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Pferdesteuer ist nicht die einzige Sorge

PSH Pferdesteuer ist nicht die einzige Sorge

Das Ehrenamt, der Tierschutz, die Pferdesteuer und der Landesturnierplatz sind Themen, die die Funktionäre des Pferdesportverbandes SH (PSH) bewegen. Der Verband, der 374 Vereine und 388 Betriebe unter seinem Dach verbindet, tagte am vergangenen Wochenende in Neumünster.

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Unter dem Dach des Pferdesportverbandes SH vereinen sich längst nicht nur (junge) Turnier-, sondern vor allem viele (erwachsene) Freizeitreiter.

Quelle: hfr

Neumünster. Die Service-Fühler streckt der Vorstand vermehrt in Richtung seiner Reiter aus. Deren Bedürfnisse sind immerhin Motor der Pferdeszene.

 Und die – zumindest der organisierte Teil – bewegt sich nach wie vor zahlenmäßig leicht nach unten. 378 Vereine (also vier mehr) zählte der PSH im Vorjahr, die Betriebe sind sechs weniger als 2015. Insgesamt sind 38076 Mitglieder organisiert (38425). Laut Statistik wächst derzeit nur die jüngste Gruppe, die „bis 18-Jährigen“. „Die Vereine und Betriebe sollten jede denkbare Möglichkeit der Mitgliederwerbung nutzen“, betonte PSH-Geschäftsführer Matthias Karstens daher. Neue Programme, wie „Pony on Tour“ und das PSH-geförderte Projekt „Reiten in der Schule“ sollen unterstützen. Karstens erinnerte: „Der Kauf von Schulpferden und -ponys wird vom Verband bezuschusst.“

 Wie der Jahresstatistik weiter zu entnehmen ist, stieg die Zahl der Turniere um zehn auf 286 an. Den Hauptanteil aller Prüfungen nimmt auf den Veranstaltungen landesweit das Parcoursreiten ein (61 Prozent). Geritten wurden 5465 Prüfungen (5449), gestartet wurde jedoch weniger als zuvor – 108794-mal (113564). „Während die Turniere mehr wurden, verzeichneten wir Verluste bei den Starts. Viele Startwillige wurden in den Prüfungen jedoch nicht mehr zugelassen, weil die Listen schon voll waren“, erklärte Matthias Karstens. Er verwies auf sinnvolle Einteilungsmöglichkeiten der Prüfungen in Form von Alters- und Leistungsklassen oder Ranglistenpunkten.

 357 der im Jahr 2013 eingeführten „Schnupperlizenzen“ wurden 2016 ausgegeben, in der Summe 6948 Turnierlizenzen vergeben (7033). „Ein leichter Rückgang“, so Karstens. Einen gleich „drastischen“ Rückgang von 17 auf elf Veranstaltungen erlebt der Fahr-Turniersport im Leistungsbereich A bis M. Einen Anstieg gab es hingegen bei den Reitabzeichen: Im Jahr 2016 wurden 13 Reitabzeichen in Gold verliehen (8), insgesamt 6734 (6552) in allen Disziplinen und Kategorien abgelegt. Um „stilistisches, sauberes Reiten“ zu fördern, wurde nach Vorläufern in anderen Bundesländern auch in Schleswig-Holstein vor drei Jahren das sogenannte „8er-Team“ ins Leben gerufen. Jeder, der in Prüfungen der Klassen E bis M sowie im Voltigieren gemäß LPO (Leistungsprüfungsordnung) eine Note von 8,0 und höher erreicht, kann sich online registrieren lassen (https://pferd-und-sport.de/ 8er-team-2017/8er-team-liste/) und wird am 18. November zu einem Lehrtag in Elmshorn eingeladen. „Das schafft Motivationswerte und belohnt eine Reiterklientel, die sich durch gutes Reiten auszeichnet“, erklärte Karstens.

 Für die Zukunft gelte es abseits des Turniersports weiterhin, sich „mit der abstrusen Idee einer Pferdesteuer“ auseinanderzusetzen. „Selbst wenn die Steuer in Tangstedt nicht kommt, wird uns das Thema noch weiter beschäftigen“, mutmaßt PSH-Vorsitzender Dieter Medow (Hamburg). Unterstützung bekommen die Reiter im Kampf gegen die erste Besteuerung einer Sportart von der Landes-CDU, die sich im Wahlkampf klar gegen die Zwangsabgabe zur Konsolidierung maroder Gemeindekassen aufstellt. Zumal die schleswig-holsteinischen Reiter auch 2016 enorm erfolgreich waren (wir berichteten).

 Der Verbandsvorsitzende erinnerte in dem Zusammenhang, in dem er auf die (anerkannte) Bedeutung des Pferdesports hinwies, daran, dass Reitsport gelebter Tierschutz sei. „Wir wissen, dass sich nicht alle daran halten. Die überwiegende Mehrheit praktiziert jedoch aktiven Tierschutz. Wir müssen den Mut haben, Missstände offen anzusprechen, denn wir sind Vorbilder, wenn es um unsere Reitlehre und unsere richtlinienkonforme Pferdehaltung geht.“

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