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Isabell Werth erneut German Master der Dressurreiter

Stuttgart Isabell Werth erneut German Master der Dressurreiter

Die Weltranglistenerste der Dressurreiter, Isabell Werth, hat sich zum 13. Mal den Titel German Master beim internationalen Stuttgarter Hallenreitturnier gesichert. In der Schleyer-Halle beendeten sie und ihr Wallach Emilio den Grand Prix Special mit genau 80 Prozent.

Stuttgart. Auf Rang zwei folgten Anabel Balkenhol und Dablino FRH vor Fabienne Lütkemeier mit Fabregaz.

Im Grand Prix am Samstag war die Wertung der Richter noch denkbar knapp ausgefallen. Mit einem Prozent Vorsprung siegten Werth (Rheinberg) und ihr westfälischer Wallach Emilio (von Ehrenpreis/Cacir AA) vor Anabel Balkenhol (Rosendahl) und dem Hannoveraner Dablino FRH (von De Niro/Wanderbursch). „Da haben wir Glück gehabt. Emilio hatte eine lange Pause bis Stuttgart, da haben sich noch ein paar Fehler eingeschlichen, es lief noch nicht alles rund. Das sah heute wieder ganz anders aus", sagte die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt. Der zehnjährige Braune zeigte sich im Special sicher in den Lektionen und leistete sich lediglich kleine Schwächen in den Einerwechseln.

Nach ihrem Sieg in der Weltcup-Kür am Vortag sowie in den beiden Grand Prix war es der vierte Sieg für Werth beim diesjährigen 32. Stuttgart German Masters. „Ich bin heute sehr, sehr zufrieden mit Emilio. Schon heute Morgen war er sehr beweglich und durchlässig. Er hat sich hier von Tag zu Tag gesteigert. Die Galopptour können wir noch optimieren, das hat man bei den Einerwechseln gesehen. Aber ich glaube, die Pirouetten waren heute sehr gut, genauso die Piaffen und Passagen", sagte Werth. Für Emilio steht nun als nächstes das Turnier in Genf an, außerdem soll er nach den Planungen seiner Reiterin auch noch im Weltcup eingesetzt werden.

Auch das routinierte Paar Balkenhol/Dablino spielte im Stuttgarter Special, wie bereits im Grand Prix, seine ganze Erfahrung aus. Ohne Fehler und absolut souverän beendeten sie die Prüfung mit 76.431 Prozent. „Dablino ist momentan in der Form seines Lebens. Die Piaffen sind jetzt noch mehr auf dem Punkt, da haben wir uns noch verbessern können", sagte Balkenhol über ihren Fuchswallach. Bereits vor einer Woche hatten die beiden Grand Prix und Special bei den Munich Indoors für sich entschieden.

Für Fabienne Lütkemeier und ihren neunjährigen DSP-Wallach Fabregaz gab es gleich doppelten Grund zur Freude. Nicht nur, dass sie ihren erst vierten Grand Prix Special mit 74.020 Prozent beendeten. Außerdem erhielten sie am Sonntag noch den Otto-Lörke-Preis des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), eine Auszeichnung für junge und aufstrebende Grand-Prix-Pferde. Auch Anabel Balkenhol und ihr Nachwuchspferd Heuberger TSF durften sich über diese Auszeichnung freuen. Emilio hatte diesen Preis übrigens im vergangenen Jahr erhalten.

Im Anschluss an den Grand Prix Special verabschiedeten Isabell Werth und ihre Reiterkollegen, die Fahrer und Trainer, Offizielle und Helfer sowie Stuttgarts Bürgermeister Michael Föll den langjährigen Turnierchef der Stuttgart German Masters, Gotthilf Riexinger, in den Ruhestand. „Gotthilf Riexinger reichte es nicht nur, das beste Reitturnier Deutschlands auszurichten, sondern er wollte eines der besten Hallenreitturniere der Welt organisieren. Und das ist ihm gelungen", sagte Föll. Seit 1985 organisierte der 69-jährige Riexinger das internationale Reitturnier in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer Halle.

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