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Aufsatteln für mehr Reitwege

Neumünster Aufsatteln für mehr Reitwege

Reit- und Fahrwege sind seit Jahren ein Thema: Im Reiterland Schleswig-Holstein wird schon lange um jeden Kilometer gerungen. Hier und da sind vereinzelt schöne Strecken entstanden, wie im Rahmen der Schusteracht Preetz oder im Naturpark Aukrug.

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Reit- und Fahrwege sind ein kostbares Gut im Land zwischen den Meeren. Daher wird am kommenden Sonnabend für mehr Routen durch die Pferdestadt Neumünster geritten und gefahren.

Quelle: Andreas Thomsen

Neumünster. In der Summe ist in Schleswig-Holstein Luft nach oben, was bereitbare Routen in der Natur angeht. Deshalb wird Ostersonnabend im Rahmen eines Sympathie-Ritts und Kutschenkorsos für Reit- und Fahrwege geworben. Der Tross, der das Image der Reiter weiter aufpolieren und deren Belange in den Fokus rücken soll, reitet beziehungsweise fährt direkt durch Neumünster. Das hat vorrangig zwei Gründe, erklärt Ingrid Thomsen (Kiel), Ehrenmitglied des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (PSH): „Zum einen werben wir mit dieser Aktion für den Pferdesport, und da macht es wenig Sinn, wenn sie keiner mitbekommt.“ Dass sich die bisher rund 60 Reiter und ein Dutzend Fahrer die Pferdestadt als einen Stern-Stafetten-Ort auserkoren haben, folgt zudem einem Anlass: In der Folgewoche, von Freitag, 21., bis Sonntag, 24. April, dominieren auf der Fachmesse „Nordpferd“ die Pferde in den Neumünsteraner Holstenhallen.

„Insofern kündigt der Sympathie-Ritt die Nordpferd eindrucksvoll an“, erklärt Britta Herbst (Stocksee), Leiterin des Fachbeirats Breitensport des PSH. Sie wirbt ihrerseits für weitere Mitmacher, die am Sonnabend in den Sattel beziehungsweise auf den Kutschbock steigen. „Die Stern-Stafetten-Ritte gibt es seit 2003 mit dem Ziel, dass mehr Wege für das Reiten und Fahren in der Natur freigegeben und neue Routen geschaffen werden“, erklärt die Koordinatorin, „deren“ Ritt am Sonnabend, 15. April, Punkt 11 Uhr, an den Holstenhallen startet. Der Weg führt quer durch die Schwalestadt bis zum Rathaus und – nach insgesamt 2,9 Kilometern ausschließlich über Asphalt und nur im Schritt – wieder zurück zum Ausgangspunkt.

„Verkehrssichere Pferde sind, wie Reitkappen für Minderjährige, ein Muss und Kappen für Erwachsene wünschenswert“, betont Herbst, die am Sonnabend die Regie an die erfahrene Berittführerin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Petra Dau (Mörel), abgibt. Die ist am Rande des 380 Quadratkilometer großen Naturparks Aukrug zu Hause und organisiert regelmäßig geführte Touren zu Pferd. Auf ihrer Internetseite www.horsetrail.de finden sich viele Infos zum Sympathie-Ritt, zur erlaubten Ausrüstung, zur Anmeldung und (kostenlosen) Teilnahme. Wer Fragen zum Kutschenkorso hat, wende sich an Karl-Friedrich von Holleufer (Tel. 04321/528241). Unterstützung findet die aufsehenerregende Aktion von der Stadt Neumünster, die die Straßen nach dem Umzug säubert. Außerdem empfängt Neumünsters erster Stadtrat Carsten Hillgruber den Konvoi, der von der Polizei eskortiert wird.

Jeder Teilnehmer kann mit einer Stallplakette rechnen und sich mit einem Kilometer-Pass ausstatten lassen, um über seine gerittenen Strecken einen Nachweis zu führen. „Immerhin sind 2016 bei den Stern-Stafetten-Ritten 2900 Kilometer zusammengekommen“, erinnert Britta Herbst. Wer darüber hinaus Mut zur Extrovertiertheit zeigt und im Kostüm reitet, hat die Chance auf einen Preis, denn das beste Outfit wird auf der Nordpferd prämiert. Auskünfte erteilt Petra Dau unter Tel. 0170/9492067.

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