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Abschweifen in ferne Welten

Pferdestammbuch SH/HH Abschweifen in ferne Welten

Das Pferdestammbuch SH/HH bereitet sich auf eine „Zeitreise“ vor: Zu seinem 28. Schautag als Abschluss seiner Winter-Körung (12. bis 14. Februar) werden in den Holstenhallen in Neumünster traditionell nicht nur die besten Sportler und Züchter erwartet. In 20 Szenen feiert der Verband die Pferde in all ihren Facetten, Farben und Verwendungen.

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Alibaba und die 40 Reiter... das sind kleine Shettys mitsamt den Puppenreitern groß in Aktion: Beim bunten Schautag des Pferdestammbuch SH/HH in den Holstenhallen in Neumünster am 14. Februar zeigen Reiter aus dem ganzen Land ihre Vierbeiner und deren speziellen Künste.

Quelle: Andreas Thomsen

Neumünster. Zum krönenden Abschluss der alljährlichen dreitägigen Körveranstaltung nimmt der kleine Zuchtverband der Minis und der Maxis unter den Vierbeinern am Sonntag, 14. Februar, die Freunde seiner über zwei Dutzend Rassen mit auf eine faszinierende Reise. Natürlich wird das Jubiläum der hiesigen Heimatrasse nicht vergessen; die Zucht der Schleswiger Kaltblüter besteht seit 125 Jahren. Grund genug für einen im wahrsten Sinne des Wortes tonnenschweren Festumzug. Das Pferdestammbuch entführt aber nicht nur in längst vergangene Zeiten und erinnert an alte Legenden, sondern schweift ab auch in ferne Welten.

100 Pferde verschiedener Rassen

 „Das Besondere an unserem Schaunachmittag ist, dass die einzelnen Acts meist von großen Gruppen selbständig inszeniert werden“, sagt Dr. Elisabeth Jensen, Geschäftsführerin und Zuchtleiterin des Verbandes. An ihr hängt dieses Mal die Organisation des Events. Insgesamt sind mehr als 200 Akteure und Helfer involviert – ehrenamtlich. Sie bringen mehr als 100 Ponys und Pferde aus verschiedensten Rassen mit, um einen unvergesslichen Nachmittag zu gestalten. „Die Vorbereitungen beginnen direkt nach der letzten Veranstaltung, es wird also seit fast einem Jahr geplant, genäht, gebaut und einstudiert“, erzählt Jensen vom Einsatz ihrer Mitglieder, die in diesen Wochen überall auf Höfen im ganzen Land zu letzten Proben zusammen kommen. Sie bringen als „wilde Piraten“ und „Robin Hood“ Action in die Halle, die „Eiskönigin“ sorgt für magische Momente und alte Kumpel wie „Ernie und Bert“ wecken bei manchem Zuschauer Kindheitserinnerungen. Auch die Zukunft kommt nicht zu kurz. Die IG Fjord widmet ihr Schaubild beispielsweise der Frage, wozu unsere Vierbeiner zukünftig im Stande sein könnten. Die Geschichte des Haflingers erzählen sechs Reiter und vier Fahrer vom „Haflinger Team Nord“. Schon seit 1992 ist Inge Hanssen (65) vom Hof Gamal aus Süsel mit ihrer Truppe „Blondschöpfe“ dabei. „Damals haben wir noch selbst gezüchtet und wollten unsere Rasse präsentieren. Inzwischen züchten wir nicht mehr, machen aber immer noch mit, weil wir so viel Spaß daran haben." Ihre Schaugruppe, die mit 20 Darstellern und Helfern nach Neumünster reist, existiert im vierten Jahr und probt einmal im Monat, so Hanssen, die sich auf ihr 23. Schaubild freut. „Ein bisschen verrückt muss man sein, wenn man so etwas so lange macht. Der Lohn ist der Spaß und natürlich der Applaus des Publikums.“ Sogar Hanssens 24-jähriger Wallach Malik ist wieder dabei, tritt seit 20 Jahren an ihrer Seite in der Holstenhalle auf. „Nervös ist er trotzdem noch – Pferde eben.“

Showerfahrung ist vorhanden

 Keine Sorgen um aufgeregte Vierbeiner machen sich Jule Küppers (21, Altenholz) und Henriette Kittel (19, Selent). Ihre Verlasspartner bastelten sich die beiden Reiterinnen selbst – Steckenpferde aus Holz und Stoff. „So klappen selbst die kompliziertesten S-Lektionen mit Leichtigkeit“, sagt Jule Küppers schmunzelnd, deren „Dressurtalente“ sich auf dem Landesbreitensportturnier in Bad Segeberg im Pas de Deux bewährt haben. „Weil wir mit unseren ,Pferden´ so flexibel sind, dürfen wir als Pausenclowns auftreten.“ Erste Showerfahrungen sammelte das Duo vor einem Jahr am selben Ort, beim Schauwettbewerb des Reitturniers VR Classics. „Jetzt freuen wir uns darauf, beim Pferdestammbuch dabei zu sein“, so Jule Küppers.

 Nicht mit von der Partie sind die Islandpferdereiter. „Sie haben ihr Showprogramm wegen einiger rund um Neumünster aufgetretener Druse-Fälle abgesagt“, so Jensen bedauernd. In dieser Hinsicht ist das Pferdestammbuch gebeutelt: Von Herpes über Rotz und Druse litt die Pferdeszene zu Beginn der vergangenen Jahre an der Angst vor diversen „Seuchen“, was sich letztendlich jedoch nicht drastisch in den Teilnehmerzahlen widerspiegelte.

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