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Harmonie von Pferd und Reiter

Serie: Berufe aus der Reiterwelt Harmonie von Pferd und Reiter

Als jüngster Pferdewirtschaftsmeister Deutschlands kehrte der 21-jährige Sören Nissen auf den elterlichen Reiterhof Neu-Schwensbyhof in Sörup zurück.

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Der 21-jährige Sören Nissen vom Reiterhof Neu-Schwensbyhof in Sörup
ist der jüngste Pferdewirtschaftsmeister im Land (hier mit Shakira).

Quelle: Margret Christiansen

Sörup. Nach theoretischer Meister-Arbeit, reiterlicher Prüfung in Warendorf sowie arbeitspädagogischen und betriebswirtschaftlichen Prüfungen in Münster darf der ehrgeizige Schleswig-Holsteiner jetzt den Titel tragen, der ihm nicht nur zu Hause Tür und Tor öffnen soll.

 „Bin total erleichtert. Und so einen Titel hat ja auch nicht jeder“, so Sören Nissen nach großer Party und vor neuen Aufgaben auf dem elterlichen Betrieb. Dort ist er angestellt, doch kaum hat er den „Meister“ in der Tasche, locken die Wanderschuhe: „Ich will noch mal woanders reinschnuppern, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Sören, der das Reiterblut geerbte hat: Schon Großvater Heinrich genoss einen guten Ruf als Reitlehrer und Enkel Sören wurde ab Kindergartenalter ans Pferd gewöhnt. Mutter Hanne Frank-Nissen, ebenfalls Reitlehrerin, setzte den Knirps in einer extra Jungs-Gruppe des Reitervereins Sörup auf Pony Matcho. Später trainierte Vater Peter-Jürgen Nissen, internationaler Springrichter, den Heranwachsenden im Springsattel.

  Nach dem Realschulabschluss, 16-jährig, hat Sören dennoch zunächst in einem Dressurstall, bei Markus Waterhues (Mohrkirch), angeheuert, um eine Ausbildung zum Pferdewirt anzutreten. „Dressur ist die Grundlage für alles andere und gerade für junge Pferde sehr wichtig“, erklärt er diesen Meilenstein auf seinem Weg. Nach erfolgreicher Berufsausbildung drückte der damals 18-Jährige erneut die Schulbank, absolvierte im vergangenen Sommer sein Wirtschafts-Abitur. Parallel trainierte der Ehrgeizige Pferde, stellte sie erfolgreich auf Turnieren vor. Vor allem mit dem, zusammen mit seiner Mutter, selbst ausgebildeten Landstreicher hagelte es Schleifen, darunter ein gutes Dutzend in schweren Springprüfungen.

 „In der kommenden Saison wollen wir international starten“, verrät der Söruper, der auch als Ausbilder im Land herum reist. „Ich habe Spaß daran, anderen Reitern etwas beizubringen, damit das Verständnis zwischen Pferd und Reiter noch selbstverständlicher und harmonischer wird.“ Irgendwann will er seiner Mutter die Zügel auf dem Neu-Schwensbyhof aus der Hand nehmen. Doch das hat noch Zeit. Das ist einer der Vorteile als jüngster Pferdewirtschaftsmeister im Land.

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