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Shire Horses: Riesen mit sanftem Gemüt

Landeszuchtschau Shire Horses: Riesen mit sanftem Gemüt

„Shire Horses sind wie Kartoffelchips – du kannst es nicht bei einem belassen“, behauptet ein englisches Sprichwort von Fans dieser prächtigen Kaltblutrasse, die am Sonntag in Schwentinental (Kreis Plön) ein mächtiges Stelldichein auf tellergroßen Hufen hatte.

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Verstehen sich prächtig: Claudia Sheen (33) und ihre Jährlingsstute Willowfield la Luna.

Quelle: Jessica Bunjes

Schwentinental. Die erste „Ostsee Shire Horses Landeszuchtschau“ auf Hof Lepschies bot Hunderten Schaulustigen ein buntes Bild einer hierzulande seltenen Rasse – die größten Pferden der Welt.

 Claudia Sheen, Tochter des Hofbesitzerpaares Gerd und Annegret Lepschies, hat sich das Motto mit dem Kartoffelchip zu eigen gemacht: Die Angestellte beim International Center der Universität Kiel besitzt mittlerweile zwei Shire Horses; den im April in Dänemark gekörten zweijährigen Hengst De Goot Damon und die einjährige Stute Willowfield la Luna. Die beiden Vertreter ihrer Art wiegen, obwohl noch lange nicht ausgewachsen, etwa so viel wie drei „reguläre“ Warmblüter. In zwei, drei Jahren könnte die Addition ihres „Stock“ bei gut vier Metern landen. Mit anderen Worten: Sie sind gewaltig.

 Für Claudia Sheen ist dieses XXXL-Maß „optimal“, wie sie sagt: „Ich bin mit meinen 1,88 Metern als Frau groß, und ich fühle mich auf jedem anderen Pferd wie eine Riesin. Das Shire Horse ist ein Pferd, das zu mir passt, da kann ich mich raufsetzen und alles ist perfekt.“ Und weil die sanften Riesen als anhänglich und umgänglich gelten und sich durchaus normal freizeitmäßig reiten lassen, will Claudia Sheen mit ihrem aus dem Mutterland der Shires, England, stammenden Mann James in Schwentinental eine kleine Zucht aufbauen.

 Damit hat sie im Land zwischen den Meeren nahezu ein Alleinstellungsmerkmal, denn neben den „Ostsee-Shires“ gibt es in Schleswig-Holstein noch die „Nordsee-Shires“ in Langenhorn, die ebenfalls einen gekörten Hengst aufgestellt haben. Claudia Sheen betont: „Unser Hengst ist neben seinem Vater Kropper Busch Kevin der einzig gekörte Hengst im Land.“ Um die Shires bekannter zu machen, hat sie die Landeszuchtschau mit einem kleinen, etwa nur ein Dutzend Tiere starken, aber in jeder anderen Hinsicht imposanten Vierbeiner-Teilnehmerfeld ausgerichtet. Auf der beurteilte einer der nur zwei in Deutschland anerkannten Shire Horse-Zuchtrichter, Theo Bungard aus Eiskirchen (Nordrhein-Westfalen), die Qualität der ausgestellten Pferde. „Das war schon herrlich, was hier zu sehen war und die Aussteller kamen ganz aus Nordrhein-Westfalen, Dänemark und Niedersachen, plus eine Handvoll aus Schleswig-Holstein“, so Sheen, deren Stute in der Klasse der Einjährigen ausgezeichnet wurde. Für die 33-Jährige eine gute Basis für eine eigene, qualitätsvolle Zucht. Denn auch von guten Kartoffelchips müssen es ja immer ein paar mehr sein.

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