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Premiere für die Quarter Horses

DQHA-Turnier Premiere für die Quarter Horses

„Westernreiten ist relativ einfach zu lernen, Erfolge stellen sich schnell ein und es ist eine entspannte Art des Reitens.“ Helga Hommel, Schleswig-Holstein-Präsidentin der Deutschen Quarter Horse Association (DQHA), weiß, warum die Disziplin boomt und „Stars“ wie Rennfahrer-Familie Schumacher oder Verleger wie Springers in den Cowboysattel steigen.

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Helga Hommel aus Henstedt-Ulzburg ist die Präsidentin der Deutschen Quarter Horse Association (DQHA) in Schleswig-Holstein und einzige Richterin im Norden für die DQHA-Prüfungen.

Quelle: Jessica Bunjes

Henstedt-Ulzburg. Beim ersten DQHA-Turnier im Land in Gottesgabe (bei Lütjenburg) sammelte die Trainerin Punkte für die WM im November in Oklahoma City/USA.

 Hommel ist Europameisterin im „Ranchhorse Pleasure Open“ und mehrfache Landesmeisterin unter anderem im „Senior Trail“, „Ranch-Pleasure“ und „Green Western Pleasure“. „Das Ranch Riding ist anspruchsvoll, weil es Manöver wie Spins, Galoppwechsel und Stopps verlangt“, unterstreicht Hommel. Mit anderen Worten: Die Richter schauen, wen sie für ihre eigene Farm einstellen würden – wenn sie denn eine hätten. Für das perfekte Handling dieser Cowboy-Disziplin ist eine Menge Training oder ein gut ausgebildetes Westernpferd mit entsprechendem Körperbau erforderlich: Die DQHA verlangt für ihre Prüfungen ausschließlich Quarter-Horses.

 Hommel hat sechs davon und eine Handvoll Schüler mit zum bisher einzigen DQHA-Turnier auf der „Galloway-Star-Ranch“ in Gottesgabe mitgenommen. Hier waren die Fans der Quarter Horses fast unter sich, 45 kamen aus dem Land, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark. Einige wenige waren aus dem Rest der Republik angereist. In vier Wettbewerben – Ranch Riding, Reining und in den Rinder-Disziplinen Cutting und Working Cow Horse – gab es als Bonus WM-Punkte für die besten Teilnehmer. Zwei weitere Prüfungen waren für Reiter mit anderen Pferden als Quarter Horses offen: Ranch Riding und Reining. Die DQHA-Prüfung, Open Ranch Riding Level 1 (höchstes Level in dieser Klasse), gewann Ann-Christin Meineke mit Miss Genuine Jet. Die Oldenburgerin preschte an der Ostsee zu Rekorden, erreichte den höchsten Score der Veranstaltung: 71,5. Hinter ihr platzierte sich Helga Hommel mit Gators Angeleyes (68,5 Punkte).

 Angelika von Rosenzweig kam extra aus München, wurde mit Pokerface Escapes BB belohnt und zweite in der Klasse Working Cow Horse. Die Studentin Vivienne Wähler, die sich mit Reitunterricht, Zeitungsaustragen und Kellnern Geld für ihr Hobby verdient, reiste aus Greifswald an und fuhr Stunden mit dem Pferdetrailer. Sie ritt Appaloosa-Mix Dori Daylight und durfte nur in den „offenen“ Prüfungen starten, wurde dort immerhin zweite in ihrer ersten Reining-Prüfung. „Macht Spaß, hat sich gelohnt.“

 Helga Hommels Domizil ist dichter dran, die „Pleasure Hill Ranch“ in Henstedt-Ulzburg, wo sie rund 30 Pferde beherbergt und Ross und Reiter trainiert, darunter Prominente wie Ariane Springer, eine der Töchter von Rosemarie Springer und Enkelin von Verleger Axel Springer. Ariane Springer gehört auch die Quarter Stute Gators Angeleyes, die mit Carlotta Springer in der Jugendklasse „Youth Ranch Riding“ auf den zweiten Platz gelangte.

 Hommel ist einzige Richterin in Schleswig-Holstein für die speziellen DQHA-Prüfungen. Das macht sie exklusiv: Nur alle zwei Jahre werden in ganz Europa lediglich drei Richter ausgebildet, die vom amerikanischen Mutterverband „American Quarter Horse Association“ (AQHA) anerkannt werden. „Die Ausbildung ist aufwendig, daher gibt es nur wenige Richter in Deutschland und in Folge nur wenige Turniere, die von der AQHA anerkannt werden.“ Da sie beim einzigen AQHA-akzeptierten Turnier in Schleswig-Holstein selbst in den Sattel stieg, durfte sie nicht richten. Das übernahm Susanne Haug aus Stuttgart. Sie vergab WM-Punkte an Meinecke und auch Hommel sammelte Zähler, aber für die Norddeutsche ist das nur schmückendes Beiwerk: „Die Punkte für eine Zulassung zum Turnierstart in den USA zusammenzubekommen, ist eine Auszeichnung. Die Reise dorthin lohnt nicht – „zu aufwendig und zu wenig Chancen am Ende“. Die amerikanischen Quarter nämlich haben das gewisse Extra in ihrer Paradedisziplin. Doch in Deutschland ist das Westernreiten auch ohne Farmen einfach eine schöne Passion.

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