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Leinenkünstler in Aktion

Kiel Leinenkünstler in Aktion

Überall messen sich Reiter in verschiedensten Wettbewerben. Auch die Fahrer haben angespannt. Ein gutes Dutzend Turniere werden im Land für die Leinenkünstler angeboten. Höhepunkte sind die Landesmeisterschaften der Einspänner im Juni und die imposanten Vierspänner-Meisterschaften im August.

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Der mehrfache Landesmeister Jürgen Lamp aus Brodersdorf spannt sogar den Viererzug an. Lamp gilt als einer der besten Fahrer der Region.

Quelle: Jessica Bunjes

Kiel. In die Saison gestartet sind die Kutschen Anfang Mai in Klappschau, am 30./31. dieses Monats wird in Hörup sogar bis M-Niveau gefahren.

„Die Faszination des Fahrsports hat viel mit Fahrkultur zu tun“, stellte Pony-Vierspänner-Fahrer Jürgen Lamp aus Brodersdorf fest, als er nach seinen Erfolgen auf Kreis- und Landesebene über sein Hobby sinnierte. Ideelle Werte wie Tradition, Kultur und die ethischen Grundsätze der Pferdehaltung seien der Geist des Fahrsports. Sie spiegeln sich vor allem im Traditionsgespannfahren wider. Im Leistungssport haben sich technische Raffinessen durchgesetzt. Lamp: „Die Geländeprüfungen sind so anspruchsvoll geworden, dass vorne nur mithalten kann, wer das richtige Material hat.“ Dazu gehören leistungsbereite Ponys und Pferde, vor allem aber modernes Equipment: Spezielle Marathongeschirre übertragen die Zugkräfte pferdeschonend auf den Wagen, moderne Stoffe lösen Leder ab.

Das deutsche Ausbildungssystem basiert auf den Methoden von Benno von Achenbach (1861-1936). Mit seinem Zweihandsystem hat er eine Fahrweise entwickelt, mit der ein Gespann jederzeit beherrscht werden kann. Der Vorteil des „Achenbachsystems“: Die Leinengriffe für alle Anspannungsarten bauen auf den gleichen Grundlagen auf. Natürlich hat sich im Laufe der Jahrzehnte viel verändert. Auf die Neuerungen der LPO (Landesprüfungsordnung) folgte die überarbeitete APO. Die „Ausbildungsprüfungsordnung“ der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ist massiv erweitert worden: Auch im Fahrsport gibt es neue Abzeichen und Bezeichnungen für die einzelnen Ausbildungsziele.

Die Fahrergemeinschaft SH/HH und der Pferdesportverband SH bieten neben dem klassischen Fahr-Turniersport spezielle Anreize für Jugendliche. Dazu zählen das Jugend-Fahrercamp in Futterkamp, das Sichtungstraining mit Mareike Harm in Negernbötel sowie Trainings und Freizeiten, organisiert von Stefanie Kallies. Auch 2015 werden wieder Jugendmeister (Teilnehmer bis 25 Jahre) der Klasse E ermittelt. Auftakt ist in Hörup. Das Finale der Ein- und Zweispänner findet traditionell beim Landes-Ponyturnier im September in Bad Segeberg statt (25.-27.). Für den Jugendcup gibt es fünf Ausrichter, die Punkte von drei Stationen gehen in die Wertung ein. Gefordert sind Starts in Dressur- und Hindernisfahren.

Wer nicht aus dem Jugendalter (bis 16 Jahre), aber aus dem Einsteigerniveau herausgewachsen ist, kann im Jugendcup Klasse A Meisterehren erlangen. Für den Cup stehen sechs Turniere zur Verfügung, mindestens zwei plus das Finalturnier in Dannau im August (15./16.) müssen gefahren werden. Die höchste Punktsumme der Kombiwertungen Dressur, Hindernisfahren und Gelände führt zum Meistertitel. Neu geregelt ist der Modus der Landesmeisterschaften, die erstmals an zwei Orten ausgetragen werden. Die Ein- und Zweispänner-Fahrer küren am 13. und 14. Juni auf der Crossanlage in Jübek ihre Meister. Die Vierspänner ermitteln ihre Besten vom 26. bis 28. August in Loose-Karlsminde. jem

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