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Große Bühne für junge Talente

LVM-Cup in Elmshorn Große Bühne für junge Talente

Der LVM-Cup – das ist Reiterförderung über Motivation auf dem Niveau der Klasse L in Dressur und Springen: Auf acht Stationen im Land haben sich junge Reiter für das ursprünglich für die Baltic Horse Show (BHS) geplante Finale qualifiziert.

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Mira Müller-Steinmann ist eine der Reiterinnen, die beim LVM-Finale in Elmshorn am Start sind. Die Kielerin und ihr Pferd Samba haben zudem Spaß an Zirkuslektionen.

Quelle: Carolin Kowsky

Elmshorn. Weil es die BHS nicht mehr gibt, haben sich BHS-Chef Peter Rathmann und LVM-Cup-Betreuer Berthold Steghaus ein neues, fulminantes Finale einfallen lassen. Das findet am kommenden Sonnabend in Elmshorn statt.

 Die Baltic Horse Show ist also Geschichte. Zuletzt hatte es Unstimmigkeiten zwischen Rathmann und der Stadt Kiel wegen des Exerzierplatzes gegeben. Der Platz war unerlässlich zur Errichtung der Pferdeboxen während des Turniers. Wie Rathmann berichtet hatte, wollte die Stadt für dieses Jahr die Gebühren für die Nutzung jedoch empfindlich anheben, was am Ende der Auslöser für die Turnier-Absage war.

 32 Finalisten im Springen und die 16 Besten aus der Dressur werden ihren Saison-Höhepunkt nun in der Reithalle des Holsteiner Verbandes erleben. Denn nach Absage des Kieler Traditionsturniers haben die Veranstalter, der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster und die Baltic Horse Show GmbH, nicht lange nach einem adäquaten Platz für den besonderen sportlichen Abschluss suchen müssen. „Die Fritz-Thiedemann-Halle in Elmshorn ist optimal – ein herrliches Ambiente mit einer guten Infrastruktur und ausreichend Parkraum. Sie bietet sich für Pferdeveranstaltungen regelrecht an“, erklärte LVM-Final-Chef Peter Rathmann, der mit dem neuen Finaltag einen neuen Weg einschlägt.

 Die Fritz-Thiedemann-Halle beherbergt zum LVM-Cup nicht nur die jungen Talente. Vielmehr werden die Dressur-Mannschaftsweltmeisterin Helen Langehanenberg (Münster) und der Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike (Nübbel) ihr Wissen in exklusiven Ausbildungsdemonstrationen an Teilnehmer und Zuschauer weitergeben. Eröffnet wird die Veranstaltung um 11 Uhr im Viereck: Die Reiter müssen eine Dressurprüfung der Klasse L auf Trense absolvieren. Mannschaftsweltmeisterin Langehanenberg kommentiert die Ritte direkt im Anschluss. Die 35-Jährige absolvierte ihre Ausbildung zur Pferdewirtin bei der beliebten Olympia-Gewinnerin Ingrid Klimke (Münster) und gehört zu Deutschlands besten Dressurreiterinnen. Mit Damon Hill NRW erreichte sie bei den Olympischen Spielen in London 2012 Silber mit der deutschen Equipe, gewann bei den Europameisterschaften 2013 in Herning sowie bei den Weltmeisterschaften in der Normandie 2014 Mannschaftsgold.

Spaß an Zirkuslektionen

 Mit in den Genuss des Wissens der Dressur-Expertin kommt unter anderem Mira Müller-Steinmann aus Kiel. Mit ihrem Pferd Samba bestreitet die 19-Jährige Dressur- und Springturniere und hat Spaß an Zirkuslektionen. „Zum Ende dieser Saison bin ich meine erste L-Dressur auf Kandare geritten, das möchte ich nächstes Jahr festigen und vielleicht auch die erste M-Dressur versuchen. An den Traversalen und fliegenden Wechseln müssen wir noch arbeiten“, sagt die Studentin. Die Möglichkeit dazu bekommt sie bei der Ausbildungsdemonstration von Langehanenberg. „Ich wäre schon einmal fast einen Lehrgang bei Helen geritten, das hat leider doch nicht geklappt. Umso schöner, dass ich jetzt mitreiten kann.“

 Im Parcours-Finale wetteifern 32 junge Reiter in einer Stilspringprüfung der Klasse L mit Stechen um die goldene Schleife. Olympiasieger Romeike übernimmt hier die Kommentierung – und im Anschluss eine Ausbildungseinheit. Der Zahnarzt gewann bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 in der Vielseitigkeit Einzel- und Mannschaftsgold mit seinem Schimmelwallach Marius. Zuvor hatte das Paar bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen Team-Gold gewonnen. Auch Thore Stieper, Vizelandesmeister der Ponyreiter, Sieger des Holsteiner Schaufensters und Zweiter im Pony-Cup-SH mit dem gekörten Ponyhengst Del Piero, nutzt die Gelegenheit des kostenlosen Profi-Coachings: „Ich bin richtig gespannt, was auf uns zukommt und was wir lernen können. Aber ich bin sicher, dass es ganz toll wird.“ Berthold Steghaus erklärt: „Wir wollen den Reitern insgesamt wertvolle Tipps für das Training zu Hause geben. Den Nachwuchs im Sattel zu fördern und im Reitsport zu halten, ist hingegen der grundsätzliche Sinn des Cups. Mit dem Finale sollen die jungen Talente eine große Bühne bekommen, um sich zu präsentieren.“ Und am Ende ist ein ganzer Finaltag fast besser als nur ein kurzer Auftritt in der Landeshauptstadt. Der Eintritt zur Veranstaltung kostet übrigens nichts.

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