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Isabell Werth - Die Königin von Neumünster

VR Classics Isabell Werth - Die Königin von Neumünster

Dressur-Königin Isabell Werth, fünfmalige Olympia-Gewinnerin, überzeugte in den vergangenen Jahren mit den verschiedensten Pferde-Kombinationen beim internationalen Hallenturnier in Schleswig-Holstein. Längst sind die VR Classics in Neumünster für die Rheinbergerin lieb gewonnenes Terrain, ist sie in den Holstenhallen doch Rekordhalterin mit nunmehr sieben Weltcup-Siegen – und aktuelle Gewinnerin der Weltcup-Kür.

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Isabell Werth strahlt über ihren siebten Sieg von Neumünster, winkt ins applaudierende Publikum. Weihegold scheint hier mal nicht ganz bei der Sache zu sein.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Dieses Mal brillierte die 47-Jährige im Sattel der Stute Weihegold, nachdem sie 2009 zuletzt mit Satchmo gewonnen hatte. Auf 84,600 Prozent kam das charmante Paar, das mit feiner Rittigkeit und leichtfüßiger Bewegung überzeugte, kaum Fehler machte und nur am Ende, „weil ich eine Sekunde nicht ganz bei der Sache war“, minimal patzte, wie Werth ehrlich einräumte. „Absolut zufrieden“ war die Profireiterin mit ihrem Auftritt, der noch besser war als der in Amsterdam Ende Januar, wo sie das Viereck nach Weihegolds erstem Weltcup-Auftritt mit 83,450 Prozent verließ.

 Ihre 84 – verdienten – Prozent in der Schwalestedt toppten so verdient wie locker das Ergebnis ihrer dichtesten Verfolgerin, Shootingstar Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen). Die 30-Jährige kam auf 80,900 und steuerte einen, wie sie sagte, von der Atmosphäre „etwas eingeschüchterten“ KWPN-Hengst Unee B ohne technische Fehler durch den so genannten „Hexenkessel“. Die Zweite der Westeuropa-Liga wird nach ihrem zweiten Platz in Neumünster mit 66 Punkten ins Weltcup-Finale in Göteborg einreiten – übrigens zum dritten Mal in Folge.

 Mitbewerberin Werth kommt im Weltcup-Ranking auf 77 Zähler und kündigte an, in Schweden den Hannoveraner Wallach Don Johnson einsetzen zu wollen. „Er war mir immer ein treuer Partner und hat es verdient, ins Finale zu gehen.“ Werth, die gut eine Handvoll guter Pferde zur Verfügung hat, hielt sich in Bezug auf Olympia in Rio bedeckt: „Es könnte mich schlimmer treffen als in dieser Ausgangsposition, aber wir wissen, wie schnell sich im Pferdesport alles ändert. Hoffen wir, dass alle gesund bleiben.“ Mit Bella Rose und Emilia hat Werth zwei weitere Stuten im Stall, die in den starken Feldern der Hengste und Wallache bestehen. Spekulationen über das Für und Wider von Rasse und Geschlecht konterte sie mit den Worten: „Früher dachten alle, Wallache sind in Prüfungen unkomplizierter. Dann fanden alle, Hengste haben mehr Ausstrahlung. Ich habe keine Erklärung, warum ich jetzt so erfolgreiche Stuten habe. Es ist der reine Zufall. Für mich hat ein Pferd keine Rasse, keine Farbe und kein Geschlecht. Es ist einfach ein gutes Pferd.“

 Das gute Pferd, eine herrliche Rappstute, war in den Augen der Richter – die sich anders als im Vorjahr auffällig einig waren – satte zwölf Prozentpunkte besser als der durchschnittliche „Rest“: Von insgesamt 15 qualifizierten Startern aus zehn Nationen rutschten zwei unter die 70-Prozent-Hürde, elf landeten bei 72 bis 78,775 Prozent. Diese Marke erreichte die drittplatzierte Adelinde Cornelissen, die den bereits 19-jährigen Jerich Parzival N.O.P mit nach Neumünster gebracht hatte. „Noch denke ich nicht an seine Rente“, so die Niederländerin.

 Chefrichter Ghislain Fourage attestierte seiner Landsfrau und ihren Sportkollegen eine „sehr gute Qualität“ und „bewegungsstarke Pferde“. Dressurchef Ullrich Kasselmann (Hagen a.d.T.) war mindestens so zufrieden wie Werth.

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