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Ahlmann siegt aus Angst vor seinen Kindern

Fehmarn-Pferdefestival Ahlmann siegt aus Angst vor seinen Kindern

Das Fehmarn-Pferdefestival ist legendär. In diesem Jahr rockte sogar Lotto King Karl die Reiter. Eine sang aus voller Kehle mit: Lokalmatadorin Petra Rüder, die im Sattel von Latiga die zweite Etappe der Springsportserie Lotto 3plus 1, präsentiert von den Holsteiner Masters, gewonnen hatte.

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Für Petra Rüder und Latigo war der Zwei-Sterne-Sieg auf Fehmarn „das totale Highlight“.

Quelle: Jessica Bunjes

Fehmarn. Den Großen Preis S*** mit Stechen sicherte sich Profireiter Dirk Ahlmann aus Reher. Er hatte den achtjährigen Hengste Pikeur Quick Fire gesattelt.

 Mit 10000 Euro war das Hauptspringen des fünftägigen Fehmarn-Pferdefestivals dotiert, das heute einen Springpferde-Tag „nachschiebt“. Für Ahlmann, der den größten Batzen der Siegprämie einstrich, war der Erfolg ein besonderer: Immerhin ist es gut 15 Jahre her, dass der Ausbilder seinen letzten Grand-Prix-Sieg feierte. „Auf Fehmarn zu gewinnen, ist schon etwas. Nicht dass meine Kinder noch sagen, ich sollte mal besser absteigen“, erklärte Ahlmann schmunzelnd, der sich sonst dem Training von jungen Pferden und Reitern widmet. Auch seine eigenen beiden Sprösslinge profitierten von seinem Coaching-Händchen: Die 16-jährige Pheline sprang mit Zaminta zu ihrem ersten S-Sieg. Hannes (14) qualifizierte sich für das SH-Nachwuchschampionat sowie für die EM-Children (bis 16 Jahre).

 Platz zwei im Großen Preis erritt der gebürtige Fehmaraner Hans-Thorben Rüder (Greven) mit Lady Louise vor dem in Groß Niendorf lebenden Japaner Takashi Haase Shibayama mit Cony. Zu den zehn Teilnehmern im Stechen zählte der Mannschafts-Weltmeister von 2010, Carsten-Otto Nagel (Norderstedt), der mit Queen Windsor Platz zehn belegte. Nagel nutzte das Fehmarn-Pferdefestival, das rund 6000 Zuschauer anlockte, für seine jungen Pferde.

 Neben den Ahlmanns fiel noch eine weitere Familie ins Auge: Nach der zweiten Etappe der Springsportserie LOTTO 3plus1 wurde deutlich, dass mit den Rüders auf jeden Fall zu rechnen ist. Denn auf nahezu heimischem Boden gelang Lokalmatadorin Petra Rüder der zweite Familien-Sieg, nachdem ihr Schwager Hans-Thorben vier Wochen zuvor das Lotto-Auftaktspringen in Leck gewonnen hatte. „Ich habe mit Latigo schon fünf S-Springen gewonnen, aber immer auf Ein-Sterne-Niveau. Dieser Zwei-Sterne-Sieg ist das totale Highlight“, sagte die Siegerin. Mit diesem Erfolg in der S**-Prüfung katapultierte sich die 44-Jährige, die mit Ehemann Kai, Vielseitigkeits-Olympiareiter, im fehmarnschen Blieschendorf ein Gestüt betreibt, auf Rang sieben der Gesamtwertung.

 Insgesamt 49 Reiter-Pferd-Paare sammelten Punkte für das Finale der 25 Besten auf der Baltic Horse Show in Kiel (8. bis 11. Oktober). Auf Platz zwei sprang Rasmus Lüneburg aus Hetlingen mit Sanna, er schob sich damit von Rang elf auf Gesamtrang zwei vor. Dritte wurde die Schwedin Ulrika Sanny mit Cooper. Angeführt wird das Lotto-Ranking von Alejandro Merli Soler (Elmshorn), der im Sattel von Carinjon in Leck und Fehmarn konstant gute Leistungen zeigte. Am Wochenende geht es beim Westküstenturnier in Marne (3. bis 5. Juli) um die letzten Punkte.

 Die hochkarätigste Dressurprüfung des Fehmarn-Pferdefestivals, eine Intermediaire I-Kür, gewann die 21-jährige Kaderreiterin Ninja Rathjens aus Barmstedt mit Renoir.

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