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Classic meets Western – Ein gelungener Austausch

Erste Westernreiter Union Hamburg – Schleswig-Holstein e.V. Classic meets Western – Ein gelungener Austausch

Vorurteile über andere Reitweisen sind meist schnell gefällt und halten sich hartnäckig.

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Zufriedene Gesichter bei Referenten, Teilnehmern und Reitern – Das Treffen war ein voller Erfolg.

Padenstedt. Die einen belächeln die vermeintlichen „Möchtegern-Cowboys“ und die wiederum geben gar nichts auf die „Pinguine“ in schwarz-weiß. Doch es geht auch anders, nämlich dann, wenn man einfach mal miteinander statt übereinander spricht.

Sich auszutauschen und einfach mal über den Tellerrand zu schauen, das war der gemeinsame Wunsch von Astrid Groth und Antje Voß, den Breitensportbeauftragen der Ersten Westernreiter Union Hamburg / Schleswig-Holstein e.V. und des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein e.V. und so trafen sich Anfang März bei bestem Wetter über 80 Interessierte aus beiden Reitweisen im Ponypark Padenstedt, um an einem regen Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Ausbildung teilzunehmen.

Pferdewirtschaftsmeister Johannes Beck-Broichsitter und EWU-Trainer Detlef Wenck referierten abwechselnd und mit heiteren Anekdoten über die Historie der beiden Reitweisen. Die Anfänge des klassischen Reitsports lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen.  Xenophon schrieb bereits im 4. Jahrhundert vor Christus eine Abhandlung, „Über die Reitkunst“, die noch heute von Bedeutung ist. Aber auch die Grundlagen der Militärreiterei spielen bis heute eine große Rolle in der klassischen Ausbildung, erläuterte Beck-Broisitter. Das Westernreiten hingegen hat seinen Ursprung in der Rinderarbeit, wie Wenck erklärte. Die Vaqueros (Rinderhirten) benötigten für die Hütearbeit ein ausdauerndes, schnelles und wendiges Pferd, das trotzdem seine Aufgaben bei feinster Hilfengebung ruhig und gelassen ausführte. Da die Vaqueros oft viel Zeit im Sattel verbrachten, ob auf langen Viehtrieben oder in der täglichen Rancharbeit, mussten die Pferde zudem trittsicher und bequem zu sitzen sein. Aus all diesen Anforderungen entwickelte sich das heutige Westernreiten mit seinen verschiedenen Turnierdisziplinen.

Mit dem Verständnis über die Unterschiede in der Herkunft und über den Zweck und Grund der Ausbildung wurde anschließend die Ausbildungsskala der beiden Reitweisen beleuchtet und es zeigte sich schnell das man doch mehr gemeinsam hat, als man vielleicht dachte.
Nach angeregten Diskussionen und einer kurzen Mittagspause  ging es dann am Nachmittag in den praktischen Teil der Veranstaltung.  Hier demonstrierten die Referenten Unterrichtsauzüge mit verschiedenen Pferden und Reitern. Höhepunkt war am Ende ein Reiterwechsel. Rosa-Lee Biesterfeld (Western) und Christine Matthiesen (Klassisch) tauschten ihre Pferde unter Anleitung der Referenten. Ihr Fazit: "Ein bisschen ungewohnt, aber man kann sich bestimmt schnell umgewöhnen und es hat viel Spaß gemacht", so die beiden Reiterinnen.

Antje Voß, Pferdesportverband Schleswig-Holstein e.V. und
Astrid Groth, Erste Westernreiter Union Hamburg/Schleswig-Holstein e.V.

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