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Mit 21 hält er die Turnier-Zügel schon fest in der Hand

Tim Streichert Mit 21 hält er die Turnier-Zügel schon fest in der Hand

„Ehrenamt finde ich wichtig“, sagt Tim Streichert, stellvertretender Jugendwart im Reit- und Fahrverein Bad Segeberg und Umgebung. Seit Jahren engagiert sich der 21-Jährige in der Turnierleitung des Landesponyturniers, das just in Bad Segeberg die „Grüne Saison“ hat ausklingen lassen.

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Tim Streichert (21) aus Bebensee: Der stellvertretende Jugendwart im RuFV Bad Segeberg und Umgebung engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für das Landesponyturnier.

Quelle: Jessica Bunjes

Bad Segeberg. Seit 50 Jahren krönt das Pony-Turnier die Saison des Reit-Nachwuchses. In diesem Jahr zog es 5000 Besucher auf die „Rennkoppel“ in Bad Segeberg. Seit 24 Jahren wird die Veranstaltung vom rund 300 Mitglieder starken Segeberger Verein ausgerichtet. Ebenso lange hält Vereinsvorsitzender Manfred Richter die Zügel in Händen. Damals, als „sein Verein“ in die Organisation einstieg, war Tim Streichert noch nicht geboren. Elf Jahre später nahm er erstmals teil: 2003, auf Pony Biene im Führzügelwettbewerb, begleitet von Mutter Irmela. „Ich lerne noch, sammele Erfahrungen und spreche mich viel ab. Der Pferdesportverband unterstützt enorm“, sagt der „zweite“ Turnier-Regisseur, der angesichts dieser Dimensionen selbst schmunzeln muss.

 Der Student der Ingenieurwissenschaften in Braunschweig schrieb vor dem Landes-Reitturnier seine letzte Klausur an der Uni, schwang sich danach ins Auto, um ins heimische Bebensee zu eilen, von dort zum Turnierplatz zu fahren und auf den Trecker zu steigen. „Ich habe bei der Bodenpflege geholfen“, erzählt der junge Mann, der sich mit Schwester Wiebke ein Pferd teilt, Stute De Nira. „Mir macht das Spaß. Schon als Teenager habe ich unter der Tribüne als Helfer angefangen, Tische gedeckt. Kam dann einen Raum weiter – in die Ehrenpreisstelle, weil da jemand fehlte.“ Zwei Jahre später fehlte wieder jemand – in der Sponsorenbetreuung. „Damit rutschte ich in die Turnierorganisation hinein.“ Mutter Irmela engagiert sich ebenfalls im Reitverein, als Pressewartin. Vater Detlef „hilft überall mit, wo er gebraucht wird“, so Tim Streichert, der zusammen mit Jugendwartin Anna Brauer sogar das Turnierprogrammheft mit Inhalten gefüllt hat. „Eine Freundin hat layoutet, irgendwie bekommen wir das mit Bordmitteln immer hin.“ 1500 Stück haben sie drucken lassen, das Ganze über Anzeigen finanziert.

 Vor drei Jahren hat er den „Ponyspaß“ auf der Rennkoppel etabliert – eine Station, wo Besucherkinder des Landesponyturniers beaufsichtigt reiten können, „und lernen, wie das Pony schläft, was es frisst und wie es gern geputzt werden will“, so Streichert, der auf diese Weise mehr Kinder ans Pferd und damit an den Reitsport bringen will. 130 Kinder (im Vorjahr 60) fanden 2016 so in den Sattel. „Uns gingen sogar die Schleifen aus, eine tolle Resonanz“, sagt Streichert, der hofft, dass einige von ihnen den Weg in den örtlichen Reitverein finden. „Die Ponykinder sind unsere Basis. Deswegen ist das Landesponyturnier so wichtig. Es ist Motivation pur.“ Wie er die Turnierorganisation weiter neben dem Studium gemanagt bekommt, „muss ich sehen“, wie er sagt. Wie es scheint, bleibt wohl eher das Studium auf der Strecke als der Pferdesport. jem

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