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Nele Löbber gewinnt Bundesnachwuchschampionat

Ponydressurreiter 2015 Nele Löbber gewinnt Bundesnachwuchschampionat

Die Siegerin im Finale des Bundesnachwuchschampionates der Ponydressurreiter 2015 heißt Nele Löbber (Witten) aus Westfalen. Mit ihrem elfjährigen Reitponywallach Rocky behauptete sich die erst zwölfjährige Nachwuchsreiterin in beiden Wertungsprüfungen der Klasse L an der Spitze mit den Top-Noten 9,0 und 8,8.

Verden. Der Endstand von 17,8 Punkten reichte somit locker zum Sieg vor Lisa Friedrichs aus dem Landesverband Hannover mit No Problem (16,50) und Helena Schmitz-Morkramer mit Proud Rockdandy (16,3) aus Schleswig-Holstein.

Insgesamt traten 20 Paare aus ganz Deutschland beim Bundesnachwuchschampionat in Verden im Rahmen der Jugend-Challenge, einem nationalen Spring- und Dressurturnier, an. Über 40 Paare bewarben sich beim Auswahllehrgang mit Bundestrainerin der Ponydressurreiter, Cornelia Endres, um einen Startplatz im Finale. 

Erstmals wurden beide Wertungsprüfungen in Verden auf Niveau der Klasse L ausgetragen. Die Siegerin im "Liselott-Rheinberger-Nachwuchs-Förderpreis 2015", die im Vorjahr mit Rocky noch Platz fünf belegte, überzeugte die Richter und Kommentatorin Heike Kemmer „mit einer sehr eleganten Vorstellung und einer hervorragenden Hilfengebung aus dem Sitz heraus“.
„Du hast ein sehr schickes Pony, das vielleicht in den Bewegungen etwas begrenzt ist, sich aber dafür sehr sicher und fein in der Anlehnung zeigt“, so die Mannschafts-Olympiasiegerin. Und auch die Bundestrainerin freute sich über die Leistung des jungen westfälischen Nachwuchstalentes. „Nele sitzt sehr natürlich und elegant auf dem Pferd und hatte auch bereits FEI-Erfolge. Mit ihrem zweiten Pony, der erst sechsjährigen Cassiopeia, wurde sie 2015 westfälische Landesmeisterin in der Ponydressur.“ Nele trainiert sowohl bei ihrer Mutter als auch bei Cornelia Endres. „Rocky haben wir schon seit er drei ist. Mit fünf Jahren saß ich zum ersten Mal im Sattel. Am schönsten ist er beim Galopp zu sitzen. Und im beim Putzen genießt er bei mir spezielle Massagen mit einer weichen Noppenbürste“, beschreibt Nele ihren Rappen. Sportlich angreifen möchte die Zwölfjährige 2016 dann aber mit ihrer jungen Ponystute.
„Du hast einen sehr guten Sitz und ein tolles Pony. Das war eine ausbalancierte Vorstellung mit hervorragender Trabtour und sehr weichen Übergängen“, lautete der Kommentar für die zweitplatzierte Lisa Friedrichs (14) und ihren siebenjährigen hannoversch gezogenen Ponyhengst No Problem v. Noir de Luxe. Lisa belegte in der ersten Wertungsprüfung Rang drei (8,2) und konnte sich Sonntag noch auf eine 8,3 steigern. Per Handy wurde sofort Trainer André Hecker informiert, der übermittelte: „Du kannst stolz auf dich sein“. Diese Meinung teilte auch Cornelia Endres: „No Problem ist ein Ponyhengst mit viel Potenzial und Lisa eine schon routinierte Reiterin, die effektiv einwirken kann.“


Platz drei belegte Helena Schmitz-Morkramer mit dem siebenjährigen Reitponywallach Proud Rockdandy. Die Holsteinerin sammelte 8,0 Punkte in der ersten Wertung und 8,3 in der zweiten Wertung (jeweils Platz vier). Mit 16,3 Punkten reichte es am Ende für den Bronzerang. „Helena ist ein natürlich sitzendes und fein einwirkendes Mädchen. Auch bei ihrem Pony sehe ich Perspektive für die FEI-Tour und einen Start beim Preis der Besten 2016“, so die Einschätzung der Bundestrainerin. Platz vier teilten sich Chiara Schumann mit Bella Bavaria aus dem Rheinland und Anna Schulte-Filthaut mit Lanieros aus Westfalen (jeweils 16,2). Anna lag am ersten Tag noch auf Rang zwei (8,4), konnte an diese Leistung aber am Sonntag nicht anknüpfen (7,8).
„Wir hatten 2015 besonders in der Spitze ein starkes Feld an Nachwuchstalenten. Es war eine gute Entscheidung, nun beide Wertungsprüfungen auf Niveau der Klasse L auszuschreiben. Denn alle Paare haben die Aufgabe gut bewältigt, und es gab keine Ausfälle. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr auch wieder mal einige Jungen im Finale am Start haben. Heike Kemmer hat den Kindern sehr praxisnahe Tipps mitgegeben und sofort einen guten Draht zu den Ponydressurreitern gehabt. Eine tolle Sache, dass so renommierte Reiter sich bereit erklären, diese Nachwuchsprüfung zu kommentieren. Davon profitieren die Kinder ungemein“, zog Cornelia Endres ihr Fazit.

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