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Was für ein furioser Auftakt für Team „Kropp II“

Champ Mannschafts-Trophy Was für ein furioser Auftakt für Team „Kropp II“

Zwei Hufbeschlagschmiede als Coaches, ein Geschwister-Doppel als Reiter, eine starke Saison, dann ein verletzungsbedingter Ausfall, die Sache mit den Nerven und zu guter Letzt ein ehrenhaftes Ergebnis: Das ist die Premierenbilanz für Team „Kropp II“ in der Champ Mannschafts-Trophy 2016.

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Zwei Hufbeschlagsschmiede, zwei Väter von je zwei reitenden Töchtern und die Coaches von Team Kropp II: Dirk Günther (li.) und Holger Lüchau mit ihren selbst entworfenen Team-T-Shirts.

Quelle: jem

Kropp. Der „erfolgreichste Neueinsteiger“ der Springserie auf A**-Niveau feierte mit drei Qualifikationssiegen und einem dritten Platz im Gesamtranking einen furiosen Auftakt des Mannschaftswettbewerbs.

Für den Reitverein Kropp war die Springserie mit sechs Stationen nördlich und südlich des Kanals, in der 23 Teams angetreten sind und sich die besten Acht für das Finale in Felm qualifizierten, sowohl wirksame Werbung als auch hochmotivierende Herausforderung. Zumal der Verein für seine Trophy-Premiere gleich zwei Mannschaften zu je sechs Reitern entsandte und beide ins Finale einzogen. Das andere Team, „Kropp I“, wurde von Stefanie Heyden gecoacht, die mit C’est la Vie auch selbst startete. „Das Ganze ist unglaublich aufregend“, gab die zweite Vereinsvorsitzende zwischen den beiden entscheidenden Umläufen zu. „Man fiebert extrem mit und will sich vorne platzieren.“

 Kropp I war am Sonntag von Rankingplatz drei ins Finale auf dem Felmer Reitturnier gestartet, rutschte nach einigen missglückten Runden auf dem Rasen und einem siebten Rang in der entscheidenden Prüfung auf Gesamtrang sechs ab. „Für einen ersten Start in der Serie ein super Ergebnis“, tröstete der Serien-Initiator, der Felmer Turnierchef und Felms Mannschafts-Führer Thomas Stahl. Er muss es wissen – sein Team hat in unterschiedlicher Besetzung seit Serienbeginn um den Sieg gerungen und ihn nach sieben Saisons 2016 endlich erreicht.

 Kein Grund also für Enttäuschung. Erst recht nicht bei „Kropp II“, die im Finale ebenfalls an Boden verloren und dieses Mal nicht wie zuvor mit „Null-Runden“, dafür aber in ihren türkisfarbenen T-Shirts auf sich aufmerksam machten. Diese wurden von Holger Lüchau entworfen. Der Hufschmied aus Dannewerk, Vater von Joana (23) und Judith (26), die Gala’s Leandro und Up to Date ritten, coachte die Mannschaft zusammen mit Beschlags-Kollege Dirk Günther. Der ist Vater von Isabel (13) und Ann-Sophie (15). Die Schwestern komplettierten die „Final-Four“ zum Geschwister-Doppel und ritten Lilly und Mister Monk. Außerdem zählten noch Wenke Bigenk und Axel Hein zum Team. Beide starteten nicht im Finale, ritten dafür von Anfang an, während Lüchaus in der zweiten Station einstiegen. „Wir haben unsere stärksten Reiter für das Finale gesetzt, Wenke konnte nicht antreten, sie fiel wegen eines Kieferbruchs aus“, so Dirk Günther, der selbst bis zur Klasse M geritten ist und sich schon als Ersatzreiter sah. „Zur Not hätte ich das gemacht.“

 Doch dieser Einsatz wurde nicht nötig. Alle Hände voll zu tun hatte das Duo dennoch. Holger Lüchau: „Ich bin froh, dass wir zu zweit waren, denn im Finale ist quasi ständig einer aus dem eigenen Team dran. Du weißt gar nicht, wo du zuerst gucken sollst – was die Mitbewerber im Parcours machen oder beim Abreiten.“ Mit zwei Augenpaaren haben die Männer das Problem gelöst, während die zweimal zwei Töchter nach fünf vorangegangenen Qualifikationen in Felm von der Poleposition aus gestartet sind. „Dann hatten wir echte Probleme mit den Nerven und uns fehlte das berühmte Quäntchen Glück“, gab Dirk Günther zu, der mit seinen Töchtern zum Finale aus dem Föhr-Urlaub angereist war. „Das war Ehrensache. Wir sind noch einmal vorher geritten und dann ging es los.“

 Trotz des eindrucksvollen Erfolges kommen andere Mannschafts-Wettbewerbe, wie der Abteilungswettkampf beim Landesreitturnier, für die Kropper, so Dirk Günther, nicht in Frage: „Wir sind eher ein Springstall. Für den Abteilungswettkampf mit verschiedenen Disziplinen fehlen uns die Dressur- und die Vielseitigkeitsreiter.“ Im kommenden Jahr wollen sie bei der Champ-Trophy daher wieder dabei sein, zumal sich der Einsatz gelohnt hat – für Platz drei gab es 200 Euro für die Vereinskasse, einen Satz Pferdedecken und Karten für das Kieler Reitturnier Baltic Horse Show im Oktober. Nicht schlecht für eine Premiere.

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