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Über den Weidezaun geschaut – die Betriebetour 2016

Pferdesportverband Schleswig-Holstein Über den Weidezaun geschaut – die Betriebetour 2016

Rund 30 interessierte Pferdebetriebsinhaber waren am 12. Mai bei schönstem Frühlingswetter der Einladung des Arbeitskreises Pferdebetriebe gefolgt, im Rahmen der PSH-Betriebetour verschiedene Haltungskonzepte ihrer Kollegen kennenzulernen und neue Eindrücke und Ideen zu gewinnen. In diesem Jahr standen für die Tour drei Betriebe rund um Bad Segeberg auf dem Programm.

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Reiner Stave, „Der Kutscher von Karl-May“, und seine Frau Marion Fritzsch empfingen die Gäste mit Kaffee und Kuchen.



Quelle: PSH

Bad Segeberg. Bad Segeberg, das ist da „wo die Herzen wilder schlagen“, die Heimat von Winnetou und Old Shatterhand, die Heimat der Karl-May-Festspiele. Und ein kleines Stücken außerhalb, in Schönböken, da ist die Heimat von Reiner Stave, dem „Kutscher von Karl May“. Autogrammkarten und Starrummel erwarteten die Teilnehmer bei der Ankunft auf dem Hof Stave aber nicht. Auf der liebevoll hergerichteten, einladend historisch anmutenden Anlage wurden sie von den Gastgebern und ihren Hunden stattdessen ganz bodenständig mit Kaffee und Kuchen empfangen. Bodenständig und durchdacht ist hier auch die Pferdehaltung. Täglicher Weidegang und große Boxen für die Nachtruhe bilden die Grundlage für eine fröhliche kleine Stallgemeinschaft, die sich vor allem dem Fahren und dem Jagdreiten verschrieben hat.

Noch ein wenig dichter an Bad Segeberg, in Groß Rönnau, ist die Heimat der vierbeinigen Karl-May-Stars. Auf dem Pferdehof Behnk stehen neben einigen Pensionspferden auch die Pferde von Winnetou und seinen Mitstreitern in einer großzügigen Aktivstallanlage.
Neben den zwei großen Offenställen mit computergesteuerter Fütterung, mit einer Stuten- und einer Wallachherde, stehen auch Paddockboxen zur Verfügung. Er halte eine gut gemachte Offenstallhaltung zwar für das Beste, erklärt Anlagenbetreiber Gerd-Wilhelm Behnk, aber manche Einsteller würden sich noch nicht gleich daran trauen und so seien die Paddockboxen eine Alternative zum eingewöhnen. Ausreichende Auslaufmöglichkeiten seien aber in jedem Fall unabdingbar.

In Kükels, auf „Winkler’s Hof“ gab es anschließend eine hochmoderne, neu gebaute Anlage mit einem innovativen Ansatz zur Boxenhaltung zu besichtigen. Die fast 25m² großen Boxen sind in einen eingestreuten Liege- und einen betonierten Fressbereich unterteilt und mit einem Fressgitter zum Futtergang hin versehen. Die Zwischenwände sind in der Höhe so gestaltet, dass Sozialkontakt zu den Boxennachbarn möglich ist. Die größte Besonderheit besteht allerdings darin, dass die Boxen sich nicht innerhalb eines Stallgebäudes, sondern auf einer überdachten Außenfläche befinden, so dass die Pferde ganzjährig im Außenklima stehen, was Atemwegserkrankungen vorbeugt und eine natürliche Thermoregulation ermöglicht. Viele Pferdehalter, die aus der klassischen Haltung im Boxenstall kommen seien zunächst skeptisch, erklärt Gerd Winkler (der, wie er mit einem Auenzwinkern sagt, nur zur Pferdehaltung kam, weil er sich in eine Frau mit Pferd verliebte), aber die Erfahrungen zeigten, dass die natürlichen Klimareize der Gesundheit der Pferde sehr zuträglich seien. Natürlich wird aber auch hier die Boxenhaltung mit viel freier Bewegung auf der Weide kombiniert.

Angeregt von der Fülle der Eindrücke ließen Teilnehmer und Gastgeber den Abend schließlich bei einem leckeren Essen mit intensiven Gesprächen und Diskussionen ausklingen, um sich dann wieder ihren eigenen Betrieben zu widmen.

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