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Überraschungssieg für Pato Muente

Deutsches Derby Überraschungssieg für Pato Muente

Nachdem es im Vorjahr keinen „Nuller“ im Deutschen Spring-Derby gegeben hatte, sprangen gestern in Klein Flottbek gleich drei Reiter nach fehlerfreien Runden im „schwersten Parcours der Welt“ in einem Stechen um das 88. „Blaue Band“.

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Furchtlos: Pato Muente und Zera springen den Wall herunter. Das Duo setzte sich im Stechen um das 88. „Blaue Band“ durch.

Quelle: dpa

Hamburg. Der gebürtige Argentinier mit amerikanischem Pass, Pato Muente – am Start für Slowenien – stand nach furiosen Runden mit seiner Holsteiner Stute Zera vorne.

„Ich werde nie müde, sie zu reiten, kann einfach im Flow mit ihr sein und bin sehr glücklich über den Sieg“, sagte der mit einer Deutschen verheiratete Gewinner, der mit seiner Familie seit 2010 im niedersächsischen Timmerloh lebt. Aufgrund der slowenischen Herkunft seiner Mutter startet der 33-Jährige für Slowenien. Bester Holsteiner Reiter war nach seinen Siegen mit Calle Cool 2012 und 2014 der Hetlinger Nisse Lüneburg. Dieses Mal hatte der 28-Jährige den neunjährigen Holsteiner Wallach Cordillo unter dem Sattel. „Mein Pferd ist noch recht jung und nicht das schnellste. Ich wusste, dass es in einem Stechen eng werden kann. Am Ende habe ich die Zeit gekriegt, aber den Abwurf kassiert, der auch der schwindenden Kraft geschuldet war.“ Nicht nur weil Lüneburg noch am Freitag erwartete, „Sonntag als Zuschauer dabei zu sein“, wie der Drittplatzierte zugab, war Rang drei ein beeindruckender Erfolg für das Paar.

 Insgesamt galoppierten 32 Reiter in den 1250 Meter langen Parcours, darunter sieben „Newcomer“ und drei Frauen. Ins Ziel gekommen sind nicht alle, darunter der von Derby-Veranstalter Volker Wulff am Donnerstag als einer der Favoriten gehandelte Niederländer Johnny Pals und sein Urjul van Generhese. „Das Derby hat seine eigenen Gesetze. Ich selber habe es einige Male versucht, war aber zu dämlich“, erinnerte der sportliche Leiter der fünftägigen Veranstaltung, Paul Schockemöhle (Mühlen), der den Sieger lobte: „Heute hat der Richtige gewonnen. Das war kein Glück, sondern eine super Performance.“

 Aufgegeben hat der Sieger aus 2015, Christian Glienewinkel, der an den Holsteiner Wegesprüngen mit Professional Aircare beinahe stürzte und seinen Ritt nicht fortsetzte. Ungeachtet möglicher Verletzungen seines Pferdes ist hingegen Frederic Tillmann (Grevenbroich) weitergeritten, dessen AB 19 Chepetto nach dem Wall an der Planke schwer zu Boden ging. Da der Reiter nicht aus dem Sattel kam, gestattet das Reglement ein Fortsetzen des Parcours und die Richter klingelten nicht ab. Jedoch ist Horsemanship etwas anderes. Der jüngere Bruder des am Ende zweitplatzierten Gilbert Tillmann kam mit 21 Strafpunkten ins Ziel.

 Gilbert Tillmann ritt zweimal souverän – obwohl er das jüngste Pferd in der Prüfung hatte. Auch das war ein Holsteiner: der erst achtjährige Clarimo-Sohn Claus Dieter. „Dass Claus Dieter so schnell ist, hätte ich nicht gedacht“, ulkte der Profi aus Grevenbroich, der die 56,30 Sekunden des Siegers um sechs Sekunden unterbot. Das Paar hatte jedoch einen Abwurf. „Ich reite ihn seit sechs Wochen, es war unser zweites Stechen. Er hat sich selbst übertroffen“, so der 35-Jährige über sein Pferd. Als Vierter kam Vorjahressieger Billy Twomey (Irland) mit Diaghilev ins Ziel. Der Vorjahreszweite, der Brite Nigel Coupe, wurde mit Golvers Hill Fünfter vor Janne-Friederike Meyer-Zimmermann (Pinneberg) mit Cellagon Anna nach ihrem vierten Platz 2016.

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