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Happy Holsteiner Hengste

Körung in Neumünster Happy Holsteiner Hengste

Nicht nur Halloween garantierte am Sonnabend Gänsehaut: Am Ende von drei spannenden Tagen Körung und Elitereitpferdeauktion in den Neumünsteraner Holstenhallen waren wieder 61 Hengste vorgestellt und 20 gekört. Sechs von ihnen bekamen eine Prämie.

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Quelle: Jessica Bunjes

Neumünster. So konnten die Aussteller des Siegerhengstes Charleston, Reimer Hennings (Bendorf) und Dieter Mehrens (Struvenhütten), sowie der Holsteiner Verband nicht nur "Happy Halloween", sondern auch „Happy Holsteiner“ jubeln: 61 zweieinhalb Jahre junge Holsteiner Hengste wurden von Donnerstag bis Sonnabend vor voller Halle gezeigt, von der Körkommission unter Zuchtleiter Dr. Nissen an der Hand, im Freilaufen und Freispringen begutachtet, vom Publikum beklatscht und gefeiert.

20 Testosteronpakete durchweg sehr gut

Zu guter Letzt verließen Sonnabend 20 Testosteronpakete die Arena mit dem begehrten Urteil „gekört“. Das bescheinigt ihren Besitzern, die dem Zuchtstandard in bester Form entsprechenden Tiere zukünftig zur Zucht eisetzen zu dürfen. „Die Holsteiner Pferde sind nicht nur gesprungen. Sie sind auch nicht alle gut gesprungen. Sie sind durchweg sehr gut gesprungen und das bestätigt, dass sie ihren aktuell ersten Platz in der Welt-Springrangliste absolut verdient haben“, lobte der französische Pferde-Experte Dr. Hubert Paul, Vorstandsmitglied der Weltzüchtervereinigung und Gast-Kommentator der 45. Holsteiner Körung.

Das sind die Fotos der Hengstkörung in Neumünster 2015.

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An der Spitze des Lots standen sechs Prämienhengste: Caspian aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Hansjörg Andresen (Simonsberg), der nicht versteigert wurde. Cantesini aus der Zucht von Reimer Detlef Hennings (Bendorf) und dem Besitz von Hennings und Dieter Mehrens (Struvenhütten) wurde für 75.000 Euro in die Slowakei verkauft. Der Diarado-Sohn Diamar (Züchter: Bernd Harlof, Wardrow) bleibt im Besitz des Holsteiner Verbandes. „Er ist mit allergrößtem Potenzial gesprungen“, urteilte Dr. Nissen über die Qualität des Dunkelbraunen mit der französischen Abstammung auf väterlicher Seite. „Was wären wir ohne französische Gene“, erinnerte der Zuchtleiter.

Siegerhengst brachte 300.000 Euro

Am Ende hieß es „schwarz oder weiß“: Zweiter Reservesieger wurde der Schimmel Catch (Hans-Peter Löding-Hasenkamp, Quarnstedt), der dem Südafrikaner Ian Callender gehörte und für 105.000 Euro in den Besitz des Holsteiner Verbandes wechselte. Braun ist die Nummer zwei; Central Park (Lothar Steuer, Pansdorf). Der Sohn des aktuell besten Springpferdes der Welt, Casall, wurde von Harm Sievers (Tasdorf) und Karin Rauert (Fehmarn) ausgestellt und für 100.000 Euro an Unternehmer Herbert Ulonska nach Klein Offenseth verkauft. Und der laut Dr. Nissen „beste Hengst, den wir hier seit langem gesehen haben“ ist Charleston, Schimmel aus der Zucht von Heiko Büttner, Schafstedt. Auch er wurde ausgestellt von Reimer Hennings und Dieter Mehrens.  „Wir hatten ihn von Anfang an im Auge und er hat durchgehalten“, lobte Dr. Nissen den großrahmigen Hengst, den sich der Besitzer des Hengstvaters Cascadello I, Professor Bernd Heicke vom Gestüt Fohlenhof in Hassloch, für 300.000 Euro in den Stall holte.

Insgesamt kostete ein gekörter Hengst im Durchschnitt 82.500 Euro – gut 20.000 Euro mehr als im Vorjahr. „Die Preise spiegelten die überdurchschnittliche Qualität wieder“, so Dr. Nissen. Die nicht gekörten Hengste kosteten im Schnitt 2000 Euro mehr als 2014, nämlich 20.300 Euro. Für Hennings/Mehrens gab es hier das Triple: Die Besitzergemeinschaft stellt auch den teuersten nicht gekörten Hengst, Casandus, ebenfalls ein Cascadello I-Sohn. Der Hammer fiel bei 40.000 Euro. Kein Wunder, dass Dieter Mehrens am Ende „Happy Holsteiner“ feierte und, wie nach ihm Zuchtleiter Dr. Nissen, mit dem überragenden Sieger Charleston durch die Halle tanzte.

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