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Wo Pferd und Reiter entspannen können

Pferdefreizeitpark Reesdorf Wo Pferd und Reiter entspannen können

Der Pferdefreizeitpark in Reesdorf bietet 20 Hindernisse, Wassergräben, einen Dressurplatz und Parcours für Gespanne

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Das zehn Hektar große Gelände in Reesdorf hat viel zu bieten, neben den vielen unterschiedlichen Hindernissen gibt es in dem hügeligen Gelände auch Wassergräben und -löcher.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm/Reesdorf. Sicher, Dörte Rehse-Behncke ist eine Pferdesportbegeisterte – und wenn die 70-jährige Bordesholmerin über den zehn Hektar großen Pferdefreizeitpark in Reesdorf schwärmt und von einem Vielseitigkeitsparadies spricht, dann muss man ihr einfach glauben. „Wenn die Pferde aus dem Hänger gelassen werden und sich orientieren, dann ist in den Gesichtern ein Grinsen zu beobachten, natürlich bei den Reitern auch.“



Seit 2013/14 läuft der Betrieb in dem von der Eiszeit geformten hügeligen Gelände. Ein Förderverein realisierte mithilfe der Kommunen aus der Region und finanzieller Unterstützung der EU dieses „Leuchtturmprojekt“ an der Kreisstraße15 nach einer mehr als zehnjährigen Planungsphase. Investition: 160000 Euro. Die Reiter dürfen sich auf über 20 Hindernisse im Gelände und Wassergräben freuen. Zudem stehen ein Dressurplatz und ein Parcours für Gespannfahrer zur Verfügung. „In der Mitte Schleswig-Holsteins gibt es das nicht noch einmal“, so Rehse-Behncke, die das Projekt von Beginn an begleitet. Den laufenden Betrieb organisiert der sechsköpfige Vorstand des 130 Mitglieder zählenden Vereins ehrenamtlich.

Knapp 4000 Pferde sind in einem Einzugsgebiet von 15 Kilometern rund um das Gelände registriert, wie eine Studie ergeben hat. Das Areal ist deshalb zwar kein Geheimtipp mehr, aber an vielen Tagen können die Reiter Gelände und Natur noch allein genießen, vor allem abends herrscht Ruhe. In schwachen Zeiten buchen zehn bis 15 Einzelreiter pro Woche einen Ausritt. „Spontan gibt es aber auch immer wieder Gruppen, die an einem Tag mit 20 Jugendlichen kommen“, berichtete Rehse-Behncke. In puncto Auslastung brauche man Geduld und Beharrlichkeit. Sie vergleicht die Anfänge in Reesdorf gern mit denen der mittlerweile gut laufenden Anlage in Süsel. „Die haben auch 20 Jahre gebraucht, um da anzukommen, wo sie stehen.“

Prominenz lässt sich auch blicken: Lokalmatador Kai Rüder, Malte Dohm und das Aushängeschild Peter Thomsen reiten hier regelmäßig. Zudem nutzen verstärkt Reitbetriebe den Park, um ihren Vierbeinern mal eine Auszeit zu gönnen. Zwei- bis dreimal pro Jahr ist Karen Struck aus Emkendorf zu Gast. „Hier ist es anspruchsvoll, aber unkompliziert“, sagt sie. „Für unsere Springpferde eine tolle Abwechslung, auch mal die Seele baumeln zu lassen.“ Kreisreiterbund Rendsburg-Eckernförde, die RSG Groß Buchwald und andere Vereine nutzten das Gelände für Turniere und Prüfungen. „Und wenn der Veranstaltungsplatz in Bordesholm wegen der Umwandlung in ein Wohngebiet nicht mehr zur Verfügung steht, sind wir das einzige Reitgelände in der Region.“



Neulich ist Dörte Rehse-Behncke mit einer Freundin wegen eines Pferds in Nordhessen gewesen. „Als die wissen wollten, ob wir aus dem schönen Reesdorf kommen, wusste ich: Mit dem Pferdefreizeitpark sind wir angekommen.


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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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