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"Das ist anspruchsvoll"

Turnier in Tasdorf "Das ist anspruchsvoll"

Fußball-EM und Kieler Woche sind das Eine, Reitsport ist das Andere. In Tasdorf kamen am Wochenende 4000 Besucher beim Reit- und Fahrverein Husberg auf ihre Kosten, der unter der Regie und auf der Anlage von Harm Sievers Pferdewettbewerbe für alle Leistungsklassen anbot.

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Laura Jane Hackbarth auf Carisma.

Quelle: Jessica Bunjes

Tadorf. Höhepunkt war der Große Preis, S**-Springen, zugleich Wertung für die Springsportserie Lotto3plus 1. In den Kurs von Parcours-Designer Marco Behrens (Braunschweig), den der Turnierchef – selbst Sprecher des Clubs der Springreiter in SH, als „eine Herausforderung“ bezeichnete, ritten 46 Paare ein, von denen elf überfordert waren. Der Landesmeister aus 2012, Michael Grimm (Breitenburg) stürzte mit Conrino MB sogar und selbst einer der weltbesten Reiter, der in Breitenburg beheimatete Schwede Rolf-Göran Bengtsson, musste mit seinem jungen Pferd Crunch – achtjähriger Holsteiner Verbandshengst, zwei Verweigerungen und damit den Ausschluss hinnehmen.

„Das ist anspruchsvoll“, stimmte der Ex-Derby-Sieger Peter Luther (Wittmold) zu, der sich an der dreifachen Kombination platziert hatte, wo die meisten Fehler passierten. „Die Distanz ist schwierig, da muss alles passen“, so der Großvater von Jesse Luther (19), der just für die Euro nominiert worden ist und mit Zarin im Feld der erfahrenen Reiter immerhin auf Platz 23 sprang (8 Fehlerpunkte, 77.67 Sekunden). Vorne stand am Ende eine ebenfalls noch junge Reiterin, die 23-jährige Schwedin Ebba Johannsson, der mit Lacour die schnellste fehlerfreie Runde im Stechen gelang (0/40.17), in das nur sechs Reiter eingezogen waren. Den Holsteiner Cor de la Bryere-Nachkommen reitet sie erst seit drei Monaten und sicherte sich im Auftaktspringen von Lotto3plus 1 wichtige Ranking-Punkte – nachdem sie in vorangegangenen Prüfungen bereits einige goldene Schärpen eingeritten hatte.

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Auf Rang zwei kam der aktuell erfolgreichste Holsteiner Reiter, der Deutsche Vizemeister der Springreiter, Christian Hess aus Boostedt (0/41.09). Der Pferdewirtschaftsmeister, der just für Aachen eine Startgenehmigung bekam, legte mit dem neunjährigen Criscorr H eine stilistisch einwandfreie Runde hin. „Es ist eine Ehre, dass so viele gute Leute gestartet sind“, sagte Sievers, der von seinen Reiterkollegen wie Christian Kleis (Hardebek) Lob „für beste Bedingungen“ bekam. Lokalmatadorin Antonia Brinkop, die mit Diadonna in M* für junge Pferde gewann, fand: „Es ist herrlich, hier zu reiten.“

Auch der zweibeinige Nachwuchs bekam manche Startgelegenheit. „Die Mischung ist wichtig, wir müssen alle einbinden“, erklärte Sievers, der sogar eine Voltigiergruppe des Vereins auftreten ließ. (Die zweite wurde parallel zu den Tasdorfer Turniertagen übrigens just Landesmeister und ist für die DM nominiert.) Sievers: „Wir machen ein Turnier für die ganze Familie, für die Anfänger und die Profis, und das Konzept geht auf.“ Wie an den Besucherzahlen trotz Fussball und Segeln abzulesen ist.

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Tasdorfer Turniertage
Foto: Zwei Herzen und ein Pony: Die Schwestern Charlotte (9) und Luisa (16) sind ein tolles Team. Am kommenden Wochenende darf Charlotte zum ersten Mal Luisas altes Pony Streicher auf einem Turnier reiten.

Es ist schon mal ein Meister vom Pferd gefallen. Wie der Landesmeister der Jungen Reiter, Philipp Battermann (22I) aus Schülp, der beim Reitturnier in Tasdorf am Sonntag das Goldene Reitabzeichen verliehen bekam und am selben Tag aus dem Sattel flog.

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