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Golden West verteidigt Titel bei vierjährigen Reitponys

DKB-Bundeschampionat Golden West verteidigt Titel bei vierjährigen Reitponys

Er ist ein Wiederholungstäter: Der vierjährige westfälisch gezogene Reitponyhengst Golden West v. Hesselteich’s Golden Dream-FS Golden Moonlight (Z.: Bianca Weidner, B.: Melissa Rose Mulchahey) wurde nach seinem Vorjahressieg bei den dreijährigen Reitponys erneut Bundeschampion mit Reiterin Wibke Hartmann-Stommel. Und wieder entschied die bessere Testreiternote über den Sieg des Cremello-Hengste bei den DKB-Bundeschampionaten. Silber und Bronze gingen an den westfälischen Reitponyhengst Drei D AT v. Dance Star AT-Dreamdancer und Ceylon E WE v. Cyriac-Viktoria’s Colano aus dem Zuchtgebiet Weser-Ems.

Warendorf. „Wir sehen hier einen Hengst in seltener Farbe, der wirkt wie aus einer Porzellanmanufaktur modelliert. Er ist sehr gut bemuskelt, zeigt eine natürliche Erhabenheit und geht in schöner Selbsthaltung bei sehr williger Annahme der Reiterhilfen“, kommentierte Dr. Martin Plewa die Noten der Richter-Jury. Viermal zogen Peter Mannheims, Reinhard Richenhagen und Johann-Speth die 8,5 für den Titelverteidiger. Lediglich für den „fleißigen, taktsicheren und absolut geregelten Schritt“ gab es die 8,0, was in der Endabrechnung 61,5 Punkte bedeutete. „Das war dieses Jahr wieder ganz schön spannend“, war Reiterin Wibke Hartmann-Stommel erleichtert über den extrem knappen Ausgang des Duells mit dem Silbermedaillen-Gewinner Drei D AT. Einen halben Punkt mehr (19,5) vergaben die beiden Testreiterinnen Nadine Plaster (Ganderkesee) und Anja Wilimzig (Warendorf) für den rittigen Hingucker, der mit seinem elastischen Bergaufgalopp das Publikum besonders begeistern konnte. In der Qualifikation am Freitag rangierte Golden West noch mit 8,6 Punkten hinter seinem Konkurrenten aus dem westfälischen Zuchtverband Drei D AT (8,8). „Innerhalb des letzten Jahres ist Golden West noch erwachsener geworden und hat körperlich zugelegt. Bis auf eine kurze Deckperiode stand er komplett bei mir. Rittigkeit und Charakter sind beim ihm einfach nach wie vor hundertprozentig“, strahlte seine Reiterin.
Das Nachsehen hatte der bildschöne Dunkelfuchshengst Drei D AT aus der Zucht und im Besitz von Adolf-Theo Schurf mit Reiterin Jaqueline Schurf, der im Vorjahr in der Konkurrenz der dreijährigen Reitponyhengste Bronze holte. „Hier stellt sich ein Modellathlet vor, der durch und durch Hengst ist mit hervorragender Oberlinie und tollen Proportionen. Wir sehen hier ein bedeutendes Sportpferd mit einem kaum zu überbietenden, sehr geregelten Schritt“, urteilten die Richter über den ausdrucksstarken Ponyhengst, der mit einer der Testreiterinnen allerdings einmal kurz mit einem beherzten Satz über die Viereckabgrenzung den Platz verließ. Trotzdem fühlen sich beide Damen so wohl in seinem Sattel, dass sie 19 Punkte vergaben. Die Tages-Höchstnote in der Reitpony-Konkurrenz der Hengste heimste er für den Schritt ein (9,5). Auch er kam auf 61,5 Punkte.
Bronze ging an den dunkelbraunen in Weser-Ems gezogenen Ceylon E WE v. Cyriac-Viktoria’s Colano (Züchter: August Eilers, Besitzer: Emma Eilers). Anna-Lisa Theile, die mit ihm in der Qualifikation noch auf Rang vier gelegen hatte, schaffte am Sonntagmorgen noch den Sprung ins Finale Teil B. „Ein Pony mit sehr guten Proportionen, das sich in stets vorbildlicher Anlehnung präsentiert“, befanden die Richter und spendierten vier mal die 8,5 für Exterieur, Trab, Galopp und die Ausbildung. Das Nachsehen hatte der holsteinisch gezogene Steendiek’s Corlandos v. FS Chambertin-Nordstar (Züchter und Besitzer: Peter Böge), der in der Qualifikation noch Dritter war (8,4) und mit Reiterin Antonia Holtmann am Ende auf den fünften Platz rutschte (8,0).
Vierjährige Reitponys (Stuten und Wallache)
Wenke Kraus konnte in der Konkurrenz der vierjährigen Reitponys (Stuten und Wallache) gleich zwei Ponys in die Medaillenränge steuern. Mit der neuen Bundeschampionesse Tackmann’s Baiser v. FS Golden Highlight-Barrichello aus der Zucht  und im Besitz der Familie Tackmann holte sie im Vorjahr bei den dreijährigen Reitponys Bronze – dieses Jahr wurde die Leistung der holsteinisch gezogenen Stute im Reitponyviereck vergoldet. Die Bereiterin der Familie Tackmann stellte mit dem Palomino Wallach Tackmann’s Hochgenuss v. Highway-Llanarth Fire Flyer (Züchter: Kerstin Hansen-Baig, Besitzer: Familie Tackmann) auch noch den Vize-Bundeschampion. Dritte wurde die westfälisch gezogene Stute Daddy’s Chanel v. FS Daddy Cool-Chantre B (Züchter: Reiner Bockholt), die von Reiterin und Besitzerin Lisa Albers vorgestellt wurde.
„Tackmann’s Baiser kann schon eine echte Diva sein. Aber sie hat sich super gesteigert. Nach Bronze im Vorjahr wurde sie auch Landeschampionesse und heute dann Bundeschampionesse“, berichtet Reiterin Wenke Kraus über die FS Golden Highlight Tochter, die in der Qualifikation mit einem achten Platz (7,8), gerade so in der Finale gerutscht war und nun das Feld von hinten aufgerollt hatte. „Ein Pony in großem Zuschnitt, das seinen Rahmen gut ausfüllt und mit leichtem Genick ausgestattet ist. Unter dem Reiter präsentiert es sich mit einer guten Dehnungsbereitschaft und insgesamt schon sehr geschlossen“, waren sich die Richter in ihrem Urteil einig. Sie vergaben vier Mal die 8,5 und entschieden sich im Trab für die 8,0. Dazu addierten sich 17,5 Punkte von den Testreitern (59,5 Punkte). Ein noch viel außergewöhnlicherer Erfolg war allerdings für Wenke Kraus die Leistung ihres „Silber-Ponys“ Tackmann’s Hochgenuss. „Der Wallach kam erst vor acht Wochen als unreitbar in unseren Stall. Er wurde vorher wegen seines Sattelzwangs noch nie geritten. Ich habe ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufgebaut und war anfangs dreimal täglich einfach nur mit ihm spazieren. Vor zwei Wochen ging der das erste Turnier in seinem Leben und bekam gleich eine 9,0. Eigentlich sollte er gar nicht mit nach Warendorf, denn er kennt ja bisher nichts. Außer mir hatte noch jemand auf dem Pony gesessen“, strahlte die Ausbilderin und konnte es kaum fassen, dass der sehr brave und rittige Wallach hier auf ganzer Linie überzeugen konnte. „Ein sehr harmonisch konstruiertes Pony mit guter Halsung und einer bedeutenden Schulter und deutlich bergauf gesprungenem Galopp, das sich immer in der gewünschten Anlehnung präsentiert“, so der Richterspruch. Mit der Testreiternote von 17,5 kam er auf 59 Punkte.
Die Siegerin in der Qualifikation (8,3), die FS Daddy Cool-Tochter Daddy’s Chanel, gewann am Ende Bronze für Westfalen. „Ein Pony mit vorzüglicher Halsung in bildschönem Stutentyp, das sich sehr ausbalanciert und bergauf im Galopp zeigt und viel Übertritt im Schritt hat.“ Ihre Höhepunkte waren der Galopp, der Schritt und das Gebäude (8,5). Nicht in das Geschehen eingreifen konnte die Vorjahres-Bundeschampionesse Tropensonne v. Totilas-Top Non Stop, die in der Qualifikation noch auf Platz zwei rangierte (Platz sechs, 7,9) und die Silbermedaillen-Gewinnerin 2014, FS Daddy’s Starlight v. FS Don’t Worry (Platz sieben, 7,8). FN/ Tina Pantel

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