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Zwei Qualifikationen sind geschafft

86. Deutsche Springderby in Klein Flottbek Zwei Qualifikationen sind geschafft

Am Sonnabend haben die Derby-Pferde Pause, bevor sie am Sonntag, ab 14.35 Uhr, ins 86. Deutsche Springderby galoppieren. Zwei Qualifikationen haben die über 50 Aspiranten hinter sich gebracht. Die besten 32 dürfen im traditionsreichen,1230 Meter langen Kurs in Hamburg/Klein Flottbek um das begehrte Blaue Band reiten.  

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Lokalmatadorin Janne-Friederike Meyer.

Quelle: Jessica Bunjes/ Archiv

Klein Flottbek. Die Qualifikations-Sieger sind Mario Stevens (Molbergen) und Hans-Jörn Ottens (Loxstedt). Im Derby-Parcours gelten allerdings eigene Gesetze.

Zwei Niedersachsen führen das „Ranking“ an. Dass das für Sonntag nicht viel heißt, hat der dreimalige Derby-Sieger André Thieme aus Mecklenburg-Vorpommern  - er wurde am Freitag Zweiter - im vergangenen Jahr erfahren: „Da ist es richtig gut gelaufen und ich dachte, ich habe alles im Griff, und dann kam es anders“, bekannte der Vorjahres-Siebte, der wie 2014 Voigtsdorfs Quonschbob gesattelt hatte. In Bezug auf Sonntag hielt sich der 40-Jährige bedeckt: „Ich bin noch nicht zuhause.“

Auch Mario Stevens, Sieger der ersten Quali, hatte vorhergesagt: „Alles kann immer ganz anders kommen.“ Und es kam bei ihm schon am Freitag anders: Während seine neunjährige Stute El Bandita am Donnerstag als Beste den Platz verließ, wurde der erstmalig am Freitag in der zweiten Qualifikation geforderte Wall zur Fehlerquelle: „Zuhause hat das bestens geklappt, aber vor der Kulisse weiß man nie, was passiert.“  Die Braune trat dann auch auf dem – in diesem Jahr nur noch drei statt vier Meter hohem Wall – einen Schritt zurück - vier Fehler.

Lokalmatadorin Janne-Friederike Meyer, die in der ersten Qualifikation mit Casting einen Fehler hinnehmen musste, in den Jahren zuvor schon gestürzt war und vor ihren Ritten erklärt hatte, „von Tag zu Tag“ zu entscheiden, setzte in der zweiten Quali auf Newcomerin Cellagons Anna. Und sie war die erste Überraschung des Tages: Die erst achtjährige Stute setzte sich an die Spitze des Feldes und blieb dort lange Zeit sogar vor Derby-Routinier Carsten-Otto Nagel. Der Norderstedter, bei dem Janne Wall und Co trainiert hat,  pilotierte seinen Derby-Crack Lex Lugar ebenfalls fehlerfrei ins Ziel. „Es ist ein Traum, so ein erfahrenes Pferd zu reiten “, sagte der 2010-Sieger. Für Janne sprang am Ende Rang Drei heraus, Nagel wurde vierter: „Ich bin glücklich und würde spontan Sonntag reiten, aber ich muss drüber schlafen“, gab die 14. der ersten Quali zu.

Titelverteidiger Nisse Lüneburg (Hetlingen) machte einen Fehler am Wassergraben, war damit aber in guter Gesellschaft : das 3,60 Meter breite Hindernis liegt in der Fehlerstatistik oben. „Ich bin zu wenig schwungvoll geritten“, so der zweimalige Derby-Sieger, der über seinen 18-jährigen Calle Cool, der am Wall überraschenderweise zögerte, sagte: „Der ist meistens nicht cool, aber ich bin zufrieden.“ Zu guter letzt kamen erneut Derby-Gesetze ins Spiel und Ausbilder Hans-Jörn Ottens schob sich mit Crashman in Pole-Position. Er war mindestens so überrascht wie das Publikum: „Ob ich Sonntag reite, weiß ich noch nicht, damit habe ich nicht gerechnet.“

Ergebnisse Freitag

2. Qualifikation zum Deutschen Spring-Derby, 2. Qualifikation zur Wertungsprüfung DKB-Riders Tour, internationales S***-Springen

1. Hans-Jörn Ottens (Loxstedt), DSP Crashman, 0 Fehler/104,09 Sekunden; 2. André Thieme (Plau am See), Voigtsdorfs Quonschbob, 0/105,91; 3. Janne-Friederike Meyer (Hamburg), Cellagon Anna, 0/113,80; 4. Carsten-Otto Nagel (Norderstedt), Lex Lugar, 116,20; 5. Gilbert Tillmann (Grevenbroich), Hadjib, 1/124,36

Baker Tilly Roelfs Trophy, internationales Zwei-Phasen-S*****-Springen

1. David Will (Pfungstadt), Mic Mac du Tillard, *0 Fehler/34,84 Sekunden; 2. Emanuele Gaudiano (Italien), Cocoshynsky, *0/34,85; 3. Kent Farrington (USA), Belle Fleur, *0/35,43; 4. Laura Klaphake (Vechta), Cinsey, *0/35,53; 5. Kaya Lüthi (Sendenhorst) Pret a Tout, *0/36,83

Intermediaire A, Qualifikation für Intermediaire II, international

1. Katarzyna Milczarek (Polen), Dzeko, 74.306 Prozent; 2. Pia Laus-Schneider (Klockenhagen/Italien), Shadow, 70.500; 3. Christoph Koschel (Hagen a.T.W.), Courtney, 69.083; 4. Kristian von Krusenstierna (Schweden), Languedoc, 68.750; 5. Kathleen Keller (Luhmühlen), Dycos d’Or, 68.667

Rosemarie Springer Preis, Qualifikation zum U25-Dressur-Derby, nationale S*-Dressur

1. Paula de Boer (Norderstedt), Honduras, 71.009 Prozent; 2. Caroline Wilm (Tasdorf), Almoretto, 69.298; 3. Mareike Flege (Königslutter), Walentina, 69.167; 4. Helena Vick (Tespe), Sarotti, 68.991; 5. Friederike Hahn (Tangstedt), Frizzanto P, 68.816

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