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Top-Reiter streichen Top-Prämien ein

Global Champions Tour Top-Reiter streichen Top-Prämien ein

Sie ist die höchst dotierte Springsportserie der Welt: die Global Champions Tour (GCT), gesponsert vom Schweizer Luxusuhren-Hersteller Longines und gemanagt von Jan Tops (Niederlande). 798627 Euro hat der Vorjahres-Champion, der Wahl-Schleswig-Holsteiner Rolf-Göran Bengtsson, 2016 gewonnen.

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Selbst Milliarden-Erbin Athina Onassis (im Foto bei der GCT-Etappe in Hamburg) tritt in der Global Champions Tour an.

Quelle: Stefan Lafrentz

Kiel. Sein Spitzen-Pferd Casall wird auf der Hamburger GCT-Station verabschiedet. Dieses Jahr hat die Serie 15 Etappen in zwölf Ländern auf drei Kontinenten. Erstmals ist Berlin als Austragungsort dabei.

 Für Platz zwei kassierte der Franzose Simon Delestre im vergangenen Jahr 618.961 Euro. Die Ehefrau des Serien-Chefs, die gebürtige Australierin Edwina Tops-Alexander, nahm 698.455 Euro an Gewinngeldern ein. Insgesamt hat die Profireiterin, die seit sechs Jahren mit Tops verheiratet und seit 15 Jahren mit dem Niederländer zusammen ist, fast dreieinhalb Millionen Euro in der Tour gewonnen. Bengtsson kommt auf knapp über drei Millionen, Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf 2,1 und Christian Ahlmann (Marl) auf 1,9 Millionen Euro.

 Johannes Augustinus Petrus (genannt Jan) Tops ist einer der mächtigsten Männer im globalen Pferdehandel und selbst viermaliger Teilnehmer an und Mannschafts-Gold-Gewinner bei Olympischen Spielen. Er macht seinem gewaltigen Namen mit der seit 2006 existierenden Giga-Serie alle Ehre, deren Große Preise mit mindestens rund 285.000 Euro ausgeschrieben sind. Sie werden mit zwei Umläufen plus Stechen von den besten Reitern der Welt geritten und von Eurosport übertragen. Der internationale Nachrichtenkanal CNN liefert zudem Neuigkeiten und Reportagen von allen Events des Jahres. Über eigene Live-Streaming-Dienste (GCT TV und GCL TV) werden Expertenanalysen, Kommentare, Blicke hinter die Kulissen und Interviews gebroadcastet.

 „Es ist ein Traum, in so einem Springen vor so spektakulärer Kulisse und so begeisterten Zuschauern dabei zu sein – zumal natürlich, wenn man gewinnt. Das ist ein bisschen so wie der Sieg von Leicester in der englischen Liga“, hatte Beerbaum im Mai 2016, nach seinem Überraschungssieg in der Hamburger – und damit fünften – Etappe der GCT gesagt. Einen Casall-Sohn namens Casello hatte der Profi gesattelt und 99.000 Euro (plus eine Uhr) für seine tadellosen Runden bekommen.

Hengst ist 18 Jahre alt

 In diesem Jahr wird Hamburg und damit das Deutsche Springderby (24.-28. Mai) einer der letzten imposanten Auftritte für Casellos Vater Casall sein. Wie sein in Breitenburg lebender Reiter angekündigt hatte, wird der topfitte Schimmel auf dem Höhepunkt seiner Karriere aus dem Sport genommen. Immerhin ist der Hengst mittlerweile 18 Jahre alt. „Er liebt den Sport und das Siegen, es wird für ihn eine große Umstellung, nicht mehr mit zum Turnier zu fahren“, so Bengtsson zur Abschiedstournee seines Pferdes.

 Vor der Etappe im Jenischpark wird die zwölfte Saison dieser spektakulären Serie schon viermal angeklingelt: Zunächst in Mexiko City (6. bis 9. April) mit Springwettbewerben 2000 Meter über dem Meeresspiegel, bevor es weitergeht an die Küste des Atlantischen Ozeans nach Miami Beach (13. bis 15. April) und schließlich nach Shanghai (28. bis 30. April), wo die Zahl chinesischer Pferdesport-Fans stetig wächst. Von Asien geht es weiter nach Europa, in die spanische Hauptstadt Madrid (18. bis 21. Mai), gefolgt von Hamburg (24. bis 28. Mai) im Rahmen des Deutschen Springderbys. Im Juni zieht die Serie weiter nach Frankreich zu der glamourösen mediterranen Veranstaltung nach Cannes (8. bis 10. Juni), dann an die Riviera nach Monaco (23. bis 25. Juni) zum Austragungsort direkt am berühmten Jachthafen.

 Zudem kehrt die Global Champions Tour zum vierten Mal zurück zum Marsfeld mit Blick auf den Eiffelturm in die französische Hauptstadt Paris (30. Juni bis 2. Juli). In Frankreich geht es dabei nicht nur um Top-Sport, sondern auch um hochklassige Gastronomie, Kunst und Kultur. Die portugiesische Riviera ist Gastgeber, wenn in Cascais, Estoril (6. bis 8. Juli) geritten wird, gefolgt vom magischen Event im französischen Chantilly (13. bis 16. Juli) vor dem märchenhaften Schloss. Berlin gibt sein Tour-Debüt Ende Juli (28. bis 30. Juli), London (3. bis 6. August) schließt sich mit einer prestigeträchtigen Veranstaltung im Herzen der britischen Hauptstadt, im Royal Hospital Chelsea an der Themse, an. Die Luxus-Reitsportanlage „Tops International Arena“ in Valkenswaard, Niederlande, (10. bis 13. August) bringt die weltbesten Reiter wieder ins Zentrum Europas. Sie gehört GCT-Gründer und Präsident Tops und ist einer der führenden Pferdesportstandorte der Welt.

 In Rom (21. bis 24. September), im Stadio dei Marmi, geht es weiter. Das Finale findet traditionell im hypermodernen Reitzentrum Al Shaqab in der katarischen Hauptstadt Doha (9. bis 11. November) statt. Casall wird dann nicht mehr dabei sein. Aber Bengtsson addiert in Zukunft womöglich noch weitere GCT-Preisgelder auf sein ansehnliches Konto.

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