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D-Day AT und Timberlake SH triumphieren

DKB-Bundeschampionat: D-Day AT und Timberlake SH triumphieren

Bereits am frühen Morgen des Finalsonntags haben die Dressurponys das Viereck bei den DKB-Bundeschampionaten erobert. Dabei gingen zwei Gold- und eine Silbermedaille an das Zuchtgebiet Westfalen. „Bemerkenswert hoch war die Qualität bei den fünfjährigen Ponys“, sagte Cornelia Endres, Bundestrainerin der Ponydressurreiter. „Aber auch bei den Sechsjährigen haben wir gut gerittene Ponys gesehen, die vor allem von Kindern leicht zu handeln sind, was uns sehr wichtig ist.“

Warendorf. Im jüngeren Jahrgang war es der Hengst D-Day AT aus der Zucht und im Besitz von Adolf-Theo Schurf (Bedburg), der Zuschauer und Richter verzückte. Der braune Westfale von Dance Star AT aus einer Notre Beau-Mutter legte die Messlatte von Beginn an unerreichbar hoch. Zoe Gilbers (Issum) präsentierte den Hengst und erntete dafür viel Lob von den Richtern. „Du hast das Pony auf eine ganz tolle Weise vorgestellt“, sagte Kommentator Christoph Hess. „Das war wirklich eine super Runde.“ Für den Trab erhielt Dance Star AT die Note 8,5. Die Begründung: „Das Pony fußt gut ab und kommt sehr schön zum Schwingen, das ist genau so, wie man es als Richter und Ausbilder sehen möchte“, erklärte Hess. Etwas mehr Dehnung hätte sich die Jury im Schritt gewünscht, dennoch gab es dafür eine 8,0, genauso wie für den Galopp, der schön nach oben gesprungen war. „Außerdem war das Pony wunderbar gehorsam, deshalb gibt es für die Durchlässigkeit eine 8,5.“ Diese Wertung bekam der Hengst ebenfalls für den Gesamteindruck, das bedeutete eine Endnote von 8,3.

Ganz knapp dahinter lag mit der Gesamtnote 8,2 auf dem Silberrang der Rheinländer FS Dorian Gray im Besitz der Hengststation Wilbers/Stücker (Weeze) aus der Zucht von Karl Dercks (Kranenburg). Der Hengst von FS Don’t Worry-FS Cocky Dundee, den Alissa Horz (Weeze) vorstellte, überzeugte vor allem mit seinem Schritt, für den er die Tageshöchstnote 9,0 erhielt.

Die Bronzemedaille teilten sich mit der Note 7,9 zwei Ponys. Das war zum einen der Wallach Carleo Go WE v. Constantin-Weltmeyer aus der Zucht von Maria Brocks (Ahaus) und im Besitz des Hofs am Eifgen (Wermelskirchen). Im Sattel von Carleo Go WE, der aus dem Zuchtgebiet Weser-Ems stammt, saß Paulina Holzknecht (Solingen), EM-Dritte der Junioren. Ebenfalls auf Rang drei lag ein Hengst aus dem Zuchtverband für Deutsche Pferde. Den Rappen Tiger Hill v. Top Anthony II-Sandro Song stellte die deutsche Pony-Dressur-Meisterin Maike Mende (Nordwalde) vor. Für die Siebzehnjährige, die am Sonntag im Dauereinsatz war und zwei fünfjährige und zwei sechsjährige Ponys vorstellte, sollte dieser Tag noch einen krönenden Abschluss finden.

Triple für Timberlake SH

Denn bei den sechsjährigen Ponys gewann Mende mit dem Westfalen-Hengst Timberlake SH die Goldmedaille. Der Fuchs von Timberland aus einer Top Karetino-Mutter steht im Besitz von Sabina Hübner (Löhne). Züchter ist die Zuchtgemeinschaft Karl Heinz und Gaby Sander (Lüdinghausen). „Das Pony überzeugt in allen drei Grundgangarten. Auch wenn es in der Rittigkeit vielleicht etwas zäh erschien, hat es seine Aufgaben gut erfüllt“, lautete das Urteil von Christoph Hess. Die Noten lagen allesamt im Achterbereich: Für Schritt, Trab und Gesamteindruck gab es die 8,5, für Galopp und Durchlässigkeit eine 8,0, womit die Siegernote von 8,3 feststand.

„Das ist in diesem Jahr das Triple für Timberlake und Maike hat ihn ganz toll vorgestellt“, freute sich Besitzerin Sabina Hübner. Der Hengst gewann in diesem Jahr bereits den Titel des Westfalenchampions und siegte im August bei der Premiere des International Dressage Cup for Young Ponys in Verden. Wie bereits dort reihte sich am Sonntag erneut der Hengst Del Estero auf dem Silberrang ein, der auch schon im vergangenen Jahr Vize-Bundeschampion der fünfjährigen Dressurponys war. Der dunkelbraune Westfale von Dance Star AT-Marsvogel xx im Besitz von Danica Duen (Bad Oeynhausen) und aus der Zucht von Antonius Sternschulte (Welver) kam lediglich im Trab unter die Note 8,0. Die Richtergruppe um Hans-Peter Schmitz, der anschließend in den Ruhestand verabschiedet wurde, legte sich auf eine 7,0 fest, denn sie hatte sich noch etwas mehr Schwung und weniger Eile gewünscht. Eine 8,5 gab es für Schritt, Galopp und Durchlässigkeit sowie eine 8,0 für den Gesamteindruck.

Ein Sonderlob für ihr feines Reiten holte sich Sophie Duprée (Stedebergen) ab, die Del Estero vorgestellt hatte. „Das war ein toller Ritt, das Pony hatte immer eine leichte Anlehnung“, lobte Christoph Hess. Sowohl Mende als auch Duprée durften sich bei den Siegerehrungen über den Tierschutzpreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) freuen.

Den dritten Rang bei den sechsjährigen Ponys belegte Churschill E WE aus dem Verband Weser-Ems, der sich als Sieger des kleinen Finals am Samstag für die Endrunde qualifiziert hatte. Im Sattel saß Marlen Schramm (Cloppenburg), die den Auftritt ihres Ponys mit einem einem einzigen Wort beschrieb: „Geil!“. Einen gleichmäßigen Trab (8,0) und einen bombensicheren Schritt (8,5) bescheinigten die Richter dem Hengst von FS Chicago-Viktoria’s Colano aus der Zucht von August Ellers (Emstek) und dem Besitz von Emma Ellers. Der Galopp war der Jury eine 7,5 wert, die Note für Durchlässigkeit und Gesamteindruck lag bei 8,0, das bedeutete ein Endergebnis von 8,0.

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