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Tolle Fohlen, tolle Stuten

Holsteiner Verband Tolle Fohlen, tolle Stuten

Ein seit vielen Jahren der Holsteiner Pferdezucht eng verbundener Schweizer, Manfred Birchler, Bilten, ist stolzer Besitzer der diesjährigen Siegerstute.

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Tolle Pferde gab es zu sehen.

Quelle: Janne Bugtrup

Elmshorn. Graziella BB v. Casall-Cassiano-Contendro II aus dem berühmten Stamm 104A konnte die Prämierungskommission bestehend aus Hans-Joachim Ahsbahs (Bokel), Dr. Eva-Maria Junkelmann (Helmstorf) und Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel) mit ihrem Auftreten, ihrem Typ und ihrem Bewegungsablauf am meisten überzeugen.

Zur ersten Reservesiegerin avancierte die von Rasmus Lüneburg (Hetlingen) gezogene und ausgestellte Lux Z-Cassini II-Calando I-Tochter Gitania II, auf den dritten Platz stellte die Kommission Galina v. Cascadello I-Cassini I-Caligula (Stamm 4705) aus der Zucht und dem Besitz von Reimer Hennings, Bendorf.

Als bestes Bewegungspferd wurde die Cascadello I-Aljano-Capitol I-Tochter Grace I aus der Zucht von Thomas Horns, Bredenbekshorst, und dem Besitz von Sönke Schwenk, Holzbunge, ausgezeichnet.  Auf freiwilliger Basis fand zum ersten Mal ein Freispringen von 15 dreijährigen Stuten statt. „Wir haben hervorragend springende Stute mit einer deutlichen Spitze gesehen“,  sagte Dr. Thomas Nissen nach dem Freispringen, das sich trotz des verspäteten Beginns sehr viele Zuschauer nicht entgehen lassen wollten.

Mit einer Wertnote von 9,8, vergeben von den Richtern Tjark Nagel (Friedrichskoog) und Peter Rauert (Fehmarn), siegte Golden Dream A v. Cascadello I-Calido I-Acorado (Stamm 206) aus der Zucht und dem Besitz  der Zuchtgemeinschaft Paulsen in Arlewatt.

Nach der Veranstaltung zog Dr. Thomas Nissen ein zufriedenes Fazit: „Wir haben auf der diesjährigen Elitestutenschau eine enorme Abstammungsbreite gesehen“ kommentierte der Zuchtleiter, „daher gab es auch – anders als in den Jahren davor  - eine große Typenvielfalt. Das ist sicherlich eine Folge des vermehrten Einsatzes von Fremdblut- und Zuchtversuchshengsten“. Und er fügte hinzu: „Und wer die besten 16 Stuten im Endring genau beobachtet hat, hat festgestellt, dass das keinen Qualitätsverlust bedeuten muss“.

Die Springpferdechampionate

Vierjährige
 Überragender Landeschampion der Vierjährigen wurde Catch v. Colman-Calido I (Hans Peter Löding-Hasenkamp, Quarnstedt). Der Hengst der Elmshorner Hengsthaltungs GmbH erfüllte alle ihn in gesetzten Erwartungen. Ebba Johansson setzte ihn souverän in Szene. Die Richter belohnten unter anderem seine Rittigkeit, den räumenden Galopp und seine Losgelassenheit am Sprung mit einer 9,2. Silber (9,0) ging an den Quiwi Dream-Com Air I-Son Quiwo (Bernd Mohr, Ellerhoop). Bastian Schleider stellte den Wallach der Vermarktungs GmbH vor. Die Wertnote 8,7 reichte für die Bronzemedaille. Die gewann Desmond VA v. Diamant de Semilly-Capitol I (Manfred von Allwörden, Grönwohld). Jonas Vervoort saß im Sattel des Hengstes.

Fünfjährige
 Unangefochtener Champion der fünfjährigen Springpferde wurde Casallantum v. Casall-Quantum (Jörg Harder, Wewelsfleth). Zwei Spitzenrunden (9,0/9,4) in ganz gleichmäßigem Rhythmus, mit kraftvollem Springen und beispielloser Rittigkeit zeigte der Hengst unter dem Sattel von Jenny Fogh Pedersen, Chefbereiterin im Stall Hell. Überhaupt hatte die sympathische Dänin auf diesem Turnier die richtigen Hosen an. Denn sie ritt  nicht nur zwei Champions, sondern auch einen Bronzemedaillengewinner (8,8/8,2): Und zwar den Quiwi Dream-Levisto-Sohn Quim (Carsten Lauck, Pinneberg). Dazwischen (9,4/7,7) schob sich Cooper VA v. Clarimo-Alcatraz aus dem Stall von Manfred von Allwörden. Angelos Touloupis saß Sattel des kraftvollen Schimmelhengstes.

Sechsjährige
 Das Finale der Sechsjährigen, einer Spezialspringpferdeprüfung der Klasse M, wurde mit einem Stechen ausgetragen. Dafür qualifizierten sich acht wertnotenbesten Paare des Umlaufes. Am Ende war das Pferd am schnellsten, was auch die höchste Note (9,0) erhalten hatte: Dacara E v. Cancara-Caretino (Gerd Eggers, Stadum). Cassandra Orschel pilotierte die Fuchsstute, die einst über die Holsteiner Frühjahrsauktion ging, souverän durch den Kurs. Silber sicherte sich Carlotta v. Clarimo-Carthago (ZG Lüneburg, Hetlingen). Unter Rasmus Lüneburg zeigte sie einen beeindruckenden Umlauf (8,8) und ließ auch im Stechen keine Wünsche übrig. Platz drei belegten Clindrigo v. Clinton I-Quadrigo (Gisela Jahns, Großharrie) und Claudia Wähling. Mit einer 8,2 gelang dem Paar gerade so eben der Sprung ins Stechen. Dort waren die beiden die Drittschnellsten, die fehlerfrei blieben.
 Die siebenjährigen Springpferde maßen sich im Finale auf S*-Niveau. Lediglich drei der 26 Pferde gelang eine Nullrunde im Umlauf. Damit war das Stechen aber nicht minder spannend. Chris Frazer legte als erster Starter eine schnelle Runde mit Quisandro v. Quintero-Gaspari (Hans Jorgen Juhl, Toftlund) vor. Daran konnten Will to win v. Cosido-Watzmann (Michael Herz, Norderstedt) und Simon Heineke, die auch fehlerfrei blieben, aber nicht heranreichen. Die absolut schnellste Runde gelang der Stilistin Jennifer Fogh Pedersen im Sattel von Diego de Semilly v. Diarado-Colman (Cornelia Asmussen, Nordstrand). Der gekörte Hengst gewann verdient die Goldmedaille, Silber ging an Quisandro, Bronze an Will to win.

Dressurpferdechampionate

Das Championat der fünfjährigen Dressurpferde sicherte sich der Lissaro-Aljano-Sohn Lavissaro, der von Sonja Ellerbrock geritten wurde. Der Braune, der von seiner Reiterin und deren Schwester Nina in Kayhude auch gezogen wurde, erhielt die Gesamtwertnote von 8,3 (Trab 8,5, Schritt 7,5, Galopp 8,0, Durchlässigkeit 9,0, Gesamteindruck (8,5). Auf Platz zwei folgte Damon v. Damon Hill-Loutano (Züchter Klaus Knickrehm, Westensee) aus dem Besitz der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn. Der Schwarzbraune, der von Kornelia Kindermann vorgestellt wurde, erhielt die Gesamtnote 7,8. Auf dem Bronzerang stand unter dem Sattel von Friederike Wolf Cashmere v. Catoo-Coriano (Jens Hauschildt, Seester), der die Wertnote 7,7 erhielt.

Im Championat der sechsjährigen Dressurpferde hatte ein Trakehner die Nase vorn:Mit der Wertnote 7,4 siegte Hirtenglanz v. All Inclusive-Lord Luciano unter Christina Ellendt (Trab 7,5, Schritt 8,5, Galopp 7,6, Durchlässigkeit 6,0, Gesamteindruck 7,0). Auf Platz zwei rangierten die Richter Wolfgang Schierloh und Peter Olsson Almaviva v. Ampère-Dolany (Karl-Heinz Hardop, Wedel)unter Marleen Essig (7,1), Dritte wurde Quintessenz v. Quadros-Contendro I (Karsten Butenschön, Sarzbüttel) unter Anna-Lisa Wehr (7,0).

Fohlenauktion

Quibery stellt Spitzenfohlen

Es waren 22 Stut- bzw. Hengstfohlen, die anlässlich der Holsteiner Pferde in den Auktionsring kamen. Sie fanden zu einem Durchschnittspreis von 11.659,-- Euro neue Besitzer in Saudi-Arabien, Polen, Belgien, Australien, Argentinien, den Niederlanden, Schweiz, Frankreich, Peru und natürlich in Deutschland.

Zum teuersten Fohlen – 18.000 Euro - avancierte eine Tochter des Quibery, der sich nur wenig später im Landeschampionat der sechsjährigen Springpferde unter Bart van der Maat an achter Stelle platzieren konnte.  Die kleine Stute aus einer Cayado-Caretino-Mutter (Stamm 318D2 ) , die von Peter Diedrichsen, Borgsum/Föhr gezogen und ausgestellt wurde, kann auf höchst prominente Verwandtschaft verweisen. Ihre Großmutter, One Star v. Caretino, ist u. a. auch Mutter von Glocks’s Cognac Chamblanc  v. Clearway, der unter Gerco Schröder zum siegreichen niederländischen Team bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen gehörte.

16.500 Euro kostete ein von Christian Thoroe, Haselund, gezogenen Hengstfohlen von Van Gogh( K WPN) aus einer Casalito-Cor de la Bryère-Mutter (Stamm 318 D). Der blütige, sehr edle Hellbraune wird künftig in Klein Offenseth, genauer gesagt in der Hengststation Maas J. Hell seinen Hafer fressen. Dorthin begleitet wird er von einem Cash and carry-Cassini I-Hengstfohlen (Stamm 4303), das von Claus-Heinrich Petersen in Ahrenviöl gezogen wurde. Der Enkelsohn der international im Sport erfolgreichen Paulin v. Lucky Light kostete 13.500 Euro.

„Nicht nur diese Auktion hat gezeigt, dass die Kunden wieder vermehrt in die Zukunft und damit auch in Fohlen investieren“, sagte der Auktionator Dr. Günther Friemel nach dem erfolgreichen Verkauf aller Fohlen. Und er lobte die Fohlen-Auswahlkommission Sigrun Günther, Hans-Joachim Ahsbahs und Ove Asmussen, die „eine sehr gutes Auge bei der Auswahl gehabt haben und diesen Erfolg möglich gemacht haben“. Dr. Günther Friemel  wies zudem darauf hin, dass bei dieser Auktion nicht nur die „Fernsehhengste“ im Fokus der Interessenten standen, sondern auch die Nachkommen von Junghengsten und Fremdbluthengsten bei den Kunden begehrt waren.

Von KN

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