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Im Springen eine Klasse für sich

Jugend-Championat Im Springen eine Klasse für sich

Die Steinfelder Gymnasiastin Theresa Ripke, amtierende Landesmeisterin und EM-Mannschaftsmeisterin, komplettierte ihr Junioren-Jahr mit dem erneuten deutschen Meistertitel. Und hat offensichtlich berechtigt Papa Andreas um sein bestes Pferd, Calamdo, erleichtert.

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Theresa Ripke (18) und Calmado: Ein Paar, das diese Saison erneut auftrumpfte und just die Goldmedaille der Junioren-Springreiter in Zeiskam erritt.

Quelle: Feldhaus

Steinfeld. Auch die 14-jährige Beeke Carstensen aus Sollwitt nahm mit Familienpferd Venetzia güldenes Edelmetall vom Jugend-Championat aus dem rheinland-pfälzischen Zeiskam mit in die Heimat zurück.

 Springreiten ist hierzulande keine Problemdisziplin. In der Dressur sieht das anders aus, da mischt das nördlichste Bundesland nicht oben mit, und auch in diesem Jahr griffen die Nordlichter nicht ins Geschehen im Viereck ein. Aber das ist eine andere Geschichte. Im Springen sind die Holsteiner in jeder Altersklasse und jeder Hinsicht weit oben, zumal mit den Holsteiner Pferden, die als beste Springpferderasse weltweit gelten. Und so reitet auch Theresa Ripke einen dieser Parcours-Experten aus hiesiger Zucht, einen Sohn des springgewaltigen Casall, zur Welt gekommen bei Heiko Büttner in Schafstedt.

 „Calmado gibt mir ein gutes Gefühl, deshalb hält sich meine Nervosität in Grenzen“, verrät Theresa, alte und neue deutsche Meisterin der Junioren-Springreiter. Die Wiederholungstäterin ist eine derjenigen, die in den Hufspuren ihrer Eltern galoppieren und Schleswig-Holsteins guten Ruf im Parcours rechtfertigen. Die 18-jährige ist mit ihrem Braunen diese Saison bereits Europameisterin mit der Mannschaft geworden – unter anderem muss es fast heißen. Denn die Schülerin, deren Mutter Cora Ackermann-Ripke sich 1995 in die Reitsport-Annalen als Deutsche Meisterin der Springreiterinnen eintrug, hat just in diesem Jahr den Großen Preis beim CSI Bad Segeberg gewonnen – als „Kleine“ unter den „Großen“.

 Zur Meisterschaft in Zeiskam macht sie nicht viele Worte: „Ich wollte gern den Titel verteidigen, aber ein Fehler kann immer schnell passieren.“ Dabei blieb sie in allen Wertungsprüfungen ohne Abwurf, und auf diese Weise wird sie auch im kommenden Jahr in der Altersklasse der Jungen Reiter wenig Probleme bekommen – zumal Mutter und Vater, er immerhin Nationenpreisreiter, sie trainieren und gelegentlich in den Sattel des elfjährigen Holsteiners steigen. „Meine Familie unterstützt mich total“, erinnert Theresa deswegen gern. Nichtsdestotrotz, reiten muss sie, die nach dem Wirtschafts-Abi den Pferdesport als Hobby und nicht als Beruf weiter betreiben will, in den Championaten allein. Eltern, Großeltern und Bruder Flemming (13) fieberten in Rheinland-Pfalz am Rand mit. Theresas Traum: 2016 die erneute Teilnahme bei den DJM, ein Start beim Preis der Besten und „wenn es gut läuft, würde ich gern einen Nationenpreis für Deutschland reiten“.

 Auch der gleichaltrige Jesse Luther, Enkel vom Ex-Derby-Sieger Peter Luther, hat seine letzte Saison bei den Junioren zu fassen: Mit Tibro behielt der Wittmolder fast eine blütenreine Weste. „Ich habe nach Platz drei im Einlaufspringen und Rang vier in der zweiten Wertung kurz daran geglaubt, dass ich Meister werden könnte. Aber dann musste ich Zeitfehler einstecken“, bedauerte der 18-Jährige. Trost: 2014 gewann Jesse Bronze bei der DJM, jetzt ist es immerhin Silber. Teike Carstensen (17) aus Sollwitt wurde mit Cara Mia vierte.

 Deren jüngere Schwester Beeke (14), im Vorjahr bei den „Children“ Dritte, sicherte sich mit Venetzia in ihrem letzten Jahr in dieser Altersklasse den Titel bei den Jüngsten (bis 14 Jahre). Sie lieferte sich zuvor ein Stechen mit Calvin Böckmann aus Lastrup mit Carvella (Silber) und Piet Menke aus Rastede mit Cesha (Bronze). Beeke und Calvin gehörten zum Mannschafts-Gold-Team bei der Children-EM. Beeke reitet seit zwei Jahren die zehnjährige Holsteiner-Stute Venetzia, die zuvor von Schwester Teike sowie von den Eltern Jörg und Ivonne gesattelt worden war. Vater Jörg ist Züchter der Stute. Der 14-jährige Hannes Ahlmann (Reher) kam im Sattel von Sunsalve auf Platz 4. Mit diesem zwei- und vierbeinigen Potenzial springt Schleswig-Holstein in den kommenden Saisons locker in die Zukunft.

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