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Pferdefest des Nordens Pure Freude am gemeinsamen Erlebnis

Das 21. „Pferdefest des Nordens“ macht den Landesturnierplatz in Bad Segeberg zu einer Spielwiese des Breitensports

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Beim Landesbreitensportfestival in Bad Segeberg werden andere als die ,,regulären" Fähigkeiten abgefragt. Fast ein Dutzend Verbände und Vereine stellen rund 100 sportlich-spaßige Wettbewerbe auf die Beine. Da wird ohne Reiter gesprungen, ohne Gebiss gelenkt und ohne Sattel geritten – unter anderem. Der Spaß findet statt am 20. und 21. August.

Quelle: S. Queisert

Bad Segeberg. Pferde, Vielfalt, Fantasie: Das 21. „Pferdefest des Nordens“ verwandelt den Landesturnierplatz in Bad Segeberg Jahr für Jahr in eine bunte Spielwiese des Breitensports, 2016 am 20. und 21. August. An der Tete: der Pferdesportverband Schleswig-Holstein (PSH), bei dem sich Akteure mit 600 Ponys und Pferden angemeldet haben.



Zwanglos geht es an dem Wochenende auf der „Rennkoppel“ zu. Rund 100 teils kuriose, teils sportliche, außerdem spaßige und spannende Wettbewerbe sind wieder im Angebot – einige sogar mit Kostüm, andere mit Hund und manche mit Hut: Erneut werden „Cowboy“- und „Cowgirl“-Klassen ausgeschrieben, mit einer Menge Pailletten an der Reit-Klamotte und mit viel Walk und Trot in der Bahn – kurzum mit wunderbarem Westernflair.



Generell? Beteiligen sich elf Vereine und Verbände an der kreativen Gestaltung des Ganzen. 40 ehrenamtliche Organisatoren dirigieren 300 Helfer, die mehr als ein Dutzend Areale auf dem Gelände managen. Denn es läuft manches parallel an den beiden Tagen. Ob Kostümvoltigieren, Geschicklichkeitsfahren, rasante oder elegante Ritte, kniffelige Aufgaben oder freie Küren, im Western-, Tölt-, klassischen oder Barocksattel – oder auch ganz ohne, vom Shetty bis zum Shire Horse. Das Abenteuer kennt kaum Grenzen.

Um Meriten geht es nicht, dafür um das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Pferd. „Hier kann jeder das Passende für sich und seinen vierbeinigen Partner finden“, ist Antje Voß überzeugt. Die Breitensportbeauftragte des PSH stammt aus Barmstedt und hält die Leinen des Pferdefestivals in Händen. Sie betont: „Turniererfahrung und -erfolge sind nebensächlich, hier geht es ganz einfach um die Freude am Pferd und am gemeinsamen Erlebnis.“



Die Messlatte liegt damit nicht niedrig, sondern teils sogar recht hoch, denn es starten so akrobatisch veranlagte Akteure wie Mats Marcinkowski aus Neumünster, dessen New Forest Pony Karlchen selbst Feuershows nicht scheut. „Man bekommt schon einiges zu sehen, teilweise haut es selbst uns fast aus den Socken, so einfallsreich sind einige Teilnehmer“, begeisterte sich die Mitarbeiterin des PSH, Maritres Hötger, verantwortlich für den Breitensport. Allerdings: Feuer wie bei Mats und regelrechte Stunts wie beim Mounted Games braucht es nicht unbedingt. Es langsam oder schnell oder wie auch immer angehen zu lassen, sei durchaus in Ordnung, wie Voß betont: „Beim Landesbreitensportturnier ist es ganz egal, ob man jung oder alt, groß oder klein ist, reitet, fährt, voltigiert oder am liebsten mit seinem Pferd oder Pony spazieren geht. Hier zählt das Dabeisein.“



Nicht zu vergessen das große Fohlenchampionat des Pferdestammbuchs SH/HH (PSB), bei dem es für die Züchter allerdings mit einigem Ernst zugeht. „Immerhin ist Bad Segeberg für uns eine beliebte Plattform, wo wir nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Klasse unserer Vierbeiner zeigen“, betont PSB-Geschäftsführerin Elisabeth Jensen. Selektierte Fohlen aus gut zwei Dutzend Rassegruppen haben hier am Sonnabend, 20. August, ihren großen Auftritt.



Neues entdecken? Abgesehen von „Pias Ponyolympiade“ für die Kleinsten – und zwar ganz ohne Pferd – wird erstmals eine „Aufgabe am Leitseil“ gelöst, und Sonnabendabend der erste „Moonlight-Trail“ bei Fackelschein geritten. Ein „Natural Horsemanship Tournament“ ist ausgeschrieben, und auch der Mannschaftsgeist kommt nicht zu kurz, denn es wird zu einer Mounted Games Jugendklasse U14 und einer Qualifikation für den PM-Schulpferde-Cup geladen.


Gebisslos glücklich? Das ist manches Pferd in Bad Segeberg in diesem Jahr zum ersten Mal, einen Cup haben sie für diese Art des Reitens ausgeschrieben, den „Gebisslos Glücklich Cup.“ Hier stellen die Teilnehmer ihr Können ohne Trense unter Beweis. Kein neuer, dafür spannender Ansatz, denn auch gebisslos sind teilweise wilde Variationen zu sehen. Entscheidend ist also die Umsetzung des „Glücklich“-Aspekts. Und das gilt für das ganze Turnier. 


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Pferdefest des Nordens
Foto: Heiner Ehlers aus Bokhorst mit Steinburgs Melody aus der Marley.

„Das Pferdefest des Nordens“ ist das einzige Turnier im Land, das zur besseren Orientierung einen Übersichtsplan verteilt. Der ist notwendig: An zwei Tagen bieten stattliche 100 Wettbewerbe auf einem guten Dutzend Arealen auf der Rennkoppel in Bad Segeberg die Vielfalt der Beschäftigung mit dem Pferd.

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