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Deutsche Vielseitigkeitsreiter führen nach Dressur

Rio 2016 Deutsche Vielseitigkeitsreiter führen nach Dressur

Das deutsche Vielseitigkeitsteam liegt nach der ersten von drei Teilprüfungen in Führung. Vor dem Geländeritt trennt sie allerdings nur ein hauchdünner Vorsprung von der Mannschaft aus Frankreich.

Rio de Janeiro. „Die Teams liegen ganz eng zusammen. Es bleibt irre spannend, aber so soll es ja auch sein. Im Gelände beginnt morgen im Grunde alles bei Null“, zog Bundestrainer Hans Melzer sein Fazit nach der Dressur. „Dass wir trotz der kleinen Schnitzer in der Dressur vorne liegen, ist allerdings psychologisch gesehen ganz wichtig.“ So waren am ersten Dressur-Tag sowohl der Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Opgun Louvo als auch Michael Jung (Horb) mit Sam FBW kleine Patzer in der Galopptour unterlaufen. Auch Olympia-Neuling Julia Krajewski (Warendorf), die mit Samourai du Thot als dritte Teamreiterin aufs Viereck ging, konnte ihr Ziel nicht ganz erreichen.

„Die Atmosphäre war schon beeindruckend, die Musik sehr laut. ‚Sam‘ hat sich am Anfang vor der Kamera erschrocken, daher der kleine Fehler zu Beginn. Ansonsten kam ich aber gut zum Reiten“, sagt Julia Krajewski. „Er ist halt kein richtiges Dressurpferd, seine Stärke ist das Springen.“ Es bleibt beim Ergebnis von 44,8. „Ein Ergebnis unter 40 wäre ein Traum gewesen.“ Erst Schlussreiterin Ingrid Klimke (Münster), die in Rio ihre fünften Olympischen Spiele bestreitet, gelang es mit Hale-Bob OLD, unterhalb der magischen 40er-Marke zu bleiben. Sie beendete ihren Ritt mit 39,5 Minuspunkten. Exakt so viel, um dem deutschen Team mit 122,0 Minuspunkten einen Vorsprung von 0,2 Minuspunkten vor Frankreich zu sichern. Auf dem dritten Platz vor dem Geländeritt rangiert im Zwischenstand das Team aus Australien mit 126,4 Minuspunkten.

In der Einzelwertung gibt mit 37,0 Minuspunkten weiter der seit Jahren erfolgreiche Brite William Fox-Pitt mit dem Hengst Chilli Morning den Ton an und ist damit seiner Hoffnung auf den ersten Einzeltitel ein Stück näher gerückt. Auch der Australier Christopher Burton mit Santano II konnte seine Position erhalten und bleibt mit 37,6 auf Platz zwei. An die beiden anschließen konnte heute der französische Olympia-Newcomer Mathieu Lemoine mit Bart L- Er rangiert mit 39,2 Minuspunkten vor Klimke und Jung auf dem dritten Platz.

 

Zwischenstand Vielseitigkeit nach Dressur:

Einzelwertung

1. William Fox-Pitt/GBR mit Chilli Morning; 37,0

2. Christopher Burton/AUS mit Santano II; 37,6

3. Mathieu Lemoine/FRA mit Bart L; 39,2

4. Ingrid Klimke/GER mit Hale-Bob OLD, 39,5

5. Michael Jung/GER mit Sam FBW; 40,9

6. Thibaut Valette/FRA mit Qing du Briot; 41,0

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8. Sandra Auffarth/GER mit Ogpun Louvo; 41,6

..

18. Julia Krajewski/GER mit Samourai du Thot; 44,8

Mannschaftswertung:

1. Deutschland; 122.0

2. Frankreich; 122.2

3. Australien; 126.4

4. Großbritannien; 127.7

5. Irland; Ireland; 135.6

6. Neuseeland; 137.5

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