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Ganz nah dran am Vierbeiner

„Hansepferd“ Ganz nah dran am Vierbeiner

Temperamentvoll oder gelassen, Miniatur- oder XL-Format, lackschwarz, goldbraun oder bunt gescheckt: Rund 300 Pferde aus aller Welt und über 35 Rassen faszinieren in all ihrer Vielfalt vom 22. bis 24. April auf der Fachmesse „Hansepferd“ auf dem Hamburger Messegelände.

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Arien Aguilar und Dajana Pfeifer in einem romantischen Pferde-Duett auf der „Hansepferd“.

Quelle: Andreas Thomsen

Hamburg. Kai Haase, Geschäftsführer des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg, kommt ein Stück weit ins Schwärmen, wenn er von besonderen Gästen mit exotischen Namen wie Alizée Froment und Laurent Galinier erzählt. Die beiden sind Stars der abendlichen Gala-Show „Dreams“, aber auch im Tagesprogramm zu bewundern. Sie bereichern ein Angebot vollgepackt mit Superlativen, um vor dem anspruchsvollen Fachpublikum von heute zu bestehen. Haase: „Mit günstigen Halftern und ein paar Glitzer-Gerten macht sich keine Messe mehr bezahlt. Und mehr als mit viel ,Chichi’ im Kreis reiten musst du ohnehin längst können. Heutzutage muss bodenständige Fachkompetenz auf Pferdeliebe und besondere Acts treffen.“

Natürlich gibt es neben spektakulären Auftritten ein breites Informationsangebot zu Rassen, Reitweisen und Freizeitmöglichkeiten. In den Boxen am Rassen-Ring sind Vertreter der einzelnen Pferdevarianten zu sehen, darunter stolze Araber, die vom Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP), vertreten durch den Zuchtbezirk Schleswig-Holstein/Hamburg (VZAP-Nord), vorgestellt werden. Das Knabstrupper Gestüt Seth informiert über die gefleckten Tigerschecken mit ihrem dänischen Ursprung, beim Holsteiner Verband erzählen die Experten Wissenswertes von den heimischen Springtalenten.

Ebenso vertreten ist der Pferdesportverband Schleswig-Holstein, dessen Geschäftsführer Matthias Karstens sagt: „Unsere Mitglieder sind längst nicht alles Sport-, sondern auch Freizeitreiter und -fahrer. Für uns ist es wichtig, greifbar zu sein. Die Besucher können uns zu allen Themen ansprechen, und wir erfahren im Gegenzug aus erster Hand, was die Menschen bewegt.“ Seine Kollegin vom Pferdestammbuch SH/HH, Elisabeth Jensen, findet: „Hier ist man ganz nah am Pferd, und Familien können ihre Traumponys entdecken.“ Sie ist zuständig für die Koordination des Rassen-Rings. Unter dem Sattel oder an der Hand, teils sogar mit Nachzucht, glänzen hier die vierbeinigen Publikumsmagneten mit rassetypischem Charme. Sogar die seltenen Kiger Mustangs haben ihren Auftritt.

Bunte Appaloosas, Paints oder wendige Quarter Horses zeigen im Horsemanship-Ring unter bekannten Größen aus der Westernszene rasante Spins und Stops. Zu Gast ist der mehrfache Deutsche und Europameister Volker Laves (Niedersachsen), der die Ausbildung eines Westernpferdes mit feinen Hilfen veranschaulicht. Trail für Freizeit und Turnier zeigt die Deutsche und Europameisterin Helga Hommel aus Hüttblek.

Live-Demonstrationen gibt es täglich von 10.30 bis 19 Uhr im Ausbildungsring: Bettina von Kameke, Inhaberin des Gestüts Alassil Arabians aus Friedenstal bei Eckernförde, zeigt Möglichkeiten für „Ballspiele mit Pferden“. Spaß und Action sind beim Horse-Agility angesagt. „Das ist Freiarbeit, bei der mit dem Pferd gemeinsam ein Parcours mit abwechslungsreichen Aufgaben bewältigt wird“, erklärt Pferdetrainerin Nina Steigerwald (Niedersachsen). Erstmals besucht Pferdetrainer Michael Geitner (Rheinland-Pfalz) die „Hansepferd“, demonstriert zweimal täglich seine Trainingskonzepte. Mentaltrainerin Tuuli Tietze (Niedersachsen), die Pferde bis zum Grand-Prix-Niveau ausbildet, erklärt, wie das „Reiten mit inneren Bildern“ zum Erfolg führt.

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