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Stelldichein der Besten und Teuersten

Holsteiner Pferdetage Stelldichein der Besten und Teuersten

An zwei Tagen wurden auf dem Gelände des Holsteiner Pferdezuchtverbandes in Elmshorn beste und teuerste, vor allem vielversprechende Pferde nördlich der Elbe gekürt: Die „Holsteiner Pferdetage“ vereinten Elitestutenschau und Fohlenauktion mit den Landeschampionaten der jungen Dressur- und Springpferde.

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Die Holsteiner Siegerstute: Festel v. Cascadello-Heraldik xx-Landgraf I aus der Zucht von Günther Fielmann (Schierensee). Die Braune begeisterte die Prämierungskommission mit ihrer Bewegungsstärke und ihrer Energie.

Quelle: Janen Bugtrup

Elmshorn. Reitsport ist Wettbewerb, geprägt von Tagesform, beeinflusst von einem Quäntchen Glück, in die richtige Richtung gebracht vom richtigen Händchen, und basiert auf guten Zuchtergebnissen. Die „Holsteiner Pferdetage“ standen im Zeichen aller dieser Komponenten.

 In den Springpferdechampionaten stand am Ende sowohl bei den Fünf- als auch bei den Sechsjährigen je ein Verbandshengst an der Spitze: Quibery und Dinken. Der fünfjährige Quintero-Sohn Quibery wurde von Hobe Magens (Ottenbüttel) gezogen. Der sechsjährige Dinken stammt ab von Diarado und kommt aus der Zucht von Theo Molenaers (Belgien). Beide wurden von Jonas Panje vorgestellt. „Es lief super, ich bin so stolz auf die beiden“, postete der 25-Jährige nach seinem Doppel-Erfolg. Sein Chef, der Geschäftsführer der Holsteiner Verband Hengsthaltung GmbH, Norbert Boley, verriet: „Auf diesen Erfolg haben wir bei der Saisonplanung hingearbeitet. Das war unser erstes Ziel.“ Im Championat der Siebenjährigen – eine zusätzliche Altersklasse im Springen – legte Casalito von Casall (Züchter: Josef Unkelbach, Köln) unter dem neuen deutschen Vize-Meister der Springreiter, Christian Hess, im Stechen eine Zeit vor, die von den folgenden zehn Paaren nicht unterboten werden konnte.

 Im Landeschampionat der Dressurpferde durften alle nördlich der Elbe geborenen Vierbeiner, also anders als im Springen nicht nur Holsteiner, starten. Der bewegungsstarke Schimmelwallach Claretto, vorgestellt vom Ex-Verbandsreiter Markus Suchalla, wurde von den Richtern Dierk Groth (Hetlingen) und Peter Olsson (Achterwehr) mit Höchstnoten belohnt. Der Sohn des Clarimo stammt aus der Zucht und dem Besitz der Familie Meyer (Nottfeld). Bei den sechsjährigen Dressurpferden gewann ein Hannoveraner namens Diviko. Der Fuchswallach ist im Besitz von Carolin Heyser (Halstenbek), die den Desperados-Sohn auch vorstellte.

 Für die Elitestutenschau waren zuvor auf den Körbezirksschauen 60 dreijährige Holsteiner Schönheiten ausgewählt worden. Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Malente) lobte: „Die Bewegungsqualität war überragend.“ Besonders präsent war das Casall-Blut durch dessen Sohn CascadelloI, Reservesieger der Körung 2009: Mit 13 Töchtern stellt er das stärkste Kontingent, und aus seinen Genen stammt auch die Siegerstute: Festel aus der Zucht und dem Besitz von Günther Fielmann (Schierensee). Die typstarke Braune, deren Mutter Noble Lady einst Siegerin des Halbblutrings war, begeisterte die Prämierungskommission, zu der neben Nissen noch Heino Kracht (Hamburg) und Jens Hauschildt (Seester) gehörten. „Ein schönes, feminines Stutenmodell, das viel Energie und Kampfgeist mitbringt“, lobte die Ex-Vorsitzende des Trakehner Verbandes, Petra Wilm (Tasdorf), die die Berichterstattung übernommen hatte.

 Für die Fohlenauktion hatten 22 Hengst- und Stutfohlen die Auswahlkommission aus Sigrun Günther (Elmshorn), Ove Asmussen (Ottenbüttel) und Hans-Joachim Ahsbahs (Bokel) überzeugen können. 21 kamen unter den Hammer. Die meisten Fohlen stellte auch hier der im internationalen Springsport unter dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson hoch erfolgreiche Casall. Der Caretino-Sohn war mit vier Stut- und einem Hengstfohlen vertreten. In diesem Jahr kosteten die Hoffnungsträger im Schnitt 2000 Euro mehr als im Vorjahr – 10571 Euro pro Vierbeiner. Beliebt waren die Youngster auch bei ausländischen Kunden: Vier Fohlen wurden nach Italien, drei nach Estland, je eins nach England, in die USA und nach Argentinien versteigert. Den Spitzenpreis erzielte ein Hengstfohlen, dessen Vater Casaltino auf den Pferdetagen Vizechampion der fünfjährigen Springpferde wurde. 20000 Euro legte Herbert Ulonska (Klein Offenseth) für den drei Monate alten Braunen aus einer Contender-Mutter an. Wendy Davis-Gerrish aus Weatherford/Texas ist Züchterin dieses Spitzenfohlens. Boley erinnerte: „Gute Fohlen sind Garant dafür, dass der Zuchtfortschritt gewährleistet ist.“ In ein paar Jahren sind sie dann möglicherweise auf den „Holsteiner Pferdetagen“ wieder zu sehen.

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Sieg im S-Springen in Tasdorf
Foto: Riesenandrang erzeugten die Tasdorfer Turniertage schon am Sonnabend. Die Pferdesportfans sahen Thomas Voß und Inga Czwalina siegen.

Der erste Streich ist geglückt: Thomas Voß aus Schülp gewann bei den Tasdorfer Turniertagen das erste schwere Springen am Sonnabendnachmittag. Im Preis der Firma Von Poll setzte sich der 57-jährige mit einer Holsteiner Stute an die Spitze, die den ungewöhnlichen Namen Wat Nu trägt und die Antwort schon mal im Parcours gibt. Ross und Reiter gewannen die erste Abteilung des Springens.

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