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Nach Olympia-Aus wackelt die Modernisierung

Hamburger Derby Nach Olympia-Aus wackelt die Modernisierung

Das Olympia-Aus erschüttert das Deutsche Spring- und Dressurderby: Weil die Hamburger gegen die sportlichen Wettbewerbe votiert haben, wackelt die erhoffte Modernisierung des Derbyparks.

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Janne-Friederike Meyer mit Cellagons Anna beim Hamburger Derby.

Quelle: Jessica Bunjes (Archiv)

Hamburg. So muss die Renovierung der maroden Tribüne wohl warten, allerdings stünden laut Derby-Chef Volker Wulff Gespräche mit der Stadt aus. Sportlich wird aufgerüstet, qualitativ und quantitativ.

Beim traditionellen Weihnachtsessen, dem ersten Derby-Talk mit Machern und Mitmischern des Deutschen Spring- und Dressurderbys im Landhaus Scherrer in Hamburg, legte Wulff für die Freunde des Pferdesports keine bunten Ringe unter den Baum, immerhin aber noch mehr Pferdesport: Die höchst dotierte Springsportserie der Welt, Global Champions Tour, bleibt mit einer Station sicher bis 2019 im Jenisch Park. Und wenn vom 4. bis 8. Mai wieder die internationale Reitelite um die begehrten „Blauen Bänder“ konkurriert, soll eine Team-Tour dazu kommen. „Wir wollen 15 Teams verkaufen, so viele, wie es Stationen in verschiedenen Ländern gibt“, erklärte Wulff, der die GCT seit 2008 im Programm hat.

Für die GC-Team-Tour in Hamburg sind 200.000 Euro Preisgeld ausgelobt. Damit erreicht der  Preisgeld-Topf die Millionen-Grenze. Mit dem geplanten vierten Veranstaltungstag, der 350.000 Euro kostet, sprengt Wulff außerdem den Drei-Millionen-Etatrahmen, wie er vor seinen Gästen verriet, zu denen Janne-Friederike Meyer zählte - und die singt nach wie vor das Lied von Olympia. Denn die Ex-Mannschafts-Weltmeisterin ist für die olympischen Spiele 2016 in Rio gesetzt. „Das bedeutet, dass ich zur Schonung und gezielten Vorbereitung meines Pferdes Goja auch mal ein Turnier auslassen muss, das wird aber sicher nicht Hamburg sein“, so die Profireiterin, die im Frühjahr für vier Wochen in Spanien trainieren wird, „um die grüne Saison zur Olympia-Vorbereitung zu verlängern.“

Im klassischen Derby-Kurs, der nach wie vor als schwerster Parcours der Welt gilt, wird die Hamburgerin ohnehin nicht antreten, auf keinen Fall mit ihrem einzigen Championatspferd, dem neunjährigen Goja, aber in einer Vielzahl der anderen Prüfungen. „Wir haben die Ausschreibung verändert, zudem sind 2016 nicht wie sonst parallel andere große Dressurturniere, so dass wir sowohl im Spring- als auch im Dressurbereich mit noch mehr internationaler Elite rechnen“, kündigte Wulff an.

Selbst Dressur-Königin Isabell Werth (Rheinberg), bisher oft vermisster Gast in der Hansestadt, hat bekundet, in der Hansestadt starten zu wollen. Insgesamt gute Aussichten, die gewissermaßen über Olympia und die Renovierungs-Lage hinweg sowie Derby-Sponsor Kaffeekönig Albert Darboven trösten, der seine Enttäuschung so beschrieb:  „Mein Handtuch war nicht groß genug, um meineTränen zu trocknen.“ Dennoch bleiben sie positiv. Wulff: „Wir behalten die EM-Bewerbung für 2019 im Auge.“

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