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Nur die Besten für die Zucht

Neumünster Nur die Besten für die Zucht

Bewegungsstärke und Korrektheit des Körperbaus sind vom 12. bis 14. Februar in den Holstenhallen von Neumünster gefragt. Zur Körung des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg (PSB) beweisen über 100 Hengste aus knapp zwei Dutzend Rassegruppen ihre Qualität, potente Väter der Zukunft zu sein.

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Zwei Schönheiten, wie sie im Buche stehen: Lehnsmanns Canterbury (Züchter: Hans-Heinrich Stien, St. Peter-Ording) wurde 2015 Rassesieger der Reitponys. Diamond de Dali (Peter Böge, Schönhorst) wurde 2. Reservesieger.

Quelle: Volker Hagemeister

Neumünster. Zucht heißt Selektion. Und deswegen dürfen sich nur die besten Vierbeiner anerkannt fortpflanzen. Zwar hat jede Rasse, vom Mini-Shetty bis zum Schleswiger Kaltblut, ihre eigenen Zucht-Standards. Aber ein gutes Pferd ist ein gutes Pferd. Das zu bewerten, ist Aufgabe von PSB-Zuchtleiterin Elisabeth Jensen und ihrer Körkommission, die von den Rassevertretern komplettiert wird. „Zuweilen ist es schwer, jedem Pferd gerecht zu werden, denn nicht jeder Hengst zeigt sich am Körwochenende in Bestform, mancher bleibt hinter seinem Vermögen zurück oder ist einfach nicht fit. Wir aber können nur bewerten, was wir sehen“, erläutert Jensen die Gratwanderung, die nicht selten über eine Kastration entscheidet.

90 Nachwuchstalente bewerben sich erstmals um die begehrte Zuchtzulassung. Weitere 14 Hengste sind bereits bei anderen Zuchtverbänden als Vererber eingetragen. Sie stellen sich in Schleswig-Holstein zur Anerkennung vor. Die Gruppe der Deutschen Reitponys macht mit 42 Vertretern fast die Hälfte des Körlots aus, das 21 Rassegruppen umfasst. Erwartet werden unter anderem auch zehn Shetlandponys der verschiedenen Kategorien, sieben Islandpferde, vier New Forest und fünf Welsh Ponys der verschiedenen Sektionen. Sogar ein Deutsches Polopferd, ein Paso Peruano und ein Miniatur-Esel sind angemeldet.

Los geht es am Freitag, 12. Februar, um 7.15 Uhr mit dem Messen. Parallel zur anschließenden Musterung wird ein Probe-Freispringen angeboten. Im Anschluss an die Begutachtung der mehrgängigen Islandhengste auf dem Dreieck steht das Freilaufen auf dem Programm. Tags darauf stellen sich die Köraspiranten auf dem Dreieck, die Sportponyrassen zudem im Freispringen, der Bewertung. Rassenweise werden die Körurteile verkündet und die Siegerhengste proklamiert.

Schleswiger Kaltblut: Ein Stück Heimat

Besonderheiten in diesem Jahr: Bei den Deutschen Reitponys steht die zweimalige Mannschafts-Olympia-Siegerin in der Dressur, Heike Kemmer (Winsen/Aller), der Kommission zur Seite. Im Freispringen wird Holsteiner Züchter Jochen Ahsbahs (Bokel) beratend unterstützen. Die Islandpferde werden vom Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV) beurteilt. Als Rassevertreterin ist PSB-Vorstandsmitglied Jutta Schlüter dabei. Die Islandpferdezüchterin aus Appen-Etz wirkt seit rund 20 Jahren in der Organisation der Veranstaltung mit. Sie stellte bereits drei Hengste vor, die allesamt die Zuchtzulassung erhielten: „Es ist toll, dass die Züchter und alle Beteiligten so einen Aufwand treiben“, findet Schlüter.

Zum ersten Mal als Züchterin dabei ist Elisabeth Lammers aus Kiel. Ihr Schleswiger Kaltblut-Hengst Habicht erblickte 2013 als Lammers’ zweites selbstgezogenes Fohlen das Licht der Welt. „Es ist unvergleichlich, wenn man den Hengst von den ersten Minuten an kennt“, sagt die 57-Jährige, die Habicht selbst vorbereitet. Viele Spaziergänge sollen zu einem guten Schritt beitragen. „Das Schleswiger Kaltblut bedeutet auch ein Stück Heimat für mich“, sagt Lammers, die die Rasse in Reinzucht erhalten will.

Der Verein Schleswiger Pferdezüchter, der sich genau diesem Ziel verschrieben hat, feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums sowie der 175-jährigen Tradition des Hohnbeer-Umzugs in Heide zieht am Sonntag, 14. Februar, ein Festumzug mit 80 Zweibeinern und 17 Schleswiger Kaltblutpferden durch die Holstenhalle, wenn es ab 14 Uhr beim Schaunachmittag unter dem Motto „Zeitreise“ in knapp 25 Schaubildern sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft geht. Karten unter Tel: 04321/9100.

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