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Kostenloses Ponyreiten gegen die Pferdesteuer

Tangstedt Kostenloses Ponyreiten gegen die Pferdesteuer

Tangstedts Reiterinnen laden die Tangstedter Dorf-Kinder am Mittwoch, 29.3.17 von 18:30 Uhr bis 19.30 Uhr zum kostenlosen Pony-Reiten auf den Rathausplatz ein.

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In Tangstedt wehren sich die Bürger mit Ponyreiten gegen eine mögliche Pferdesteuer.

Quelle: hfr

Tangstedt. Die Wilstedter Reitstall-Betreiberin Dörte Korff von „Forty’s Farm“ bringt ihre Ponies Forty, Fritz und Majo mit zum Rathaus. Viele Wilstedter und Tangstedter kennen die Ponies bereits von Kindergartenbesuchen, oder vom Weihnachtsmarkt.  Das Pony-Reiten findet im Rahmen einer öffentlichen Versammlung gegen 
die Pferdesteuer mit Tangstedter Frauen und Mädchen als Teilnehmerinnen statt.
Der Gemeinderat Tangstedts trifft sich am selben Tag um 19:30 Uhr im Rathaus zu seiner öffentlichen Sitzung. Der hat unter Führung von SPD und BGT seine Pferdesteuer-Pläne bisher nicht aufgegeben. Obwohl die Steuer überwiegend Frauen und Kinder treffen würde und bereits von zwei Jura-Professoren 
als diskriminierend und verfassungswidrig eingestuft wurde.
Korff konnte als Kind von einem Ponyritt nur träumen.  Die finanziellen Mittel der Familie reichten dafür 
nicht aus. Doch das „Pferdevirus" hatte sie bereits infiziert und sie wurde dennoch die jüngste Galopp-Rennreiterin mit einer Amateurlizenz in Ostdeutschland.
Seit mehr als 17 Jahren betreibt sie ihren Ponystall in Wilstedt. Viele Tangstedter Kinder sind mit den durchschnittlich 18 Jahre alten Ponies groß geworden. Einige ihrer ehemaligen Pony-Reitschülerinnen messen sich heute bei Turnieren in der höchsten Leistungsklasse „S“.
Dörte Korff hat nie vergessen, wo sie herkommt.  Es ist ihr ein besonderes Anliegen, kleinen Kindern 
ab 3 Jahren und finanzschwachen Familien das Reiten zu ermöglichen.  Deshalb bietet sie auch die preiswertesten Reitmöglichkeiten weit und breit an.  Und sie ist stolz darauf.  Wenn in Tangstedt die Pferdesteuer beschlossen wird, könnte damit allerdings „Schluss“ sein.  


„Reiten ist Breitensport.  Wer ihn mit einer Steuer verteuert, der macht ihn zum Reichensport“, 
so Korff. „Da mache ich nicht mit.  Ich lasse mir von den SPD- und BGT-Politikern nicht die Preise hochtreiben, so dass am Ende nur noch Wohlhabende reiten können. Dann werde ich mir ernsthaft überlegen, den Hof in Wilstedt zu schließen“, sagt sie.
Ihre Ponies werden dann auch nicht mehr die Tangstedter Kindergartenkinder oder den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus besuchen.



Je nach Entscheidung des Gemeinderats könnte am Mittwoch 29.3. also die letzte Chance sein, 
sich noch einmal an Forty, Fritz und Majo vor dem Rathaus zu erfreuen.

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