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Das Besondere unter den Besonderen

Deutsches Spring- und Dressurderby Das Besondere unter den Besonderen

Wenn sich auch jedes Turnier auf die Fahne schreibt, ein ganz besonderes zu sein, so hat das Deutsche Spring- und Dressurderby in mancherlei Hinsicht ein Anrecht auf den Titel „Besonderes unter den Besonderen“. In diesem Jahr wird die Traditionsveranstaltung in Klein Flottbek um einen Tag verlängert.

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Überraschungssieger: Christian Glienewinkel hatten die Experten im Vorjahr überhaupt nicht auf der Rechnung.

Quelle: Stefan Lafrentz

Hamburg. Sie könnte vom 4. bis zum 8. Mai die magische Hunderttausender-Besuchergrenze sprengen.

Für Albert Darboven ist das Derby 2016 besonders besonders – feiert der hanseatische Kaffeekönig doch dieses Jahr seinen 80. Geburtstag, 150. Firmenjubiläum und präsentiert das Mega-Event mit seiner Firma J.J. Darboven zum dritten Mal. Fünf volle Tage internationalen Reitsport, mit dem Herzstück 87. Deutsches Spring-Derby über den ältesten und schwierigsten Parcours der Welt, erlebt die Reiterwelt um den Himmelfahrtstag. Nur hier geht es seit Generationen über Birkenoxer, Holsteiner Wegesprünge, durch Pulvermanns Grab und den legendären Wall hinunter.

 „Das Derby ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung“, wird Publikumsliebling Janne-Friederike Meyer nicht müde, über das Kult-Event in ihrer Heimatstadt zu schwärmen, wo sie bereits brillierte und zu Boden kam – und auf dem sie ihren langjährigen Partner Cellagon Lambrasco nach einem Reitunfall tränenreich verabschiedete. Im Vorjahr wurde die Amazone mit Cellagon Anna gefeierte Vierte im schwersten Parcours der Welt und wird im Jenischpark auch 2016 am Start erwartet. Zumal Klein Flottbek der einzige deutsche Gastgeber für die prestigeträchtige Global Champions Tour ist, bei der die Top 30 der Welt startberechtigt sind und Gewinngelder in sechsstelliger Höhe ausgeschüttet werden. Das Derby-Preisgeld beläuft sich auf eine Million Euro, der Etat wurde auf 2,85 Millionen Euro aufgestockt.

2016 eine Premiere

 „Zudem wird es in diesem Jahr eine Premiere geben – die Global Champions League, eine neue Mannschaftswertung, die sich der Initiator der GCT, Jan Tops, ausgedacht hat“, kündigte Derby-Chef Volker Wulff an. Außerdem wird das sportliche Programm um die zweite Station der Baker Tilly Roelfs Trophy ergänzt. Die sieben- und achtjährigen Nachwuchshoffnungen der internationalen Springsport-Elite haben im Youngster Cup die Chance, Erfahrungen zu sammeln. Norddeutschlands Nachwuchsreiter messen sich im Junior Cup, der im Derbypark sein Finale feiert. Amateure kommen in Klein Flottbek in der Amateur Trophy auf ihre Kosten.

 Für Besonderheiten ist das Derby immer gut. So siegte im Vorjahr Altenpfleger Christian Glienewinkel aus Nienburg (31), den wohl keiner unter den Favoriten sah. Mit seinem 15-jährigen Hannoveraner Professional Aircaire, „Ernie“ genannt, war der Amateur 2013 Achter, im Folgejahr Neunter. 2015 waren sie die Einzigen, die den 1230 Meter langen Kurs fehlerfrei absolvierten. Für dieses Jahr haben sie sich ihren sechsten Start in Hamburg fest vorgenommen. Glienewinkel sagt zu seinen Vorbereitungen: „Ernie kommt zwei bis drei Mal am Tag raus, wird geritten, longiert, geht in der Führmaschine und natürlich auf die Weide. Er soll auf jeden Fall Pferd bleiben dürfen.“ „Üben“ würden sie „gar nicht so viel“: „Ich habe zu Hause einen kleinen Wall und einen Irischen Wall. Letztes Jahr bin ich nur einmal da drüber, und das hat gut funktioniert.“ Sein „Geheimrezept“: „Meine Strategie war, nicht auf Sieg zu reiten, sondern mit dem Wissen, dass ich mit wenigen Fehlerpunkten gute Chancen auf eine Platzierung habe. Also werde ich auch dieses Jahr keine Hektik aufkommen lassen.“ Für den 31-Jährigen, der den 151. Nullfehlerritt in der 95-jährigen Geschichte des Derbys zeigte, aber bei seinem ersten Start 2011 noch eine Verweigerung an der Planke hinnehmen musste, war 2015 einfach nur alles „super, super super.“ Und generell? „Das Derby ist absolut außergewöhnlich. Die Stimmung und das Publikum sind sensationell. Und jedes Mal beim Abgehen des Parcours denke ich, es ist verrückt. Aber es ist auch toll!“ Es ist eben sehr besonders.

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