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Parcours entschärft

Derby Klein Flottbek Parcours entschärft

Das Spring- und Dressurderby in Hamburg/Klein Flottbek verspricht ab Mittwoch, 13. Mai, mehr Überraschungen denn je bereit zu halten: Publikums-Liebling Janne-Friederike Meyer – neuerdings für Hamburg am Start – wird sich als Lokalmatadorin wieder in den schwersten Parcours der Welt wagen. Ihr kommt gelegen, dass der traditionsreiche Kurs entschärft wird. Der zweimalige Derby-Bezwinger Nisse Lüneburg (Hetlingen) reitet ums Triple. Er wird seinen vierbeinigen Spezialisten, den 18-jährigen Calle Cool, ehrenvoll aus dem Sport verabschieden.

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Nisse Lüneburg und Calle Cool beim Derby

Quelle: Jessica Bunjes

Hamburg. 84.000 Zuschauer zog es 2014 am Himmelfahrts-Wochenende in den Jenisch-Park. In diesem Jahr könnte sich Veranstalter Volker Wulff an insgesamt fünf Turniertagen über eine ebenso große Resonanz freuen: Das 86. Spring- und 57. Dressurderby lockt von Mittwoch bis Sonntag internationale Reitelite in die Hansestadt. Es winken Preisgelder in schwindelerregenden Höhen: Allein die hanseatische Etappe der Global Champions Tour, der Große Preis von Hamburg am Sonnabend, ist mit 300.000 Euro dotiert. Die höchst dotierte Springsportserie der Welt macht seit 2008 in Hamburg Station und wird es mindestens bis 2017 weiterhin tun.

Im sonntäglichen Derby selbst, für das in zwei Qualifikationen am Donnerstag und Freitag jeweils die Hälfte des Parcours in abgespeckter Form bewältigt werden muss, geht es um 125.000 Euro. Außerdem wird in der ersten Quali um Weltranglistenpunkte gesprungen. Für Janne und Nisse Grund genug, es erneut anzugehen. Nisse und Calle Cool allerdings zum letzten Mal: Der 27-Jährige sagt zur geplanten Verabschiedung seines Pferdes „Wir haben schon im vergangenen Jahr darüber nachgedacht. Calle ist zwar fit und hochmotiviert, er sieht alles – was nicht immer bequem für den Reiter ist. Aber wir wollen, dass er gesund in den Ruhestand geht.“

Janne Meyer, die auf Facebook bereits Trainings-Videos postet, sich aber schon einige blaue Flecke bei Stürzen im Derby-Parcours zugezogen hat, relativiert. Die Amazone wird Sonntag, 17. Mai, nur dann ums „Blaue Band“ reiten, „wenn sich die Qualifikationen richtig gut anfühlen und ich gut schlafen kann.“ Auch sie stürzte, damals noch mit ihrem „Durchbruch-Pferd“ Callistro, bereits am legendären Wall. Den gibt es so aber nicht mehr. Derby-Chef Wulff erklärte: „Wir haben den Großen Wall, der eine sehr harte Kante hatte, nach Beratung mit mehreren Reitern etwas abgeflacht. Dadurch entsteht praktisch eine Führung für die Pferde, die etwas mehr Sicherheit schafft.“ Einladender gestaltet werden auch die beiden Irischen Wälle: „Die Pferde müssen nicht von unten nach oben springen, sondern können praktisch mit zwei Sätzen auf die Wälle hinauf“, erläuterte Wulff. „Das ist schonender für die Fesselträger und insgesamt pferdegerechter.“

Das Derby hat einen Etat von 2,65 Millionen Euro. Fast eine Million Euro werden an Preisgeldern ausgeschüttet. Los geht es Mittwoch, 7.30 Uhr, mit dem Junior-Cup, das Einlaufspringen ist um 13.45 Uhr. NDR und ZDF übertragen ab Donnerstag täglich live vom Platz.

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