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Die Messlatten lagen hoch

Westküstenturnier Marne Die Messlatten lagen hoch

Hitze, Sturm, Regen, Pony- und Jungpferdeprüfungen, drei schwere Dressuren und als Höhepunkt das Lotto3plus1-Springen - beim Westküstenturnier in Marne lagen die Messlatten am vergangene Wochenende hoch.

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Maik Hintze gratuliert Carsten-Otto Nagel zu seinem Erfolg in Marne.

Quelle: Stefan Lafrentz

Marne. Gleich drei S-Wettbewerbe waren für die Viereckathleten ausgeschrieben. Die hochkarätigste Prüfung entschied die für den Reitverein Rehagen-Hamburg startende und aus Hohenlockstedt kommende Annika Martens mit D´Amour für sich. Mit 872 Punkten platzierte sie sich vor Jan Hendrik Biß und Divino (Sachsenwald), die zuvor schon die zweite S*-Dressur für sich entschieden hatten und dort die Schleswig-Holsteinerin Susanne Hinrichs (Rendsburg) mit Alias Max hinter sich gelassen hatten. Annika Martens hatte dafür die erste S*-Dressur gewonnen, ebenfalls mit D´Amour: Patt.

Krönender Abschluss des Westküstenturniers war die letzte von drei Qualifikationen der Springsportserie Lotto 3plus 1, S**-Springen mit Stechen. In Marne wurden die letzten Punkte für das Finale auf der Baltic Horse Show in Kiel (8. bis 11. Oktober) ausgeritten, die ersten hatte es in Leck und Fehmarn gegeben. Den Sieg nahm der Profi Carsten-Otto Nagel mit in den heimischen Stall. Der Mannschaftsweltmeister und zweimalige Derbysieger galoppierte fehlerfrei und mit fast fünf Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Jesse Luther (Wittmold) ins Ziel. Der 18-Jährige hatte Clearwater gesattelt und wurde mit Tibro sogar noch fünfter.

 „Wir haben tollen Sport gesehen, hatten südländische Temperaturen, ein bisschen  Regen und es war eine rundum tolle Geschichte“, sagte Wilhelm Lammers, seit 2007 Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Germania Marne und in diesem Jahr zum letzten Mal Turnierchef – er will nicht wieder für die Vereinsleitung kandidieren. Ins Stechen des knackigen S**-Springens sprangen nur vier von 25 Reiter-Pferd-Paaren, von denen am Ende nur das Siegerpaar fehlerfrei blieb: „Rundum zufrieden“, fühlte sich dessen zweibeiniger Part, Carsten-Otto Nagel, dann auch nachdem er im Sattel seines Derby-Pferdes zugleich den schnellsten Ritt auf schwammigem Boden hingelegt hatte. „Lex Lugar hat nach dem Derby eine Pause gehabt und ist jetzt wieder frisch und gut drauf“, so der Profireiter, für den Marne „ein besonderes Pflaster“ sei „Ich stamme hier aus der Gegend und komme immer wieder gerne her“, schwärmte er. Und Marne schwärmt für ihn: „Das Schönste ist, dass unser Carsten-Otto Nagel, langjähriges Vereinsmitglied bei uns, gewonnen hat, denn unser Herz schlägt für ihn.“, so Lammers.

Grund zum Feiern hatte auch der erst 18-jährige Jesse Luther (Wittmoldt). Das Talent, Enkel von Derbysieger Peter Luther, ließ sich von Wetterkapriolen nicht beirren, sprang mit dem neunjährigen Holsteiner Clearwater auf den zweiten Platz und platzierte sich mit Tibro zudem an fünfter Stelle. Stolz sein kann sein Großvater, der 1984 mit der Mannschaft zu Olympia-Bronze ritt, gleich doppelt: sein Enkel galoppiert dicht in seinen Hufspuren und außerdem ist Luther Besitzer des Hengstes Clearwater.

Maik Hintze, Marketingleiter von Lotto Schleswig-Holstein, resümierte: „Leider hat das Wetter nicht bis zum Ende mitgespielt, aber wir haben eine tolle Prüfung und eine tolle Organisation gesehen. Diese Springsportserie lebt und ich freue mich auf das große Finale.“

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