8 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Erster deutscher Triumph seit acht Jahren

Galoppsport – Goldene Peitsche Erster deutscher Triumph seit acht Jahren

Shining Emerald hält die Goldene Peitsche im Lande

Voriger Artikel
Spitzenergebnis der Fohlen
Nächster Artikel
Zufriedene Veranstalter – glückliche Sieger

Jockey Eduardo Pedroza auf Shining Emerald.

Quelle: Marc Rühl

Baden-Baden. Eine lange Durststrecke ging am Sonntag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim zu Ende. Vor 8.900 Zuschauern gewann zum ersten Mal seit dem Jahr 2007 (Electric Beat) wieder ein deutsches Pferd die zum 145. Mal ausgetragene Goldene Peitsche (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.200 m), das bedeutendste hiesige Sprintrennen. Verantwortlich dafür zeichnete der von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierte Wallach Shining Emerald, der zur Quote von 65:10 den heißen Favoriten Son Cesio aus Frankreich nach einer dramatischen Kampfpartie mit einem Kopf Vorsprung bezwang. Der begehrteste Ehrenpreis im hiesigen Rennsport – eine Peitsche in Gold – und 40.000 Euro Prämie gehen damit an den aus Dubai stammenden Großbesitzer Jaber Abdullah, der rund 30 Pferde hierzulande trainieren lässt.

Es war bei hochsommerlichen Temperaturen ein Endkampf, der das Publikum regelrecht von den Sitzen riss. Lange wehrte sich der Vorjahres-Vierte Daring Match an der Außenseite gegen Son Cesio, der rund 150 Meter vor dem Ziel schon den Sieg vor Augen hatte. Doch dann machte Jockey Eduardo Pedroza Shining Emerald so richtig flott. Der im Frühjahr in der Silbernen Peitsche in München erfolgreiche Vierjährige sicherte sich mit einer bravourösen Speedleistung von fünfter Position aus auch „Gold“ und kämpfte sich tatsächlich nach einem Super-Ritt seines Steuermannes noch hauchdünn vorbei.

Dabei war ein Auftritt des beim 14. Start nun zum fünften Mal erfolgreichen Shining Emerald lange nicht sicher, da er eigentlich weichen Untergrund bevorzugt. Andreas Wöhler: „Heute morgen um neun Uhr war ich auf dem Geläuf. Der Boden war noch elastisch, da es am Freitag geregnet hatte. Ich habe mit Racing Manager Bruce Raymond telefoniert, und wir haben entschieden, ihn laufen zu lassen. Es war mein dritter Erfolg in der Goldenen Peitsche. Eddie Pedroza hatte ich keine Order mitgegeben, da er ihn bestens kennt. Vor ein paar Tagen hatte ich nicht den Mumm, das Pferd für den Prix de la Foret am Arc-Wochenende in Paris zu nennen, aber vielleicht gehen wir nun dennoch nach Frankreich mit ihm.“

Jockey Eduardo Pedroza meinte: „Ich bin heute morgen über die Bahn gejoggt. Der Boden war nicht so abgetrocknet. Ich konnte mich mit Shining Emerald schön hinter Son Cesio legen, er hat großartig gekämpft.“

Damit musste Son Cesio wie schon 2014 mit dem Ehrenplatz vorlieb nehmen. „Er lief dennoch sehr gut. Der Sieger war am Ende noch einen Tick stärker“, signalisierte Jockey Fabrice Veron. Auch Daring Match hielt sich als lange sehr gefährlich wirkender Dritter prächtig. „Er gab sich nie geschlagen und wird immer besser“, sagte sein Betreuer Jens Hirschberger.

Weitere Informationen unter: www.baden-racing.com.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige

Alle Informationen über Vereinsgeschehen, Hausturniere, Lehrgänge, Abzeichenprüfungen und all das Lesenswerte, was in den Vereinen und Betrieben tagtäglich passiert. mehrKostenpflichtiger Inhalt

Mehr aus Nachrichten: Reitsport 2/3