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Hinter jedem Klappenpferd steht ein Schicksal

Pferdeklappe Norderbrarup Hinter jedem Klappenpferd steht ein Schicksal

Petra Teegen hat 2013 den Verein Pferdeklappe/Notbox in Norderbrarup gegründet. Nun hat die 63-Jährige ein Buch geschrieben: „Geschichten aus der Pferdeklappe“.

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Der alte Haflinger Deckhengst Abendruh war eines der Klappenpferde, die bei Petra Teegen in Norderbrarup im Laufe der Jahre aufgenommen wurden.

Quelle: Doris Gildemeister

Norderbrarup. Als Petra Teegen vor 26 Jahren den kleinen, gescheckten Ponywallach Pirat aus Anbindehaltung freikaufte, war das ihr erster Schritt auf einem langen Weg für notleidende Pferde. 2013 gründete die gelernte Krankenschwester in Norderbrarup den Verein Pferdeklappe/Notbox, der nicht nur Pferden und Ponys, sondern auch deren Besitzern unkompliziert und schnell hilft. Jetzt hat die 63-Jährige ein Buch geschrieben: „Geschichten aus der Pferdeklappe“.

Die Tierfreundin vermittelte mittlerweile rund 700 abgegebene, „übriggebliebene“, unterversorgte, alte und junge, schwache und genesene, unreitbare und reitbare Pferde und Ponys in neue Hände. Nur ein gutes Dutzend hat sie im Laufe der Jahre einschläfern lassen müssen, wie sie erzählt. In ihrem „kleinen Büchlein“ – so nennt sie ihre 64 Seiten starke kartonierte Veröffentlichung, die in einer Auflage von 2000 Exemplaren erschienen ist – hält sie viele Geschichten von Tex, Herrn Schröder, Beach Boy und vielen anderen Pferden fest.

 „Ich lasse die Pferde sprechen, weil ich auch ganz junge Leute erreichen will, damit sie erfahren, dass der Weg mit einem Pferd auch anstrengend sein kann und man nicht alles alleine schafft“, erzählt die Autorin, die ihre Pferde-Geschichten in unzähligen Nächten aufgeschrieben hat, in denen sie nicht zur Ruhe fand. „Da galoppiert es manchmal mit mir davon“, sagt Teegen, die ein ausrangiertes Sportpferd „zu Wort“ kommen lässt, genauso wie ein altes Schulpferd, oder den Deckhengst, der keiner mehr sein mochte.

 Teegen: „Hinter jedem Klappenpferd steht ein Schicksal: Menschen, die krank wurden, gar ins Gefängnis kamen, und ihre Tiere nicht mehr versorgen konnten oder durch Schicksalsschläge in finanzielle Schwierigkeiten gerieten.“ Aber auch rücksichtslose Pferdehalter kreuzten den Weg der Frau, die die erste Pferdeklappe Deutschlands einrichtete. Im Klappentext heißt es: „Begegnungen, die berühren – davon erzählt Petra Teegen. Es sind Geschichten von Wut und Freude, Rettung und Abschied, Elend und Erfolg.“ Der Erlös des Buches kommt der Pferdeklappe zugute. jem

 Petra Teegen: „Geschichten aus der Pferdeklappe“, ISBN 978-3-935985-59-8, 9,99 Euro.

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