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Geeint für ein besseres Reitwegenetz

Sympathieritt Geeint für ein besseres Reitwegenetz

Das Klappern von Hufen auf Katzenkopfpflaster klang am Ostersonnabend über den Großflecken in Neumünster: Der Pferdesportverband hatte erstmals Reiter und Gespannfahrer zum Sympathieritt von den Holstenhallen bis zum Rathaus eingeladen. Bis 2015 hatte die Messe Nordpferd die Aktion organisiert.

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Schönes Bild beim Ostershopping: Mit einem Reiter- und Kutschenkorso warb der Pferdesportverband in Neumünster für den Reitsport.

Quelle: Beate König

Neumünster. 68 Anmeldungen, davon zwölf Kutschen aus Schleswig-Holstein, zählte Petra Dau am Start auf dem Parkplatz der Holstenhallen in Neumünster. „Wir wollen mit der Aktion für den Reitsport werben“, sagte die Mitorganisatorin vom Pferdesportverband, die den Reiter- und Kutschenkorso als Berittführerin lenkte.

Präsenz zu zeigen, macht für die Reiter und Gespannfahrer auch beim inzwischen elften Sympathieritt Sinn, um in den Dialog über Ziele des Verbands zu kommen: „Wir wünschen uns ein besseres Reit- und Fahrwegenetz“, sagte Reiterin Britta Holst. In den Landesforsten gebe es zwar ausgewiesene Wege für Reiter. „Aber da muss man erst mal hinkommen“. Ihr fehlen Verbindungswege.

Vom Pferdeland zum Reiterland

Ingrid Thomsen, lange Jahre Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), erläutert die Ziele des Pferdesportverbands: „Wir haben Reitwege, aber in Schleswig-Holstein ist noch Luft nach oben.“ Im Moment sei Schleswig-Holstein ein Pferdeland. „Wir wollen es zu einem Reiterland machen.“ Mehr Reitwege in Feld, Wald und Flur seien für die Breitensportler nötig. Das Land Brandenburg sei Vorbild, wie engmaschig die Wegeverbindungen sein können.

„Wir haben im Land ein Reiter stark einschränkendes Waldgesetz. Bei uns ist Reiten nur dort erlaubt, wo Schilder einen Weg ausweisen.“ In anderen Bundesländern werde die Erlaubnis weitaus großzügiger gehandhabt: Reiter sind auf allen Wegen willkommen, Reitverbote werden per Schild angezeigt.

Nein zur Pferdesteuer in Schleswig-Holstein

Klare Position bezogen die Reiter beim Korso zur Pferdesteuer. Mit großen „Nein zur Pferdesteuer“-Plaketten zeigten sie ihren Standpunkt eindeutig: „Wir sind eine Sportart“, sagt Thomsen entschieden. „An und für sich wird Sport doch bezuschusst, nicht besteuert.“

„Wir machen seit 2001 beim Sympathieritt mit“, sagt Babs Hermann vom Hermannshof aus Tungedorf. Die Jagdreiterin will Werbung dafür machen, „dass unsere Pferde sich zu benehmen wissen. Wir sind keine Kamikaze-Reiter.“ Außerdem sei der Korso durch die Stadt, mit vielen Artgenossen, zwischen Passanten, Autos, Bussen und Häusern „eine gute Übung für die Pferde.“

Hier sehen Sie Bilder vom Sympathieritt in Neumünster, 15.04.2017

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