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Segeberger Klein holte Bronze

Fahrfest des Nordens Segeberger Klein holte Bronze

Fahrfest des Nordens ging für Hans-Peter Goldnick schmerzhaft zu Ende – Talent Laura Handorn gewürdigt

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Denkbar knapp ging es bei den Pony-Zweispännern zu. Rolf Klein vom Reit- und Fahrverein Bad Segeberg fuhr mit Anydale Maex und Sjonnie in der kombinierten Wertung aus Dressur, Gelände und Hindernisfahren auf den dritten Rang. Im Gelände wurden die Segeberger Zweite.

Quelle: Christian Detlof

Bad Segeberg. Der Fahrsport hat sich einen gewissen Stellenwert in der Pferdesportstadt Bad Segeberg erarbeitet. Das kann man ohne Wenn und Aber feststellen, wenn man auf das Jeep-Fahrfest des Nordens zurückblickt, das am Wochenende 70 Ein-, Zwei- und Vierspänner und rund 2500 Besucher in die Kreisstadt lockte. Wieder war der Landesturnierplatz fein herausgeputzt und das Gelände am Ihlwald anspruchsvoll, so dass bei der Veranstaltung der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg toller Sport geboten werden konnte.



Aber ausgerechnet für Hans-Peter Goldnick, eines der bekanntesten Gesichter des Fahrsports in Kreis und Land, war das Fest nach dem Durchfahren des Geländeparcours beendet. Eine Baumwurzel stoppte die rasante Fahrt des Vierspänners vom Hornbrooker Hof. Goldnick wurde aus dem Kutschbock nach hinten geschleudert, seine Beifahrer versuchten noch vergeblich, den Chef aufzufangen. Der landete unsanft auf dem Rücken – dank seiner Airbag-Weste ging der Sturz glimpflich aus. „Er hat zum Glück nur blaue Flecken davon getragen“, gab Turnierorganisator Kurt S. Becker Entwarnung.



Es war nicht der einzige dramatische Moment, den das Fahrfest für Besucher und Teilnehmer vorhielt. Auch wenn in Bad Segeberg nur alle zwei Jahre Landesmeisterschaften ausgefahren werden – das nächste Mal im August 2016 – gaben die Fahrer alles, um eine gute Platzierung oder einen von den Sponsoren gestifteten Preis zu ergattern.



So wurde es bei den Pony-Zweispännern ganz eng im Kampf um die Spitze. Hier mischte Rolf Klein vom Reit- und Fahrverein Bad Segeberg mit, der Anydale Maex und Sjonnie angespannt hatte. In der Dressur und im Gelände belegten Klein und seine Crew jeweils den zweiten Platz, mussten in der kombinierten Wertung mit Rang 3 Vorlieb nehmen. Wie der Erstplatzierte Christian Schucht und der Zweite Felix Dallmann war Klein im abschließenden Hindernisfahren fehlerfrei geblieben. Aber Schucht hatte im Vergleich die mit Abstand beste Dressur hingelegt. Dallmann unterbot mit seiner Zeit im Gelände die von Klein.



Rekordverdächtig war das Fanaufgebot, das Reiner Stave mitgebracht hatte. Fast 20 junge Leute begleiteten den Ruhwinkler, der auch bei den Karl-May-Spielen Kutschen unter dem Kalkberg lenkt. Das konnte natürlich von Turniersprecher Helmut Seynche nicht unkommentiert bleiben, der auch das weitere Publikum mit vielen launigen Sprüchen zu unterhalten verstand. Auf eine exakte Zuschauerzahl wollte sich Kurt S. Becker nicht festlegen. „Da wir keinen Eintritt nehmen, können wir nur schätzen, wie viele Besucher da waren. Es war immer viel Bewegung neben den Parcours.“



Vor der großen Kulisse des Landesturnierplatzes wurde während der Siegerehrungen auch Laura Handorn aus Wahlstedt gewürdigt. Die 16-Jährige hatte beim Bundesnachwuchs-Championat in Viernheim nicht nur Rang 12 belegt, sondern darüber hinaus den Horsemanship-Sonderpreis für eine pferdegerechte Wettkampfvorbereitung und stilgerechtes Fahren erhalten. „Wir alle sind stolz auf dich. Im guten Umgang mit dem Pferd ist dir vorbildliches Handeln bescheinigt worden“, lobte Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein. Laura Handorn vergrößerte mit diesem Preis ihre Titelsammlung in ihrer jungen Karriere. 2013 gewann sie den Landes-Jugendcup der Klasse E, im Vorjahr den der Klasse A. 


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Ein Artikel von
Christian Detlof
Segeberger Zeitung

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