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"His Moment" siegt beim Trakehner Hengstmarkt

Neumünster "His Moment" siegt beim Trakehner Hengstmarkt

36 Junghengste waren zur Körung in den Holstenhallen von Neumünster angetreten, 13 wurden gekört, davon fünf prämiert, einer mit dem Urteil „vorerst nicht gekört“ zurück gestellt: Der 54. Trakehner Hengstmarkt bot rund 14.000 Besuchern aus 20 Nationen an vier Tagen viele Höhepunkte und mit dem Millennium-Sohn His Moment am Sonntag einen Sieger, der quasi mit einem Bein zu Schleswig-Holstein gehörte.

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Der Sieger His Moment beim Hengstmarkt 2016.

Quelle: Jessica Bunjes

Neumünster. Und noch ein SH-Hengst zählt zum Prämien-Lot des Körjahrgangs: Der Vollblut-Sohn Herzensbrecher (von Ruffian Reef xx) wurde bester gekörter Halbbluthengst. „Die Trakehner Zucht hat traditionell einen hohen Blutanteil – aber wir brauchen die richtigen Blüter“, erinnerte Körkommissions-Mitglied Dr. Hans-Peter Karp (Ochtrup). Herzensbrechers Züchterin Stephanie Herken-Wendt (Majenfelde) liegt mit ihrer Anpaarung im Trend. Sie verfolgt erfolgreich eine Doppel-Strategie, hatte den Dunkelbraunen mit der „plastischen Textur“, so Zuchtleiter Lars Gehrmann (Brodersdorf), bereits beim Zuchtverband für Sportpferde arabischer Abstammung vorgestellt. Auch dort war der Enkel des Imperio gekört worden. Imperio, unter Hubertus Schmidt Teil des deutschen Dressur-Olympiateams, ist Trakehner des Jahres.

Zur Auktion kam der Dreijährige nicht. Das, so ein ungeschriebenes Gesetz, disqualifizierte ihn als Sieger. Den Weg ging der als Bester seines Jahrgangs ausgezeichnete His Moment. Der Braune war von einem Kleeblatt-Konsortium nach Neumünster gebracht worden, zu dem die Hessische Hausstiftung Panker mit dem Betriebsleiter von Gut Panker, Heinrich von der Decken, gehört. Auch wenn dessen Familie in der Hannoveraner Zucht verwurzelt ist, hat von der Decken für seinen Chef Donatus Landgraf von Hessen bereits zum dritten Mal mit dem Konsortium – zu dem auch der Züchter von His Moment, Christian Röhl (Stendahl), gehörte – einen Hengst gekauft und gekört bekommen. 2014 war das mit High Motion der Reservesieger.

Der Trakehner Hengstmarkt 2016: Speedway von Schwarzgold.

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„Wir verstehen uns gut, jeder hat Pferdeverstand, eine gute Kombination“, so von der Decken. Versteigert wurde His Moment für 200.000 Euro. Er soll beim dänischen Dressurreiter Andreas Helgstrand gefördert werden. Lachender Dritter ist der Trakehner Verband, der zweimal verdiente: 23 Prozent jetzt vom Auktionspreis und zudem vor zwei Jahren, als das Konsortium den Hengst als Fohlen auf der Auktion in Hannover erwarb. Interessant zudem: Mit dem Sieger auf dem Trakehner-Gestüt Langels in Schäplitz aufgewachsen sind auch die Prämienhengste High Five und In Step.

Reservesieger wurde der Schimmel Zauberreigen von Rheinklang, gezogen in Hessen. Er wurde für 125.000 Euro nach Staffelde verkauft. Zum Lot der gekörten Hengste zählt Deinheart aus der Zucht von Norbert Timm, Grebin, der sein Gestüt Hohenschmark in diesem Jahr an Elisabeth Ahn verkauft hat. Höchstpreise wurden auch für andere Pferde gezahlt: So brachte in der Fohlanauktion der Halbbruder des Siegers, Konstantin von Millennium, 80.000 Euro. Züchterin ist Ines Eisold aus Ahrensfelde bei Berlin. Das teuerste Reitpferd, der vierjährige Trakehner-Reitpferde-Champion Vapiano aus Hohenschmarker Zucht, kostete 70.000 Euro. Der teuerste nicht gekörte Hengst, Sky Jacker von E.H.Sixtus, ging für 30.000 Euro nach Hessen.

Ein Erfolg war der neue Freispring-Cup. Sieger wurde ein drei Jahre alter Halbblüter von Fragonard xx namens Popeye aus der Zucht und dem Besitz von Elke Börsch (Hennef). Zu guter letzt wurde ein weiteres Pferd aus dem Land zwischen den Meeren geehrt: All Inclusive, Reservesieger 2009 und zuhause auf dem Gestüt Tasdorf bei Neumünster, wurde als Elitehengst ausgezeichnet.

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