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Teams träumen vom Finale in Felm

Champ-Mannschafts-Trophy in Eutin Teams träumen vom Finale in Felm

Auf manche Standards ist Verlass – sie sind geschätzte Tradition in der Reiter-Szene geworden. Das gilt noch (mindestens) für 2017/18 für die Champ-Mannschafts-Trophy, die Ende April in Eutin in ihre neunte Saison startet. Bis dahin hat der Sponsor – Champ Pferdefutter – zugesagt. Anmeldeschluss ist der 11. April.

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Wir wollen den Nachwuchs mit den älteren, erfahrenen Reitern zusammenbringen: Thomas Stahl, Initiator der Turnierserie.

Quelle: hfr

Felm. Teams mit bis zu sechs Reitern (jeweils vier dürfen pro Station antreten) absolvieren idealerweise alle fünf Qualifikationen dies- und jenseits des Kanals, denn am Ende steht ein furioses Finale in Felm, das nur die punktbesten Acht erreichen. Geritten wird auf A**-Niveau, und das sollten die Reiter „sicher beherrschen“, wie Serien-Initiator Thomas Stahl (Felm) und einer „seiner“ erfahrenen Parcourschefs, Henry Utech (Hamburg), empfehlen. Denn geschenkt wird den Teams nichts, in mancher Qualifikation steckt der Teufel im Detail, und die Stangen liegen schnell am Boden. „Hier musst du solide im Sattel sitzen, sonst hat das Team keine Chance“, wird Utech nicht müde zu warnen. „Das Niveau hat sich stetig verbessert“, relativiert Stahl.

 Sechs Anmeldungen hat er derzeit, doch er bleibt gelassen: „Die Saison fängt erst an. Viele Vereine warten die ersten Starts ihrer Mitglieder ab, bevor sie die Mannschaften aufstellen.“ Mit 24 angemeldeten Teams wurde im Vorjahr immerhin eine „Rekordresonanz“ erreicht, so der Initiator. Kein Wunder, in Norddeutschland gibt es nichts Vergleichbares. „Früher gab es viele Mannschaftswettbewerbe im Land, das Vereinsleben wurde groß geschrieben.“ Heute hingegen seien die Turnierveranstalter „schon froh, wenn in Mannschaftsprüfungen vier bis fünf Teams“ an den Start gingen, sagt der Serien-Chef, der die Vereinsidee wiederbeleben will: „Wir wollen den Nachwuchs mit den älteren, erfahrenen Reitern zusammenbringen, damit sie ein Team bilden und sich austauschen. Das hat bisher gut funktioniert.“ Der Grund: „Anders als bei Einzelturnieren oder zusammengewürfelten Mannschaften kennen sich die Teammitglieder recht gut, trainieren gemeinsam. Sie werden außerdem von Fans aus dem eigenen Verein unterstützt und wetteifern die Saison über für ein gemeinsames Ziel.“

 Die 30-jährige Janet Maas (Fockbek), Berufsreiterin auf Gestüt Heitholm (Kiel), ist beispielsweise von Anfang an dabei. Sie ritt bisher für Felm, im Vorjahr mit My Chance, als „ihr“ Team mit Anne Uppendahl auf Ratina, Sarah Reschke auf Enzo und Frederike Sawade auf Coraco das Finale und die Serie gewannen. Diese Saison reitet Maas allerdings für ihren „eigenen“ Verein, Pferdesportgemeinschaft nach Maas. „Einfach toll“, hatte sie 2016 nach ihrem Sieg gejubelt. Mal sehen, ob das 2017 – im neuen Team – wieder so sein wird.

 Mit 30 Lenzen lag Maas altersmäßig zuvor gut in der Mitte, laut Stahl sinke der Altersdurchschnitt jedoch – auch wenn das Konzept offiziell keine Altersgrenze zieht. „Viele der älteren Reiter sind beruflich stark eingespannt, so dass sie sich nicht über die gesamte Saison binden möchten, oder sie reiten in höheren Leistungsklassen.“ Stattdessen drängen viele junge Reiter in die Teams. Apropos Alter: Stahl selbst ist 54 und will die Serie längstens bis zu seinem 60. Geburtstag betreuen. Bis zur 10. Trophy-Tour ist wie gesagt Champ als Sponsor dabei. „Danach müssen wir weitersehen.“ Er selbst wird das auch. Nach einem geeigneten Nachfolger.

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