48,40 Sekunden wurden 1000 Euro Gewinn ausgezahlt. Fehlerfrei kamen 29 der 68 Starter ins Ziel. Als letzte „Nullerin“ galoppierte Janne Friederike Meyer über die Hürden. Die beliebte Hamburger Amazone hatte Chuck gesattelt, einen neunjährigen Wallach, der in Kiel die „große Tour“ gehen soll, wie die A-Kaderreiterin verriet. Damit ist der Neunjährige ein Kandidat für den Großen Preis von Schleswig-Holstein am Sonntag (15.30 Uhr).

Janne, just aus Barcelona eingeflogen, hat in der Landeshauptstadt eine Handvoll Pferde am Start: Zwei Youngster, zwei Siebenjährige sowie die erfahreneren Chuck und Carlotta für die höheren Springen. „Die jungen, unerfahreneren Pferde waren beeindruckt von der Halle – Joy hatte beispielsweise im ersten Youngster-Springen zwei Fehler. War abgelenkt von der Kulisse – sie müssen eben noch lernen“, so die Profireiterin, die im Januar zusammen mit ihrem Lebenspartner Christoph Zimmermann eine Reitanlage in Pinneberg-Waldenau gekauft hat und seither dort umbauen lässt. „Mit den vielen Reisen zu Turnieren ist das manchmal nicht einfach, die Tage haben zu wenig Stunden, aber im Dezember wollen wir endlich umziehen“, so die Noch-Hamburgerin, die ihre Pferde bereits seit Mai auf der einstigen Dressuranlage untergebracht hat. Das Finale der Youngster-Tour gewann dann am Nachmittag sozusagen ein Youngster-Doppel: die 19-jährige Theresa Ripke (Steinfeld) und der siebenjährige Coranus aus der Zucht ihrer Großeltern Hans und Theresia Ackermann (Steinfeld).

Im zweiten Springen am Freitag, dem ersten Finale des Turniers, Holsteiner Masters Zukunftspreis für sechsjährige Holsteiner Pferde, wurde mittags erneut die rot-weiße Flagge gehisst: Der Däne Philip Loven setzte sich mit Lodovicus an die Spitze des 24-köpfigen Feldes. Zwar sei sein Wallach „nicht das schnellste Pferd“, so der Sieger. „Aber er hat schön was drin, und ich habe mir vor dem Stechen vorgenommen, alles zu probieren.“ Am Ende war er zufrieden: „Ich kenne kein 1,35-Meter-Springen, dass so hoch dotiert ist“, erklärte der in Meldorf lebende Reiter, der 2500 Euro in den heimischen Stall seines Arbeitgebers holte. Das ist Uwe Nilsson, dem alle unter dem Dänen in Kiel startenden Pferde gehören. Bestes Pferd des Teams ist Scaramanga, und in dieser Kombination will Loven am Sonntag angreifen. „Die Qualität war viel versprechend, die Top-Ten werden wir bestimmt eines Tages in der Großen Tour wiedersehen“, mutmaßte Stephan Johannsen, Turnierleiter und Züchter aus Hörup und vor zwei Jahren selbst am Start in dieser Prüfung.

Zu einer „runden Sache“, wie Turnier-Initiator Peter Rathmann es nennt, machte die Baltic Horse Show am Freitag der hochkarätige Show-Teil mit Alizée Froment. Die Französin zeigte anspruchsvolle Grand-Prix-Lektionen, nur mit dem Halsring geritten.

BALTIC HORSE SHOW 2016 - Ein Blick hinter die Kulissen

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