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Die ewige Siegerin

VR Classics Neumünster Die ewige Siegerin

Der Beifall nahm kein Ende, als die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, Vorjahressiegerin Isabell Werth (Rheinberg), am Sonntagmittag im Sattel ihres 14-jährigen Hannoveraners Don Johnson Ehrenrunde um Ehrenrunde durch die Holstenhalle von Neumünster drehte.

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Bettina und Paul Schockemöhle können mit ihrem Turnier in Neumünster wieder sehr zufrieden sein.

Quelle: Jessica Bunjes

Neumünster. Zum achten Mal hat die 47-Jährige bei den VR Classics die Weltcup-Kür gewonnen (82,455 Prozent), die 2017 zum 31. Mal Höhepunkt des viertägigen Reitturniers in der Pferdestadt war. Kein Dressurreiter, ob männlich oder weiblich, war weder in Neumünster oder im Dressur-Weltcup noch überhaupt in der Dressur, jemals so erfolgreich wie Isabell Werth. Vier von sieben Stationen hat die Rheinbergerin im Weltcup in diesem Jahr bereits gewonnen – und mit ihrer Olympia-Stute Weihegold nicht nur die Kür im Vorjahr in Neumünster für sich entschieden, sondern auch die letzte Weltcup-Station in Amsterdam. Mit der Oldenburger Stute peilt die Ranking-Erste auch die Finalteilnahme des Weltcups in Omaha (USA) vom 27. März bis 2. April an, wie sie verriet.

Starker Galopp lief rund

„Don Johnson hat immer einen im Sinn, bockt auch mal. Wenn ich nicht genau aufpasse, ende ich schon mal in der anderen Ecke. Fürs Finale tue ich uns beiden einen Gefallen, wenn ich ihn zu Hause lasse.“ Seinen Job in Neumünster hat der Wallach bestens gemeistert. Vor allem der starke Galopp lief „rund“, wie Turnierchef Paul Schockemöhle frotzelnd bestätigte: „Man sieht, dass Isabell das Goldene Reitabzeichen hat.“ Über ihr Pferd sagte die Reiterin, deren Vorsprung im Ranking auf 80 Punkte vor der neuen Zweiten, der gebürtigen Australierin Kristy Oatley (Hamburg) mit 55, wuchs: „Don Johnson ist wie ein guter Rotwein – jetzt genau auf den Punkt.“

Die Zweitplatzierte der Weltcup-Kür, Helen Langehanenberg (Havixbeck), die mit Damsey 79,150 Prozent erritt, war von begeisterten Zuschauern „begleitet“ worden: „Dafür kann ich nur danke sagen. Die Reiter werden hier sehr respektvoll behandelt.“ Im Sattel von Damon Hill hatte die Mannschafts-Olympia-Zweite von London in der Schwalestadt drei Mal in Folge gewonnen (2012–2014). Da sich neun Paare aus der Westeuropa-Liga und maximal drei pro Nation fürs das Finale qualifizieren können, wird die 34-Jährige mit ihrem aktuell 29. Rang nicht in die USA reisen.

38 000 Zuschauer an allen Tagen

„Jeder weiß, dass die Zuschauer in Neumünster sehr fachkundig sind, wir brauchen eigentlich keine Richter mehr zu bezahlen“, scherzte Schockemöhle, der ansonsten „nicht so viele Rekorde beisteuern“ konnte: „Wir waren 2016 schon ausverkauft, haben vielleicht noch ein paar Hundert draufgelegt. Am Ende landen wir bei rund 38 000 Zuschauern an allen Tagen.“ Richter Hans-Christian Matthiesen (Dänemark) sagte: „Die Atmosphäre ist sehr speziell, die Zuschauer haben eine eigene Meinung. Die schätze ich, auch wenn sie mal von meiner abweicht.“

Unter den viel zitierten Fachzuschauern war Rainer Schwiebert, Hamburger Dressur-Landestrainer. Der ist selbst mit Carabas in Neumünster schon die Weltcup-Kür geritten „und kann ein Lied davon singen, wie besonders“ die Akustik ist: „Das ist wie ein Schallverstärker.“ Seine Anerkennung galt dem Niveau der Reiter: „Spätestens seit Olympia gab es eine Trendwende, es wird immer feiner geritten. Das zeigte sich auch in der Grand-Prix-Kür. Das internationale Niveau hier war sehr hoch, was sich in den Noten widerspiegelt.“ Auf Rang drei der Vier-Sterne-Prüfung kam die Niederländerin Madeleine Witte-Vrees mit Cennin (77,765), aktuell sechste des Weltcup-Rankings.

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