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Casting für den Reitnachwuchs

Das „Holsteiner Schaufenster“ Casting für den Reitnachwuchs

Reitsportförderung hat sich das „Holsteiner Schaufenster“ zur Aufgabe gemacht. Dietrich Lindenau aus Eckernförde hat den Verein mit gegründet, der aus dem 2002 ins Leben gerufenen Förderclub für das CSI Altenhof entstand, das 2010 einschlief.

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Auch „Jungs im Sattel“ genießen die Förderung des „Holsteiner Schaufensters“: Hier der elfjährige Henry Jarck auf Selma (Sieger A**-Springen CSI Neustadt-Dosse).

Quelle: Stefan Lafrentz

Eckernförde. Das „HS“ unterstützt den Springsport – zunächst auf dem Erwachsenensektor, seit drei Jahren im Jugendbereich.

 Vergangenes Wochenende startete das Projekt in Wedel mit 60 Startern in eine weitere Saison. „Zuerst war das Holsteiner Schaufenster Plattform für Nachwuchspferde und Reiter im schweren Bereich. Aber die Resonanz war nicht so groß wie gewünscht“, erzählt Lindenau. Grund für das „Aus“ der S-Serie waren höher dotierte und bessere Startmöglichkeiten im Land und darüber hinaus – die Springreiter ritten woanders.

 Von der Start-Unlust der Profis profitiert der Nachwuchs: Zwei Turnierserien mit je vier Stationen, für Ponys auf A- und im Jugendbereich auf L-Niveau, schreibt das HS im dritten Jahr für junge Talente aus. Das trifft den Bedarf. „Wir bieten jugendlichen Reitern auf guten Turnieren Begleitung an und vermitteln ihnen Werte wie Fairness, Regelbewusstsein sowie den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd“, erläutert Lindenau, Vorsitzender des Fördervereins. Der 66-Jährige hielt 33 Jahre lang die Zügel des CSI Altenhof in Händen.

 Zum Konzept gehören Parcoursbegehungen mit erfahrenen Trainern wie Ulrike Pöhls aus Neumünster, Deutsche Meisterin 1998. Sogar Carsten-Otto Nagel (Norderstedt), zweimaliger Derbysieger und Mannschaftsweltmeister, schritt schon die Hindernisse mit dem Nachwuchs ab. „Unser Engagement setzt auf drei Ebenen an“, erklärt Lindenau, der bei jeder Qualifikation vor Ort ist. „Erstens wollen wir viele Jugendliche erreichen und die Kommunikation verbessern.“ Zweitens solle der Leistungsdurchschnitt erhöht und Talenten der sportliche Karriereweg geebnet werden. Lindenau: „Drittens möchten wir Eltern, die selbst nicht aus dem Reitsport kommen, an die Hand nehmen.“

 Die Ponyförderung richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Pro Turnier stehen ein Stilspringen der Klasse A (Einlaufprüfung) und ein A**-Springen mit Stechen auf dem Programm. Angeklingelt wurde am vergangenen Wochenende beim Pfingstturnier in Wedel. Es folgen Süderbrarup, Behrendorf und das Landes-Ponyturnier in Bad Segeberg. Die besten 14 des Rankings qualifizieren sich für das CSI Neustadt-Dosse im Januar. Dort messen sich die Nordlichter mit 14 Reitern der Pony-Casting-Förderung aus Berlin-Brandenburg.

 Die Jugendförderung wurde, so Lindenau, „zur Unterstützung beim Wechsel auf das Großpferd und zur Betreuung auch auf höherem Leistungsniveau“ ins Leben gerufen. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Auf den Stationen in Wedel, Süderbrarup, Bilsen und Behrendorf müssen jeweils ein L-Stil- und ein L-Springen mit Stechen gemeistert werden. Die besten Acht beider Serien werden in Trainingslehrgängen weiter gefördert.

 Henry Jarck (Lamstedt) war in der vergangenen Saison als Elfjähriger erstmals dabei und rutschte gleich mit ins Starterfeld des internationalen Springturniers in Neustadt-Dosse. Dort gewann er mit Pony Selma das A**-Springen: „Ich war super aufgeregt, und als ich gewonnen habe, richtig, richtig glücklich.“ Auch diesmal sind die beiden am Start. „So eine Turnierserie ist echt cool“, findet er und plant: „Ich werde versuchen, mich wieder für Neustadt-Dosse zu qualifizieren.“ In Wedel wurde das Paar im A**-Springen Zweiter.

 Jonte Hansen (Olderup) war 2014 mit Melvin in der Ponyförderung und in Neustadt-Dosse Sieger im A*-Stilspringen. Er wechselte mit Holsteiner Stute Bouquet K jetzt in die Jugendförderung. „Es ist schön, dass man auch mal über mehrere Turniere gut sein muss, um etwas zu erreichen“, sagt er. Seit drei Monaten reitet der inzwischen 15-Jährige die sechsjährige Stute, mit der er in Wedel für das L-Springen sattelte. Lindenau: „Es fing gut an, so kann es weitergehen.“

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