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Pony-Mädchen träumt vom großen Kino

Web-Voting Pony-Mädchen träumt vom großen Kino

Einst war sie das Baltic-Horse-Show-Kind der Kieler Nachrichten. Inzwischen ist das „Pony-Mädchen“ Michelle Schmalz 18 Jahre „alt“ und hat seine Leidenschaft für Pferde mit einer für Pferde-Filme ergänzt. Die Abiturientin aus Rumohr hat ein Video gedreht, das sie auf der „Equinale“ vorstellen will.

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Viel Arbeit, bis alles passt: Hobby-Filmerin Michelle Schmalz (links) drehte mit Pony Cinderella und Team im Bordesholmer Wald

Quelle: Martje Müller

Rumohr. Das Pferdefilmfestival „Equinale“ war ursprünglich vom 30. Juni bis zum 2. Juli in der Spanischen Hofreitschule in Wien geplant. Just wurde es, wie die österreichische Gründerin Nile Harlis Pils mitteilte, unter anderem aufgrund des großen Andrangs auf den 7. bis 10. Dezember ins Messezentrum Salzburg verlegt. Pils ist Geschäftsführerin des Pferdesenders Reiter-TV. Im Rahmen der „Mevisto Amadeus Indoors“, einem internationalen Reitturnier plus Pferdemesse mit rund 40000 Besuchern, wird die Equinale eine Messehalle zur Verfügung gestellt bekommen, wo Pferdefreunde, Künstler, Filmemacher, Blogger und Youtuber auf Gleichgesinnte sowie auf viele Stars der Reiterszene – wie „Pferdeflüsterer“ Monty Roberts – treffen.

Start mit dem Film "Schutzengel"

Mit von der Partie ist auch Michelle Schmalz, Schülerin der 12. Klasse der Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm. Mit ihrem Clip „Schutzengel“' will sie am Hobbyfilmcontest der Equinale teilnehmen, muss dafür jedoch unter die besten drei Videos im Internet-Voting kommen. „Aufmerksam geworden bin ich auf den Contest durch Instagram und habe mir eine Story überlegt“, erzählt die Schülerin. „Es wäre sensationell, wenn es klappt, da viele Leute viel Herzblut für den Film aufgewendet haben, um unser großes Ziel zu erreichen. Und es wäre ein kleiner Schritt in die Richtung meines Traumes, vielleicht in der Filmbranche Fuß fassen zu können.“

Die Pferderolle zu besetzen, war das Einfachste: mit Michelles eigener, 21-jähriger Ponystute Cinderella. Michelle: „Das Schwierigste war die erste Szene, in der eine ganze Klasse zu sehen ist. Zum Glück habe ich gute Freunde, die mir halfen.“ Gedreht werden durfte in ihrer Schule: Der stellvertretende Schulleiter Jan Thomsen stellte einen Klassenraum zur Verfügung. Die Hauptrollen wurden ebenfalls von Freunden besetzt, die Erwachsen-Parts von Michelles drehunerfahrener Familie: Michelles Mutter Steffie mimt die Stallbesitzerin, Vater Mario den Lehrer und Stiefvater Jochen Wolf den Vater von Hauptfigur Maya. Die wird wiederum von Michelles früherer Klassenkameradin, der schauspielbegeisterten Svenja Bauers (17) aus Flintbek, verkörpert. Selbst Michelles Bruder Maurice (16) musste ran, als einer der Schüler.

Der „Schutzengel“ (Martje Müller, 18, Blumenthal) musste die Kamera bedienen, wenn Michelle mit Pony Cinderella hantierte. Die „Engelsschwester“ ist Reitfreundin Tarika Charen (17, Rotenhahn), die schon für ein Physikreferat als Darstellerin herhalten musste. Kamera, Schnitt, Regie und Story übernahm Michelle, die auch die Reitszenen doubelte– „weil meine Hauptdarstellerin Svenja nicht reiten kann. Aber durch Tricks und Kameraeinstellungen sieht es im Film so aus, als wäre Svenja auf dem Pferd und nicht ich.“ Die Stallszenen entstanden im Reitstall Hase, in dem Cinderella ihre Box hat, die Außenszenen im Wald – beides in Blumenthal. Michelle: „Drehstart war im März, Ende April waren wir fertig. Dann habe ich zu Hause drei Wochen lang geschnitten und vertont. Gott sei Dank musste nichts nachgedreht werden, weil die Bäume inzwischen viel grüner waren als im Frühjahr.“

Und wie lernte Cinderella, was sie zu tun hat? „Für den Film war es wichtig, dass Cinderella alleine läuft, ohne Halfter und Strick. Da sie kein einfaches Pony war, hatte ich irgendwann ohnehin mit ihr viel Bodenarbeit gemacht. Es ist quasi ein netter Nebeneffekt der Natural Horsemanship, dass Cinderella mir folgt.“ Wem der Film gefällt, der kann für Michelle voten, die bisher 70 Mitbewerber hat. Bis zum verlängerten Einsendeschluss im August werden es sicher noch mehr werden.

Zum Film geht es hier und abgestimmt werden kann hier.

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