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Züchter aus purer Leidenschaft

Heidi und Günter Schurek Züchter aus purer Leidenschaft

Seit 25 Jahren züchten Heidi und Günter Schurek als Hobby Ponys und Pferde. Mit Haflingern hat das Ehepaar aus Wanderup angefangen, ist inzwischen bei kleinen Deutschen Reitpferden und Pintos angekommen.

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Söl’rings Mr Renegades: Der Vize-Bundessieger gewann in Bad Segeberg das Fohlenchampionat der Hengste. Züchter sind Heidi und Günter Schurek aus Wanderup.

Wanderup. In diesem Jahr stellen sie den Landeschampion der Deutschen Reitpony-Fohlen, der zugleich Vize-Bundessieger wurde, den Landeschampion der Kleinen Reitpferde sowie die Siegerin der Norddeutschen Stutenschau.

 Weder Heidi noch Günter Schurek verdienen ihren Lebensunterhalt mit den Vierbeinern. Im Gegenteil, wenn die Pferde etwas mit der Haushaltskasse machen, dann eher die Ausgaben-Seite belasten. „Wir züchten aus purer Leidenschaft“, sagt die Angestellte im öffentlichen Dienst bestimmt, die sich als Tierschutzvertrauensperson im Reiterbund Nordmark und als Körbezirksvorsitzende des Pferdestammbuchs SH/HH im Kreis Schleswig-Flensburg engagiert. Sie lächelt, schaut ihren Mann zustimmend an. Auch der Produktions- und Lagerleiter eines Wanderuper Unternehmens lächelt, hat allen Grund dazu – die Pferde-Saison ist für das engagierte Paar hoch erfolgreich gelaufen. Den Vize-Bundesfohlensieger der Deutschen Reitponys haben sie immerhin gezogen, den herrlichen Pintohengst Söl’rings Mr Renegades, der just in Bad Segeberg auch Landessieger wurde.

 Beim 16. deutschen Fohlenchampionat im nordrhein-westfälischen Lienen schaffte es der Sohn der Elite- und Staatsprämienstute Cabaletta vom Elitehengst Mangold N mit überragenden Noten zwischen 9 und 9,5 bis in den Endring der Vorrunde. Am Entscheidungstag trabte sich der typvolle, selbstbewusst auftretende Palomino dann zur silbernen Schärpe. Sieger des Championats der Deutschen Reitponys war ein Fohlen von HET Golden Dream von der ZG Pohlmann/Weber aus Bissendorf. Aber auch das Stutfohlen Söl’rings Jolene konnte sich in dem starken Reitponyfeld als eines der jüngsten Fohlen immerhin auf Platz 18 der besten Deutschen Reitponys rangieren. Es ist der zweite Fohlenjahrgang des Hengstleistungsprüfungs-Siegers und zweifachen Europachampions Söl’rings Cadeau Noir. Insgesamt wurden bereits zwölf Fohlen aus der Zuchtstätte des „Söl’ring Hoff“ seit Bestehen des Deutschen Fohlenchampionats ausgestellt.

 „Es gibt solche und solche Jahre“, sagt Günter Schurek, der zu Hause für sämtliche Arbeiten rund um Haus und Hof zuständig ist, aber auch das Vorstellen der Pferde übernimmt. Nach einer falschen Bewegung beim Misten vor einigen Wochen laboriert er jedoch an einer Knie-Verletzung, was dazu führt, dass er die Pferde derzeit nicht mehr selbst an der Hand vorstellen kann und aktuell zumeist unter den Jungzüchtern des Pferdestammbuchs „Ersatz“ findet. „Das Vorführen ist das A und O. Wenn du deine Pferde nicht richtig präsentierst und das Fohlen nicht gut mitkommt, dann wird das nichts. Und so einfach ist das nicht.“

 Für den 54-Jährigen und seine 52-jährige Frau, die seit 1991 gemeinsam ein Haus mit Stall in Wanderup, ein kleines Gästehaus sowie einen Offenstall in Handewitt unterhalten und außer dem Anreiten „alles selbst“ machen, sind Unterhalt und Ausbildung der Tiere erhebliche Kostenfaktoren auf ihrem „Söl’ring Hoff“. Die friesische Bezeichnung „Söl’ring“, was „Sylter“ heißt, tragen ihre Pferde seit 14 Jahren im Namenszusatz, weil sowohl Heidi als auch Günter Schurek auf Sylt geboren und aufgewachsen sind. Sie berichten: „Gerade eine gute Ausbildung ist in vielerlei Hinsicht ein Problem. Man braucht Leute, die das reell und zu einem guten Kurs machen, und man braucht Kunden, die das honorieren.“ Jetzt, wo sie beide „über 50“ seien, würden sie gern „jemanden mit rein“ haben, der sie unterstützt und die erfolgreiche Zucht mit ihnen zusammen weiterführt. „Für uns zählt Qualität, Rittigkeit und Charakter. Bei den Pintos gehört außerdem immer Glück dazu, ob sie bunt sind oder nicht.“

 Aber auch die weniger bunten, neben Söl’rings Mr Renegades beispielsweise der Körsieger der Kleinen Deutschen Reitpferde 2015, Söl’rings Cuvee, und der Landessieger der Kleinen Deutschen Reitpferde, Söl’rings Mes Espoir, transportieren den guten Namen der kleinen, aber feinen „Söl’ring“-Zucht weit über die Landesgrenzen hinaus. Ein überaus erfolgreiches Hobby.

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