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Nervenstarker Brüsewitz holt den Preis der Sparkasse

Voltigieren beim CHIO Aachen 2016 Nervenstarker Brüsewitz holt den Preis der Sparkasse

Als Thomas Brüsewitz in den Wettkampfzirkel für die Kür der Herren im Preis der Sparkasse beim CHIO Aachen einlief, hatte der deutsche Voltigierer es in der Hand. In der Gesamtwertung lag er an zweiter Stelle. Sein ärgster Konkurrent, der Österreicher Stefan Csandl, hatte eine sehr gute, aber keine unschlagbare Kür hingelegt.

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Thomas Brüsewitz, ihm gratulieren der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Aachen, Norbert Laufs (r.), sowie ALRV-Aufsichtsratsmitglied Stefanie Peters (2.v.l.)

Quelle: CHIO Aachen

Aachen. Doch um ihn zu überflügeln, musste Brüsewitz heute über sich hinaus wachsen – trotz dessen, dass er und sein Pferd Bigstar (Longe: Irina Lenkeit) erst seit September ein Team sind. Und es gelang. Brüsewitz zelebrierte seine Kür mit einer Eleganz und Leichtigkeit, an die heute kein anderer Konkurrent herankommen sollte. Die Endnote von 8,681 spricht für sich. Nach der Verkündung des Ergebnisses gab er zu: „Ich war aufgeregt, wie noch nie zuvor in meinem Leben und stand wahnsinnig unter Druck!“ Er hat heute bewiesen, dass er mit Druck umgehen kann – eine gute Ausgangsbasis, um für die Weltmeisterschaften der Voltigierer vom 18. bis 21. August in Le Mans, Frankreich, nominiert zu werden. Welche Athleten dort die deutschen Farben vertreten dürfen, wird morgen bekannt gegeben. In der Gesamtwertung kam Brüsewitz auf eine Endnote von 8,168.

Stefan Csandl wurde Dritter in der Kür mit seinem Tanz unter dem Motto „Poseidon“ (bzw. „Neptun“, je nachdem welcher Mythologie man folgen möchte) zur dramatischen Musik aus dem Film „Der weiße Hai“ (8,536). In der Gesamtwertung bedeutete das Rang zwei (7,983). Csandl war etwas enttäuscht über die eine Note, welche ihm zugedacht wurde, nahm es aber sportlich: „Dann weiß ich wenigstens, woran ich bis zu den Weltmeisterschaften noch zu arbeiten habe!“ Er hat seinen Startplatz mit der Stute Diva, longiert von Carolyn Bland, schon sicher.

Auf Platz drei hielt Vincent Haennel die französische Fahne hoch. Er hatte auf seinem Quartz d’Olbiche (Longe: Fabrice Holzberger) die Pflicht gewonnen und belegte sowohl in der Technik als auch in der Kür Rang fünf. Das ergab insgesamt eine 7,908.

Mit Daniel Kaiser und Jannik Heiland konnten sich zwei weitere potenzielle WM-Kandidaten auf den Plätzen vier (7,757) und fünf (7,707) behaupten. Für Bundestrainerin Ursula Ramge war das Abschneiden ihrer Schützlinge etwas überraschend. Die Deutschen waren als haushohe Favoriten gehandelt worden. Man hatte erwartet, dass sie die vorderen Plätze unter sich ausmachen. Daniel Kaiser hatte im März noch das Weltcupfinale in Dortmund gewonnen, riskierte heute viel, scheiterte jedoch an einem Sprung in die Grätsche, nach dem er nicht sicher auf dem Pferderücken zum Stehen kam und abrutschte.

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Voltigieren beim CHIO Aachen
Foto: Der siegreichen Paarung gratulieren v.r. ALRV-Aufsichtsratsmitglied Hans Kauhsen und Dr. Christian Burmester, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen.

Zum dritten Mal traten die beiden Österreicher Stefan Csandl und Theresa Thiel beim Pas de Deux um den Preis der Sparkasse in Aachen an, zum dritten Mal trugen sie den Sieg davon. Seit 2013 sind die beiden ein Team. Noch im selben Jahr feierten sie ihren ersten Triumph in der Aachener Albert-Vahle-Halle.

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