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Die Ostseebäder lassen die Pferde raus

MeerZeit mit Pferden Die Ostseebäder lassen die Pferde raus

War bisher Kellenhusen das Ostseebad, das zum 21. Mal den Hubertusritt und die Pferdeshow ausrichtete, zieht  nun Großenbrode nach und hat seit diesem Jahr auch eine „MeerZeit mit Pferden“.

Kellenhusen/Großenbrode. Das Publikum ist begeistert. Ob auf dem Rasen am Südstrand von Kellenhusen oder im Ostseesand von Großenbrode,  in beiden Fällen war es für Pferd und Reiter bzw. Kutschfahrer eine besondere Herausforderung.

Das Wetter konnte sich auch nicht für die eine oder andere Show entscheiden und bescherte den Pferdefreunden gleich zwei Wochenenden mit Sonnenschein und blauem Himmel.

Während in Kellenhusen die Domaclasica und die norwegischen Trabrennpferde sowie die Kosaken der Gläserkoppel dominierten, bildete sich in Großenbrode eine große Pferdefamilie. Auf dem Parkplatz half einer dem anderen. Einer, der immer den Überblick behielt war Thomas Lorenzen, der Chef des Western Teams. Auch als man eine Plane über Pferd und Reiter zog, fand er den Weg wieder hinaus. Man merkte die starke Bindung zwischen Pferd und Reiter.

Klein und groß, sprich Freddy 9-jähriges Shettypony mit einem Stockmass von 70 cm mit Chiara der 6-jährigen Tocher von Jenny Niebuhr und Leander, das Shirehorse mit 1.96 m, brachten das Publikum zum Staunen. Atemberaubend ging es zu bei Markus Bartels mit seinem Warmblut-Vierergespann, das unter der Regie von Turnierrichterin Renate Schröder Aufgaben fahren musste, teils engste Wendungen und dann im rasanten Tempo das Viereck verließ.

Einfach hübsch die Eisprinzessin mit ihrem Gefolge und vor allem die reine und zarte Gesangsstimme von Samantha Berger.

Die Voltigiermannschaften aus Schlamersdorf waren echt vom Pech verfolgt. Erst erkrankte das eine Voltigierpferd, dann auch noch einen Tag vor der Show das zweite.  Aufgeben und den Veranstalter hängenlassen, kam nicht in Frage. Sie schleppten ein großes Holzpferd auf den Strand, und was dann die Mädels der unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen zeigten, hätte Dieter Bohlen vom Supertalent vom Sitz gerissen.

Dass große – sehr große – Pferde ebenfalls zart und sensibel sein können bewiesen Leander, den Frauke Siems vor Jahren aus dem Tierschutz befreite und Mr. Charly Brown, der Tinker mit der wunderschönen wallenden Mähne und Christiane Pohler. Eng gedrängt standen die Kinder um den Hufschmied Sebastian Ogriseck herum und durften unter Aufsicht auch schon mal den Hammer schwingen.

Am Schluss hatte die Pferdeklappe Deutschland noch allen Grund zur Freude. Das Futterhaus, einer der großen Sponsoren, hatte eine Tombola ausgelost und der Erlös von 420 Euro konnte Petra Tegen, der Vorsitzenden des Vereins, übergeben werden. Das war genau der Betrag, der noch fehlte, um die Augenbehandlung eines der Ponys zu gewährleisten.Überhaupt war die Sponsorenbereitschaft in Großenbrode groß.
Noch vor Ende der Show forderte das Publikum eine Wiederholung im nächsten Jahr, was Tourismusdirektor Ubbo Voss versprach.
Hunderte von Menschen säumten den ganzen Tag lang Strand und Seebrücke. Angesteckt von so viel Pferdebegeisterung warf auch Pastorin Ulrike Kinder ihre Scheu über Bord und ließ, unterstützt von zwei Jugendlichen, einen riesigen Korb mit leckeren Mören, Äpfeln  und allem, was ein Pferdeherz erfreut, herbeischaffen. Schon am Morgen vor dem Rathaus hatte sie die Segenssprechung für Pferd und Reiter vorgenommen, bevor dann Markus Bartels mit seinem Vierspänner  und den Ehrengästen, wie Vizebürgermeister Wulf Kruse, Tourismusdirektor Ubbo Voss und Birgit Beck-Broichsitter unter Polizeigeleit durch den Ort zum Strand  fuhr.

Ein Ort stand Kopf, jeder brachte sich in irgendeiner Form ein. So waren Jenny Niebuhr und Ihre Familie nicht schlecht überrascht, als sie am Morgen beim Frühstück, ein Hufeisen auf ihrem Frühstücksei gemalt vorfanden. Karin Drewes

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